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U1 Linien- grafik |
Jungfernstieg |
Richtung Norderstedt |
Richtung Volksdorf |
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| Bei der Eingangsanlage Alter Wall zur Haltestelle Jungfernstieg wurde viel Glas verbaut. Die Treppe nach unten beginnt unter der beleuchteten Hinweistafel mit der weiß erscheinenden Aufschrift „Jungfernstieg“ oberhalb des PKWs. Die Überdachung der Treppe erscheint als schwarzer Balken oberhalb des Schriftzuges Beutin. Der weihnachtliche Schmuck beweist, dass die Aufnahme am 8.12.2007 abends gemacht wurde. | ||
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| Geht man vom Jungfernstieg auf der Höhe Alter Wall in die Unterwelt, so gelangt man in die Eingangshalle. Sie wurde 2008 umgestaltet. | ||
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| Hier geht es von der Eingangshalle per Rolltreppe in die tiefste Ebene. Dort fährt die Linie U2 und später auch die U4. | ||
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| Älter ist die Gestaltung der Eingangshalle am Alstertor. Von hier aus hinab zu den Bahnsteigen gelangt man über ein Zwischenebene. Dort angelangt - und mit etwas Fantasie - glaubt man, auf der Kommandobrücke eines Schiffes zu stehen! | ||
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| Am 1.10.1958 wurde ein langer Fußgängertunnel eröffnet, der die Station Rathausmarkt mit der Station Jungfernstieg verbindet. Beide Stationen erhielten den gemeinsamen
Namen „Rathaus“. Später, genau am 2.7.1973, erhielt der Jungfernstieg-Teil wieder den alten Namen „Jungfernstieg“. Genau unter dem Fußgängertunnel verläuft die U-Bahn-Strecke zur nächsten Haltestelle Meßberg. |
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| Foto oberhalb: Am Ende des Fußgängertunnels. Die Rolltreppen führen zum Bahnsteig der U1. Nach rechts geht ein weiterer Durchgang ab. | ||
| Eine recht häufig benutzte Formulierung lautet: Verkehrsknoten Jungfernstieg unter der Binnenalster mit fünf Verkehrsebenen übereinander:
Straßenverkehr, Alsterschifffahrt, Linie U1, City-S-Bahn und ganz unten - 16 Meter unter dem Alsterwasserspiegel - die Bahnsteige der Linie U2.
Diese Formulierung ist irreführend. Von den 5 Ebenen befinden sich nur 2 Ebenen, und diese nicht in voller Ausdehnung, unter der Binnenalster. Die drei Bahnhofsebenen liegen alle in unterschiedlichen Richtungen. Zusammen mit dem Fußgängertunnel zur U-Bahn-Station Rathausmarkt ergibt sich ein Netz an Fußgängertunneln und Zugängen, wie man es von der Londoner Untergrundbahn her kennt. |
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| Die Bauarbeiten an der Station Jungfernstieg in der ursprünglichen Ausführung bereiteten gewaltige Schwierigkeiten. Die Verlängerung der Strecke
Kellinghusenstraße-Stephansplatz endete ab dem 25.3.1931 in einer provisorisch eingerichteten Haltestelle Jungfernstieg.
Erst drei Jahre später, am 28.4.1934, wurde die fertige Station Jungfernstieg nach Fertigstellung des Alstertunnels unter der Reesendammbrücke in Betrieb genommen. Die Bahnsteighalle war in den Hamburger Landesfarben mit hellroten und weißen Kacheln verkleidet. Sogar die Mittelstützen in der Bahnsteigmitte waren verkleidet- so etwas hatte es bisher in Hamburg noch nie gegeben! | ||
![]() Bahnsteig Jungfernstieg der Linie U1 | ||
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1974 wurden die Wandkacheln erneuert. Seitdem ist ihre Farbe rotorange. |
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1934 bot die Haltestelle bot den Fahrgästen ein neues Spielgerät, denn hier gab es die ersten beiden Rolltreppen der Hamburger U-Bahn. Auf einem Foto aus dem Jahre 1934[39,Seite 134] sind zwei an der gleichen Rolltreppe angebrachten „Verkehrsschilder“ zu sehen. Darüber werden sich die Fahrgäste wohl schon damals amüsiert haben. Wenn man verbotenerweise stehen bleibt, soll man das doch bitte auf der rechten Seite tun... Stolz kann die Hamburger Hochbahn AG darauf sein, dass sie als fortschrittliches und zukunftsgerichtetes Unternehmen bereits 1934 die Rechtschreibreform vom 1.8.1998 eingeführt hatte. Weniger fortschrittliche Institutionen schrieben bis zur Rechtschreibreform hier „stehenbleiben“. |
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| Nur rechts stehen bleiben Links überholen! Tiere tragen. | ||
| Auf dem Bahnsteig der U1 ist ein während der Bauarbeiten gefundener alter Eichenstamm zu bewundern. Er wurde vor fast 800 Jahren in den zweiten Alsterdamm eingebaut. Den ersten Alsterdamm ließ Graf Adolph III von Schauenburg gegen Ende des 12. Jahrhunderts nebst einer Mühle und einer Brücke bauen (Große Johannisstraße / Großer Burstah). Am zweiten Alsterdamm hatte man ab 1235 etwa 15 Jahre lang gebaut. Dabei wurden hunderte von Eichenpfählen verwendet. Der zweite Alsterdamm hieß Oberdamm, später Reesendamm, heute Jungfernstieg. | ||
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Bilder links und unten: Der gefundene Eichenstamm wurde vom Künstler Professor Richard Josef Luksch bearbeitet. Die Schnitzarbeit stellt 7 Jungfern dar; jede symbolisiert ein Jahrhundert des Bestehens der Stadt Hamburg. Richard Josef Luksch hat die Aufstellung des Stammes nicht mehr erlebt, denn der Stamm wurde erst 1937 aufgestellt. | |
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| Für Fotografen stellt der Eichenstamm eine Herausforderung dar. Meine Versuche, den Stamm zu fotografieren, ergaben nur unbrauchbare Bilder. Henner Hoppe stellte mir jedoch seine Fotos zur Verfügung. Danke! | ||
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Nochmal zum oben erwähnten Bildhauer Richard Josef Luksch: Er hatte ab 1907 einen Lehrauftrag an der Hanseatischen Kunstschule für bildende Künste. Geboren wurde er am 23.Jan. 1872 in Wien, gestorben ist er am 21.April 1936 in Hamburg. Er ist im Familiengrab Falke auf dem Ohlsdorfer Friedhof beigesetzt: Grabnummer AC7, 109-113. Weitere Informationen über i Richard Luksch. |
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Eine kleine Revolution......begann am Montag den 27.11.1950 am Ausgang Bergstraße/Ballindamm der Station Jungfernstieg. Anstelle der mit einem Schalterbeamten besetzten Ausgangssperre wurde ein Drehkreuz in Betrieb genommen. Die Fahrgäste sollten nun ihre abgefahrenen Fahrkarten in einen Kasten werfen. Vorher mussten sie die alten Fahrkarten beim Schalterbeamten abgeben.Das Verfahren bewährte sich. Ab dem 14.6.1951 hatten fast alle U-Bahn-Stationen unbewachte Ausgänge. Mechanische Sperren sorgten dafür, dass niemand den Ausgang als Eingang missbraucht. Lediglich in den Haltestellen St. Pauli, Sternschanze, Hauptbahnhof und Berliner Tor wurden die mit Schalterbeamten besetzten Ausgangssperren vorerst beibehalten. Quelle: Zwei Artikel im Hamburger Abendblatt vom 25.11.1950 und 13.6.1951 | ||