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Stephansplatz


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Stephansplatz: Dr. Heinrich von Stephan (Heinrich Stephan, ab 1885 von Stephan, *7.1.1831 in Stolp, Pommern; †8.4.1897 in Berlin) war als Generalpostdirektor der Neuschöpfer des deutschen Postwesens und Begründer des Weltpostvereins. In seiner Zeit wurde die Postkarte und das Telefon eingeführt. Der Stephansplatz erhielt bereits 1887, also zu Lebzeiten Stephans, seine Namen.
Hochbahn Eingang Stephansplatz, Planten un Blomen
Hochbahn Eingang Stephansplatz, Planten un Blomen
Zweimal der Zugang zum U-Bahnhof Stephansplatz vom alten botanischen Garten aus gesehen. Es ist der 5.August 2004, ein sommerlicher Nachmittag!

Links auf dem unteren Bild beim Baum erkennt man die "Fundgrube für Bücherfreunde". Hier kann man antiquarische Bücher erwerben.

Das alte Zugangsgebäude ist eine flacher Pavillon mit gerundeten Schmalseiten. Architekten: Distel & Grubitz. Man kann kaum fassen, dass das nahegelegene Hauptgebäude der Universität an der Edmund-Siemers-Allee ebenfalls von Distel & Grubitz entworfen wurde!

Die Kachelung der Bahnsteighalle bestand ursprünglich aus weißen und blauen Kacheln. Anlässlich der Internationalen Gartenbauausstellung 1973 wurde der Bahnhof gründlich umgebaut. Vom ursprünglichen Aussehen im Inneren blieb nicht viel übrig.

Die Beinahe-Katastrophe vom 8.Dez 2005, Donnerstag

Um 8:30 meldete ein U-Bahn-Fahrer der Leitstelle, dass es 30 Meter vor der Station Stephansplatz von der Decke riesele. Die Leitstelle ordnete daraufhin auf diesem Streckenabschnitt Schritttempo an.

Es stellte sich heraus, dass der mit einem Meißel ausgerüstete Bagger, der die Fundamente der darüberliegende Fußgängerbrücke abreissen sollte, auch die Tunneldecke bearbeitete. Der Zugbetrieb wurde sofort eingestellt. Kurz darauf purzelte das erste Deckenstück auf das Gleisbett. Das Loch in der Tunneldecke war etwa 1 m² groß.

Erst ab 12:05 konnte der Zugverkehr auf der Linie U1 wieder aufgenommen werden.

Angeblich war den Bauarbeitern nicht bekannt, dass sich unter der Baustelle ein U-Bahn-Tunnel befindet.

Fazit: Gut, dass in den Zügen der Hamburger Hochbahn noch Fahrer sitzen!

Quelle: Zeitung "Die Welt" vom 9.12.2005. Es dürfte sich dabei um eine Fußgängerbrücke über die Straße Esplanade gehandelt haben. Ihre Treppe befand sich in der Straßenmitte der Straße Colonnaden direkt an deren Einmündung zur Esplanade. Der Tunnel der U-Bahn folgt der Straße Colonnaden.


Haltestelle oder Bahnhof ?

Die Bahnhöfe werden betriebstechnisch in Haltepunkte, kleine, mittlere und große Bahnhöfe eingeteilt. Haltepunkte sind Anlagen ohne Weichen. Wo nur eine einzige Weiche vorhanden ist, spricht man betriebstechnisch bereits von einem Bahnhof.[101, Kapitel 20].

Die Definition bezieht sich auf die „große“ Eisenbahn - die Hamburger Hochbahn hat per Definition lediglich Haltestellen.

Der U-Bahnhof Stephansplatz nimmt sich gegen den in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen im protzigen Jugendstil gebauten Haltepunkt der deutschen Bahn mit dem wichtigtuerischen Stationsnamen Dammtorbahnhof recht bescheiden aus.

Als der Dammtorbahnhof neu war, verfügte er über ein besonderes Abstellgleis für Monarchen-Sonderzüge und somit über mindestens eine Weiche. Aber schon lange gibt es am Dammtorbahnhof dies Abstellgleis nicht mehr - der Dammtorbahnhof ist weichenlos[100, Seiten 34 und 38].

Somit ist Dammtorbahnhof nur noch ein Haltepunkt. Die U-Bahn-Station Stephansplatz verfügt über mehrere Weichen, denn hier war vom 2.Juni 1929 bis 24.März 1931 Endstation der U-Bahn. Somit wäre die U-Bahn-Station Stephansplatz ein vollwertiger Bahnhof! „Wäre“, denn für die Hamburger U-Bahn gilt die „Verordnung über den Bau und Betrieb der Straßenbahnen (BOStrab)“. In der BOStrab taucht der Begriff „Bahnhof“ nicht auf, wohl aber der Begriff „Haltestelle“. Den Haltestelleneinrichtungen ist der §31 gewidmet.

Der Haltepunkt Dammtorbahnhof ist tatsächlich viel größer als der U-Bahnhof Stephansplatz. Man kann im Dammtorbahnhof Fahrkarten aus Automaten und am Schalter kaufen, es ist ordentliche(!) Gastronomie, ein Fachgeschäft für Stofftiere, Zeitschriftenhandel, Wechselstube, ... und ein gebührenpflichtiges sogenanntes WC-Center vorhanden. Dem WC-Center umgab anno 2003 ein Hauch von Luxus, denn der Preis für die Benutzung erinnerte an Abzocke- für nur einen € durfte man eintreten. Dies war ein Spitzenpreis in Hamburg. Mittlerweile (2006) ist der Eintrittspreis auf 0,50 € korrigiert worden.

Ebenfalls 2006 belobigte die „Allianz pro Schiene“ den „Dammtorbahnhof“ als Deutschlands besten Großstadtbahnhof. Die „Allianz pro Schiene“ ist ein Bündnis zur Förderung des umweltfreundlichen und sicheren Schienenverkehrs. Es lohnt sich also doch, bei den Benutzungsgebühren für öffentliche Toilettenanlagen nicht zu sehr hinzulangen!

Im Bahnhof Stephansplatz der Hochbahn dagegen nimmt sich die Gastronomie eher bescheiden aus, und beim Erwerb der Fahrkarten ist man ausschließlich auf die komplizierten Automaten angewiesen.

Einen weiteren Unterschied gibt es noch. Der Jugendstil des Dammtorbahnhofs hat den Charme der Kaiserzeit, die grell-bunten Kacheln des Bahnhofs Stephansplatz zeugen von der Lebhaftigkeit der 1970er Jahre. Vorbilder für den Dammtorbahnhof waren die Stadtbahnhöfe Friedrichstraße und Alexanderplatz in Berlin im Bauzustand vor deren Umbau 1926.

In diesem Zusammenhang ist es interessant, dass die Bauverwaltung 1927 einen Fußgängertunnel zwischen dem Dammtorbahnhof und der U-Bahn-Haltestelle geplant hatte. Der Fußgängertunnel war oben im Gewölbe des Tunnels über dem Abstellgleis vorgesehen. Auf Höhe des Eingangs in den Dammtorbahnhof hätte man eine unterirdische Verbindung in die Eingangshalle des Dammtorbahnhofs unter dem jetzigen Dag-Hammarskjöld-Platz hindurchgeführt[28]. Dieser Plan wurde nicht realisiert.

U-Bahn-Station Stephansplatz Mittwoch, 16.2.2005 gegen 22:45

Viel ist auf dem Bahnsteig der U-Bahn-Station Stephansplatz nicht mehr los!

Hochbahn Eingang Stephansplatz, Esplanade
Die beiden Treppenanlagen -das Bild zeigt eine davon- am Zugang Esplanade besitzen immer noch die ursprünglichen Brüstungen und Transparentkästen. Lediglich die Handläufe aus Edelstahl sind neuer.
Hochbahn Unterwerk Stephansplatz
Das Unterwerk Stephansplatz bzw. Stephan liegt am Bahndamm der Fernbahn auf der Seite zur Esplanade in den Dammtoranlagen. Das Gebäude wurde 1928/29 nach Entwürfen von Karl Schneider im Stil des Neuen Bauens errichtet. Die Gebäudefront war ursprünglich absolut symmetrisch mit einem blauen Tor rechts und links. Jetzt ist dies nicht mehr der Fall, denn das rechte Tor wurde zugemauert- man erkennt es an den etwas helleren Backsteinen. Die Fenster waren von Anfang an vergittert, denn das Unterwerk wurde ferngesteuert.

Das Unterwerk Stephansplatz wurde 1930 in Betrieb genommen. Es war das erste Unterwerk der Hochbahn, das die Umwandlung des gelieferten Drehstroms in Gleichstrom mit Transformatoren und Gleichrichtern bewerkstelligte. Vorher erlaubte die Technologie lediglich eine Umwandlung mit Maschinenumwandlern: Drehstrommotoren trieben Gleichstromgeneratoren an. Die Maschinenumformer mussten ständig durch anwesendes Personal überwacht werden. Der Einsatz von Transformatoren und Gleichrichtern erforderte kein Überwachungspersonal vor Ort mehr. Der Fortschritt ging noch weiter- es war erstmalig die Fernsteuerung der Anlage möglich. Das Unterwerk Stephansplatz wurde vom Unterwerk Heilwigstraße aus ferngesteuert.

Seite zuletzt geändert am 8.3.2010