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Zeittafel Teil 4:
Personennahverkehr in Hamburg

ab 2000


Zeittafel
(1945-1999)

Inhaltsverzeichnis
Hamburger
U-Bahn

Sambawagen und
Straßenbahn in
Hamburg
2000 In der Ausgabe vom 13.4.2000 der Zeitung „Die Welt“ steht, dass ein Auftrag zur Erarbeitung der Planfeststellungsunterlagen einer Hamburger Stadtbahn ausgeschrieben würde. Der Auftrag bezöge sich auf einen ersten 12 km langen Bauabschnitt zwischen Hauptbahnhof (ZOB) und Steilshoop über Steindamm, Winterhuder Weg, Hindenburgstraße und Hebebrandstraße. Die vorgesehen Fahrdauer solle 25 Minuten betragen, d.h. 7 Minuten kürzer als die entsprechende Bustour sein.

Als weitere mögliche Strecken wurden genannt:

  • Hauptbahnhof - Niendorf Markt
  • Bahnhof Altona - Luftwerft über Max-Brauer-Allee, Doormannsweg, Gärtnerstraße, Kellinghusenstraße, Ohlsdorfer Straße und Hindenburgstraße
  • Steilshoop - Bahnhof Rahlstedt
  • Luftwerft - Osdorfer Born über Lokstedt, Stellingen und Lurup
Der Betriebshof solle im Gleisdreieck zwischen U-Bahn Sengelmannstraße, S-Bahn Rübenkamp und südlich der Feuerbergstraße entstehen.

Der  i Solarkatamaran „Alstersonne“ trat seinen Dienst als Alsterschiff an. Er hat die Größe eines typischen Alsterschiffs und wird mit Solarstrom betrieben.

S Im Werk Ohlsdorf wurde ein Bürotrakt abgerissen und neu aufgebaut. Das SAT-Programm beginnt für die Baureihe 472. SAT bedeutet hier: Selbstabfertigung der Züge durch den Triebwagenführer.

S Im November wurde bei der Hamburger S-Bahn die 1. Wagenklasse abgeschafft. Die Züge führen nur noch die 2. Klasse.


2001 U Erneuerung der U-Bahn-Strecke zwischen Mundsburg und Barmbek.

S 11. April 2001: Der zweite „erste Spatenstich“ für die S-Bahn zwischen dem Flughafen und dem Bahnhof Ohlsdorf erfolgte (vergleiche Mai 1991). Die Tunnelbohrmaschine erhielt später den Namen „Sofia“ (S-Bahn Ohlsdorf - Flughafen in Arbeit).

 i Ein Klick zeigt

  • das Entladen einer besonders imposanten Baumaschine am 3.9.2003 bei der S-Bahn-Brücke über die Fuhlsbüttler Straße,
  • den Bau des Notausstiegs Etzestraße/Heschredder am 17.7.2004,
  • das Auflegen einer neuen S-Bahn-Brücke über die Fuhlsbüttler Straße am 27./28.1.2006.

Am 26.1.2001 fuhr ein Zug der Baureihe 471 (Vormals ET/Em171) letztmalig im fahrplanmäßigen Dienst. Von 1939 bis 1958 wurden 73 Garnituren dieser Baureihe gebaut.

Am 25.7.2001 stand in der „TAZ“ unter dem Titel „Stadtbahn nach Steilshoop“:
Wie Bausenator Eugen Wagner (SPD) gestern bekannt gab, wird seine Behörde im August das Planfeststellungsverfahren für die erste, zwölf Kilometer lange, Strecke vom Hauptbahnhof nach Steilshoop einleiten. Wenn alles glatt läuft, könnte Ende 2002 mit dem Bau begonnen werden und 2010 die erste Bahn starten ...

Die Planung sah auf dem größten Teil der Route einen eigenen Gleiskörper vor. Die Strecke sollte vom Hauptbahnhof über die U-Bahn-Stationen Lohmühlenstraße, Mundsburg und Borgweg, durch den Stadtpark, an der S-Bahn-Station Rübenkamp vorbei nach Steilshoop führen und etwa 220 Millionen Mark kosten. Dazu kämen Fahrzeuge für 150 Millionen DM und ein Betriebshof im Gleisdreieck zwischen Rübenkamp und Sengelmannstraße für 80 Millionen DM.

Aber nicht alles läuft so, wie man es plant. Einige Wochen später, im September, war Bürgerschaftswahl. Danach war die SPD war nur noch in der Opposition. Fortsetzung: Siehe Oktober 2002.


2002 6.2.2002: Die AKN Eisenbahn AG und die Hamburger Hochbahn AG hatten die NBE Nordbahn Eisenbahngesellschaft mbH mit Sitz in Kaltenkirchen gegründet. Zweck des Unternehmens ist der Betrieb der Regionalbahnstrecke Neumünster - Bad Segeberg - Bad Oldesloe. Die Betriebsaufnahme war im Dezember 2002 mit voraussichtlich 12 Mitarbeiter vorgesehen.

S 24.Juli 2002: Man stellte fest, dass die S-Bahn zum Flughafen nicht wie geplant im Jahre 2005 fertig gestellt sein wird, sondern erst 2007. (vergleiche jedoch November 2004)

U U4: 1968 und Ende der 1980er Jahre plante man den Bau einer U-Bahnstrecke von Barmbek über Steilshoop bis nach Bramfeld mit fünf Haltestellen: am Schwalbenplatz und Elligersweg in Barmbek, unter dem Einkaufszentrum in Steilshoop sowie an der Ellernreihe und der Heukoppel in Bramfeld. Allerdings mangelte es am Geld.

Im Oktober 2002 wurden die seit Jahresbeginn im Auftrag der Behörde für Bau und Verkehr durchgeführten Untersuchungen für den Anschluss der Hafencity an den öffentlichen Personennahverkehr abgeschlossen. Man hielt eine unterirdische U-Bahn, die aus der U3 am Rathaus ausgefädelt wird, für die beste Lösung. Bei dieser Gelegenheit wollte man auch die U-Bahn-Stichlinie von Barmbek über Steilshoop nach Bramfeld anpacken. Die HHA plante einen Austausch von Teilen der Streckenführung der Linien U2 und U3 und die Einrichtung einer neuen Linie U4 von Bramfeld über Rathaus in die Hafencity. Weiterhin bot sich die Option, die U-Bahn über Wilhelmsburg bis nach Harburg zu verlängern.

Im Zuge dieser Baumaßnahme sollte der U-Bahnhof Berliner Tor umgebaut werden, um die östlichen Linienäste der U2 und U3 zu tauschen. Dann könnten auf der Strecke nach Mümmelmannsberg 8-Wagen-Züge eingesetzt werden, was wegen der kurzen Bahnsteige der U3 auf dem Ring nicht möglich wäre. Die damals über Barmbek kommenden Züge der U2 würde westlich Berliner Tor auf die U3 wechseln und über Landungsbrücken wieder die klassische Ringstrecke nach Barmbek fahren.

Das Gesamtpaket würde rund 550 Mio. € an Investitionen erfordern:

  • Anbindung der Hafencity: € 250 Millionen,
  • Stichlinie von Barmbek nach Steilshoop: € 260 Millionen,
  • Umbauten Berliner Tor: € 40 Millionen.
Zuerst sollte die Hafen-City angebunden werden. Eine Station war im Zentrum der Hafen-City und eine im Bereich Versmannstraße vorgesehen.

Für die Stichstrecke nach Bramfeld waren fünf Stationen geplant:

  1. Schwalbenplatz
  2. Elligersweg
  3. Einkaufszentrum Steilshoop
  4. Borchertring mit Gründgensstraße
  5. Bramfelder Dorfplatz
15.12.2002:
HVV Der HVV erweiterte sein Tarifgebiet um die schleswig-holsteinischen Kreise Pinneberg, Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg. Der HVV-Gesamtbereich wurde somit auf 5057 km² erweitert. In dem großen Tarifgebiet lebten rund 2,75 Millionen Einwohner.

Dabei wurde der tarifliche „Großbereich Hamburg“ erweitert, und zwar um die Stadt Quickborn und die Gemeinden Ammersbek, Ellerau, Börnsen, Jork und Timmerhorn.


2003 U Brückenschlag 2003: Unter diesem Arbeitsnamen erneuerte die Hamburger Hochbahn AG (HHA) im Sommer 2003 die Straßenbrücken der Walddörferbahn im Bereich Barmbek, Bramfeld und Wandsbek Gartenstadt.

 i Hier sind einige Fotos von den Bauarbeiten am 12.7.2003 bei der U-Bahn-Haltestelle Habichtstraße und am 7.8. in der Bramfelder Chaussee.

 i „Fleetenkieker“ heißt die diesjährige Neuerwerbung der weißen Alsterflotte.


2004 U U4: Im Juni 2004 wurden weitere Details zur geplanten U4 bekannt. Demnach würde im Zuge der Bauarbeiten ab 2007 die U3 zwischen Rathaus und Rödingsmarkt für 3 Jahre nicht fahren können. Man wollte eine "wandernde Baustelle" in der City einführen. Man dachte, dass die Stichstrecke zur Hafencity 2011 in Betrieb gehen würde und rechnete mit 22000 Fahrgästen pro Tag.

Das Planfeststellungsverfahren sollte Mitte 2005 beginnen, der Baubeginn würde 2007 sein.

Wie im „Hamburger Wochenblatt“ vom 27.Oktober zu lesen ist, hatte der Stadtentwicklungsdirektor erklärt, dass der Bau des Steilshooper Streckenzweigs davon abhänge, ob der Bund sich daran beteiligen würde. Anfang Dezember sickerte durch, dass der Bau dieser U-Bahn-Strecke wohl nicht durch den Bund gefördert werden würde: Nach dem standardisierten Bewertungsverfahren für große Verkehrsprojekte erhielte die U4 nicht die nötige Punktzahl für eine finanzielle Beteiligung des Bundes. Somit würde sich die geplante Anzahl Stationen in der Hafencity möglicherweise von zwei auf eine reduzieren.

Passend dazu bekräftigte (Quelle: Hamburger Wochenblatt von 15.12.2004) am 9.Dezember die Bezirksversammlung Hamburg-Nord, dass sie weiterhin für eine Stadtbahn Bramfeld - Steilshoop - City Nord - Stadtpark - Barmbeker Straße - Hauptbahnhof und neuerdings weiter in die Hafencity sei.

Am 15.Dezember verkünden die Nachrichten im Rundfunk, dass sich die geplante Streckenführung zur Hafencity wie folgt ändere:

  • Jungfernstieg
  • Überseequartier
Vom Jungfernstieg sollten die Züge in Richtung Billstedt auf der vorhandenen Strecke fahren. Mit dem Schildvortrieb für die beiden Tunnelröhren solle 2008 begonnen werden. Man meinte, 2011 damit fertig zu sein. Am Jungfernstieg sollten die beiden zuviel gebauten gleislosen Bahnsteige (vergleiche 1973) dafür genutzt werden.

Aus Zeitungsberichten ging hervor, dass die neue Strecke mit 255 Mio. € um 5 Mio. € teurer würde als die vorher geplante Strecke. Somit ist jeder Hamburger Bürger mit etwa 150 € an der neuen U-Bahn-Strecke beteiligt. Jeder Meter kostet 75000 €. Die neue Strecke sei 3,4 km lang und führe im Bogen unter ABC-Straße und Neustadt weiter zur Hafencity.

S 24.11.2004: Man stellte fest, dass die S-Bahn zum Flughafen nicht, wie in der letzten Planverschiebung vorgesehen, im Jahre 2007 fertiggestellt sein würde. Die geplante Fertigstellung verschiebe sich weiter auf 2008. Begründung: Der Boden sei weniger tragfähig als bislang vermutet. Die Baukostenschätzung summiere sich auf 240 Millionen €. (Informationsquellen: Zeitung „Die Welt“ und Berichterstattung im Rundfunk.)

12. Dezember 2004:
HVV Der HVV erweiterte sein Tarifgebiet um die niedersächsischen Landkreise Harburg, Lüneburg und Stade. Der HVV-Gesamtbereich wurde somit auf 8616 km² erweitert. In dem großen Tarifgebiet lebten rund 3,29 Millionen Einwohnern. (Informationsquelle: Takt-Regio Niedersachsen/Bremen, Deutsche Bahn AG, Ausgabe 3/2004)

2005 U Am 20.Juli stand in der Zeitung „Die Welt“ unter der Überschrift
300 Millionen Euro für neue U-Bahn-Züge ein Artikel über die geplante Beschaffung der neuen Fahrzeuggeneration DT5. Mit diesen Zügen solle die Fahrzeuggeneration DT3 ersetzt werden. Man dachte an 3- oder 4-Wagen-Garnituren mit Durchgangswagen, so dass sich die Fahrgäste während der Fahrt auf die Wagen der gesamten Garnitur verteilen könnten.

Die Ausschreibung ende im Oktober 2005. Auftragserteilung sei für Frühjahr 2006 vorgesehen. Der Testbetrieb solle Mitte 2009 beginnen und bis Ende 2010 dauern. Danach solle pro Monat eine neue Garnitur beschafft werden. Insgesamt sollen es 75 Garnituren werden. (Vergleiche Dezember 2006)

U Ebenfalls ab etwa dem 20.Juli begann der unter Oktober 2002 erwähnte Umbau in den Tunnelanlagen westlich der Station Berliner Tor. Geplant war bis 2009 ein Tausch der Linien U2 und U3. Damit würde aus der U3 -wie es schon 1912 war- eine Ringlinie. Die U2 führe in Zukunft von Niendorf-Nord bis Mümmelmannsberg. Die U2 führe dadurch nur noch Stationen mit langen Bahnsteigen an, so dass dort Züge mit 8 Wagen eingesetzt werden könnten. Die Ringlinie bliebe auf Züge mit 6 Wagen beschränkt, denn einige ihrer Stationen hätten nur 90 m lange Bahnsteige.


2006 U Anfang 2006 war der Umbau am Berliner Tor soweit vollzogen, dass in Fahrtrichtung West nach Ost der Linientausch erfolgte. In der Gegenrichtung solle er allerdings erst 2009 erfolgen. Da auf der Ringstrecke über St. Pauli nur 6-Wagenzüge fahren können, wurde ein geradezu genialer Zugumlauf realisiert: Zugumlauf U2/U3 2006 bis 2009 in Hamburg
Die nicht kreisförmig dargestellte Station ist Berliner Tor. Die „alte“ Ringstrecke von 1912 ist mit nur einem Strich in blau dargestellt.

  • Start alle 5 Minuten in Wandsbek Gartenstadt, abwechselnd DT3 mit 6 Wagen und DT4 mit 8 Wagen zur Fahrt über Mundsburg, Berliner Tor, Jungfernstieg nach Niendorf Nord (1-2-3-4)
  • von Niendorf Nord über Jungfernstieg, Berliner Tor nach Billstedt bzw. Mümmelmannsberg(5-6-7)
  • in Billstedt bzw. Mümmelmannsberg:
    • wenn DT4: Flügelung in 2 Züge zu je 4 Wagen
    • wenn DT3: Es bleibt beim 6-Wagen-Zug
    • Zugfolge ab hier innerhalb von 10 Minuten:
      4/3/3 (DT3/DT4/DT4)
  • von Mümmelmannsberg bzw. Billstedt über Berliner Tor, Landungsbrücken, Kellinghusenstraße nach Barmbek(8-9-10-11)
  • von Barmbek zurück über Kellinghusenstraße, Landungsbrücken, Berliner Tor, Barmbek nach Wandsbek Gartenstadt(12-13-14-15-16-17)
  • in Wandsbek Gartenstadt werden je 2 DT4-Garnituren wieder zu einem 8-Wagen-Zug zusammengestellt
  • und der Umlauf beginnt erneut.

S 26.Juli: Der Schildvortrieb für die zweite Tunnelröhre der S-Bahn zum Flughafen erreichte ihren Zielschacht. Nun waren beide Tunnelröhren gebohrt! Mittlerweile rechnete man mit einer Inbetriebnahme der Bahnverbindung ab der zweiten Hälfte 2008. Die erwarteten Baukosten für das Projekt betrugen 280 Millionen €. 40% davon bezahle die Stadt Hamburg, 60% der Bund.

 i „Alsterschwan“ heißt die diesjährige Neuerwerbung der weißen Alsterflotte. Der Solarkatamaran  i „Alstersonne“ kehrte nach einem Umbau mit deutlich freundlicherem Aussehen zur Alster zurück.

UAm 22.12.2006 gab die HHA in einer Presseinformation Einzelheiten zur Beschaffung neuer Fahrzeuge bekannt. Es sollten mindesten 67 Garnituren des neu entwickelten Typs DT5 vom Bieterkonsortium Alstom/Bombardier beschafft werden. Die ersten Garnituren sollten 2009 in Betrieb gehen.

Eine DT5-Garnitur bestünde aus drei Wagen mit offenen Durchgängen zwischen den Wagen. (Vergleiche Juli 2005).


2007 U U4: Am 8.Juni wurde zwischen Senat und HHA das Vertragswerk über den Bau der U-Bahnlinie zur Hafencity unterzeichnet. Die neue Tunnelstrecke sollte nun vom Jungfernstieg aus zwischen Große Bleichen und Neuer Wall in Richtung Baumwall geführt werden. Die Baukosten hatten sich gegenüber der letzten Schätzung (vergl. 2004) auf 290 Mio. € erhöht. Als Grund für die Erhöhung wurden höhere Stahlpreise und der Bauboom genannt. Der Bund beteilige sich mit 113 Mio. € an den Baukosten. Man meinte, Ende 2011 mit dem Bauvorhaben fertig zu sein. Der feierliche 1. Spatenstich erfolgte am 23.August. Die Tunnelbohrmaschine erhielt später den Namen „Vera“ (Von der Elbe Richtung Alster).

Am 11.September wurden Einzelheiten veröffentlicht. Die 1,2 km lange Tunnelstrecke Überseequartier - Lohsepark sollte in offener Bauweise entstehen. Der Boden würde dafür 20 m tief ausgebaggert werden.

Vom Überseequartier aus solle ab Juni/Juli 2008 per Schildvortrieb in Richtung Jungfernstieg mit 10 m pro Tag eingleisig gebaut werden. Im Mai 2009 wollte man dort angekommen sein. Danach sollte bis Mai 2010 die zweite Tunnelröhre gebohrt werden. Ebenfalls ab Mai 2010 sollten die beiden Haltestellen Überseequartier und Lohsepark ausgebaut werden. Die Station Überseequartier wurde von den Darmstädter „netzwerkarchitekten“, die Station Lohsepark von „Raupach Architekten“ aus München entworfen. Die Station Überseequartier sollte den Fahrgast in eine inszenierte Unterwasserwelt eintauchen lassen. Die Architektur der Station Lohsepark habe den Hamburger Hafen als Containerumschlagplatz zum Thema. Deren Farbgestaltung sollte an die Farben der Hamburger Speicherstadt erinnern und die Beleuchtung sollte an die Tageszeit und die Jahreszeit angepasst werden.

Die Eröffnung der Strecke sollte im Dezember 2011 erfolgen. Man rechnete mit täglich 35000 Fahrgästen.

Leider müsste bei dieser Gelegenheit auch der erst im Mai 2006 nach umfangreichen Bauarbeiten neu eröffnete Jungfernstieg in seinem östlichen Bereich wieder zur Baustelle werden. Man würde für Bauzeit einen  i schwimmenden Anleger für die Alsterschiffe einrichten. Als Trost soll für die Bürger ein Informationspavillon aufgestellt werden. Nachtrag: Der Informationspavillon wurde am 30.Mai 2008 eröffnet.

Die HHA hat eine Website eingerichtet, die über die U4 und deren Bau informiert: u4.hochbahn.de.

Nachtrag 18.Juli 2008: Offensichtlich wurde der Stationsname Lohsepark zwischendurch in „Hafencity Universität“ abgeändert.

HVV Zum 10.Juni wurden die Preise für HVV-Fahrkarten mal wieder reformiert. Die Tendenz war leicht aufwärts gerichtet. Einige Relationen (wie etwa die Strecke Ohlsdorf - Poppenbüttel) wurden jedoch auch billiger.

S Am 10.12.2007 wurde die Verlängerung der S-Bahn-Linie S3 von Neugraben nach Stade in Betrieb genommen. Die S-Bahn fährt auf diesem Teilstück mit normalen Bahnwechselstrom aus der Oberleitung. Dazu wurden Fahrzeuge beschafft, die sowohl mit Bahnwechselstrom als auch mit dem auf den sonstigen Hamburger S-Bahn-Strecken verwendeten Gleichstrom aus der Stromschiene fahren können.


2008 U Am 5.1.2008 stand in den Hamburger Tageszeitungen, dass die HHA die sich im Bau befindliche Linie U4 zur Hafencity in Richtung Wilhelmsburg / Harburg verlängern möchte. Eine Verlängerung könnte durch das Reiherstiegviertel, Wilhelmsburg, Kirchdorf-Süd bis Harburg führen. Man zöge eine oberirdische Stadtbahntrasse in Betracht. Zitat des HHA-Chefs Günter Elste: „Die Ergänzung der U-Bahn durch ein angedocktes Stadtbahn-Netz ist ein Thema für uns.“

Außerdem erwähnte Herr Elste die Möglichkeit, zum Volksparkstadion (2008 heißt es „HSH Nordbank Arena“) eine Stadtbahn zu bauen, die weiter zum Osdorfer Born verlängert würde. Ein U- oder Stadtbahnanschluss des Stadtteils Steilshoop wurde in den verschiedenen Zeitungsartikeln offensichtlich nicht erwähnt.

U U4: Am 8.4. traf die Tunnelbohrmaschine per Schiff in Hamburg ein. Sie ist 650 t schwer, 7 m breit und 74 m lang. Sie wurde in Baugruppen transportiert. Ihr Preis beträgt 8 Mio €. Hersteller ist die Firma Herrenknecht AG in Schwanau-Allmannsweier zwischen Freiburg und Straßburg.

U U4: Am 8.5. eröffnete die HHA am Jungfernstieg einen Pavillon. In ihm können sich die Besucher multimedial über die sich im Bau befindliche U-Bahnlinie U4 informieren. Im Oktober wurde der Pavillon in der Verschwendungsliste öffentlicher Gelder, dem Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler, aufgeführt. Demnach kostete der Bau des Pavillons ca. 500000 €. Der Betrieb des Pavillons verursache jährliche Kosten von bis zu 170000 €. Der Pavillon solle bis 2011 bestehen. Nachtrag 2011: Sein letzter Öffnungstag war der 9.10.2011.

Der am 17.4.2008 verabschiedete Koalitionsvertrag der neuen Hamburgischen Regierung aus CDU und GAL sah den Bau einer eigenständigen „Stadtbahn“ mit Niederflurfahrzeugen vor. Gedacht war an ein mindestens 40 km großes Streckennetz mit einem Betriebshof im Gleisdreieck Ohlsdorf/Rübenkamp/Sengelmannstraße. Als erste Teilstrecke solle es von Steilshoop über die City Nord zur U-Bahn-Haltestelle Borgweg gehen. Über die Fortsetzung der Strecke solle später entschieden werden. Die Einführung solle bereits in der laufenden Legislaturperiode erfolgen. Hinweis in eigener Sache: Das Wort „Stadtbahn“ ist ein Sammelbegriff. In Hamburg wurde er zudem 1906 für die damalige „Stadt- und Vorortbahn“ belegt. Ich verwende weiterhin das Wort „Straßenbahn“. Dies ist genauer, da die geplante Bahn weitgehend dem Straßenverlauf folgen wird. Außerdem entspricht diese Anwendung des Wortes „Straßenbahn“ dem Personenbeförderungsgesetz §4. Unter „Stadtbahn“ verstehe ich in Hamburg die Gesamtheit der Bahnen für den innerstädtischen Personenverkehr - also S-Bahn, U-Bahn und die geplante Straßenbahn.

Im genannten Koalitionsvertrag steht unter der Überschrift „Stadtbahn“:

Hamburg führt in der laufenden Legislaturperiode eine moderne Niederflur-Stadtbahn ein. Ziel ist die Schaffung eines eigenständigen Netzes in betriebswirtschaftlich sinnvoller Größe (von mindestens 40 km), das die bestehenden Netze ergänzt. Ausgehend vom Betriebshof im so genannten Gleisdreieck wird der erste Streckenabschnitt von Steilshoop bis Borgweg gebaut. Die Koalitionspartner sind einig, dass danach sofort weiter gebaut wird. Allerdings wird ergebnisoffen geprüft, ob zunächst die Strecke - wie von der CDU gewünscht - nach Westen oder erst die von der GAL favorisierte Verbindung über Barmbek in die Innenstadt weitergebaut wird. Ein wichtiger Faktor für die Entscheidung sind die Zuschüsse, die vom Bund im Rahmen des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes zu erwarten sind.

Ende Mai 2008:
HVV Verteilung der HVV-Einnahmen des Jahres 2007 an die beteiligten Unternehmen.
 i Aufteilung der Einnahmen und Verkehrsunternehmen im HVV

U Brückenschlag 2008: Unter diesem Arbeitsnamen erneuerte die HHA einige Brücken zwischen Lattenkamp und Klein Borstel:

  • Hindenburgstraße: Abbau der alten Brücke am 12. und 13.7., Einbau der neuen Brücke am 26. und 27. 7.
  • Sengelmannstraße: Abbau der alten Brücke am 19. und 20.7., Einbau der neuen Brücke am 2. und 3.8.
  • Wellingsbütteler Landstraße: Abbau der alten Brücke am 9. und 10. 8., Einbau der neuen Brücke am 2. und 3.9.
 i Hier sind einige Fotos von den Bauarbeiten am 2.8.2008 an der Sengelmannstraße.

 i „Alsterwasser“ heißt die diesjährige Neuerwerbung der weißen Alsterflotte. Leider wurde das neue Schiff mit seinem Brennstoffzellenhybridantrieb erst am 29.8. in Dienst gestellt. Da war die Saison fast schon vorbei!

Am 18.9.2008 verkündete die Stadtentwicklungssenatorin (Anja Hajduk) zur geplanten Straßenbahn:

  • Vorgesehener Baubeginn sei 2012.
  • Der Start der Planungsphase stünde unmittelbar bevor. Die rund 10,8 Millionen € teure Planungen sollen Mitte 2010 beendet sein.
  • Nach den Planungen könne man das Planfeststellungsverfahren einleiten.
  • Falls alles gut geht, könne die erste Bahn 2014 fahren.
  • Der Linienverlauf stehe noch nicht fest. Alternative Führungen für den ersten Streckenabschnitt seien von Steilshoop
    • zur U-Bahnhaltestelle Lattenkamp,
    • zum U/S-Bahnhof Barmbek,
    • oder zur U-Bahnhaltestelle Borgweg.
  • Die Strecken könnten zum Hauptbahnhof oder nach Altona verlängert werden.
  • Die zweigleisige Straßenbahnstrecke würde parallel zu vorhandenen Straßen, teilweise aber auch auf der bestehenden Fahrbahnen verlaufen.
  • Die Finanzierung sei noch nicht geklärt.
  • Planung, Bau und Betrieb der Stadtbahn solle die stadteigene HHA übernehmen.

S 11.Dezember 2008: Feierliche Eröffnung der S-Bahn-Strecke von Ohlsdorf zum Flughafen. Der Betriebsbeginn erfolgte am Folgetag. Man erwartete, dass auf der neuen S-Bahn-Strecke täglich 13500 Fahrgäste befördert würden. Die jetzige Buslinie 110 zwischen Ohlsdorf und Flughafen wurde zum 14.12.2008 eingestellt. Die aus der City kommenden Züge zum Flughafen werden nun in Ohlsdorf geflügelt. Eine Zughälfte fährt weiter zum Flughafen, die andere fährt nach Poppenbüttel.


2009 HVV Zum 1.Januar wurden die Preise für HVV-Fahrkarten angepasst. Die Tendenz war deutlich aufwärts gerichtet.

Am 8.1.2009 verkündete ein Sprecher der Stadtentwicklungsbehörde, dass die neue Straßenbahnstrecke (vermutlich sagte er Stadtbahn) Bramfeld mit Altona verbinden solle. Zunächst würde die Strecke von Bramfeld bis zur U-Bahnstation Lattenkamp oder Kellinghusenstraße gebaut werden. Vorher müssten auch noch bestehende Unklarheiten über den Streckenverlauf geklärt werden. Am 1.7.2009 wurde bekanntgegeben, dass die Strecke zur U-Bahnstation Kellinghusenstraße führen würde.

U 12.Januar 2009 bis 28.Juni 2009: Solange war die U-Bahn zwischen Gänsemarkt und Berliner Tor außer Betrieb. In dieser Zeit wurden durchgeführt:

  • Umbauten für die Ausfädelung der U4 an der Station Jungfernstieg einschließlich des Tunneldurchstichs für den ersten von zwei Richtungstunneln.
  • Fertigstellung des Linientausches an der Station Berliner Tor für den Linientausch (vergleiche dazu bei 2006).
  • Modernisierung und barrierefreier Umbau der Tunnelstation Jungfernstieg auf der Ebene der U2 (unterste Ebene).
  • Inbetriebnahme des elektrischen Stellwerkes City Ost.
Für diese Zeitdauer hatte sich die HHA einen besonderen Zugumlauf ausgedacht. Weiterhin wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen angeboten. Ab dem 29.6.2009 solle als U3 die historische Ringlinie mit einer Stichstrecke zwischen Barmbek und Wandsbek Gartenstadt wieder auferstehen. Die U2 würde dann Niendorf Nord mit Mümmelmannsberg verbinden.

Auf der Pressekonferenz anlässlich der Festlegung des ersten Bauabschnitts wurde am 1.7.2009 folgender Zeitplan bei „weiterhin günstigem Verlauf“ für den ersten Streckenabschnitt Bramfelder Chaussee (Höhe Bramfelder Dorfplatz) über Steilshoop, City Nord, Winterhuder Marktplatz bis U-Bahn Kellinghusenstraße bekanntgegeben:

  • Grundlagenermittlung und Trassenfestlegung (abgeschlossen)
  • Abschluss Vorentwurf Sommer 2009
  • Abstimmung mit den Trägern öffentlicher Belange Herbst 2009
  • Kommunikation mit den Anliegern ab Herbst 2009
  • Abschluss Entwurfs- und Genehmigungsplanung, Beginn Planfeststellungsverfahren Sommer 2010
  • Abschluss Planfeststellungsverfahren (bei idealem Verlauf) Herbst 2011
  • Vergabe der Bauleistungen und Baubeginn Frühjahr 2012
  • Inbetriebnahme 2014

Am 14.10. wurde der bisherige Vorentwurf für den ersten Bauabschnitt der ersten Straßenbahnlinie präsentiert. Hier die wesentlichen Erkenntnisse:

  • Bramfeld - U-Bahn-Haltestelle Kellinghusenstraße
  • ca. 20 min Fahrzeit für die gesamte Strecke
  • ca. 7,7 km Strecke. Die Straßenbahn soll „vorteilhaft in das Stadtbild integriert“ werden: Dazu gehören eine Vorrangschaltung an Ampeln, gesonderte Bahnkörper mit Rasengleisen und in die Straßenraumbeleuchtung integrierte Masten für die Fahrleitung.
  • 12 Haltestellen, alle sollen barrierefrei gestaltet sein. In den am 1.11.2010 veröffentlichten Planfestellungsunterlagen ist zusätzlich die Haltestelle Erich-Ziegel-Ring hinzugekommen.
    • Bramfelder Dorfplatz
    • Borchertring
    • Erich-Ziegel-Ring
    • Cesar-Klein-Ring am Einkaufszentrum Steilshoop
    • Fritz-Flinte-Ring
    • Eichenlohweg
    • Fuhlsbüttler Straße
    • S-Bahn-Haltestelle Rübenkamp
    • Überseering (Ost)
    • Jahnring
    • die Ohlsdorfer Straße
    • Winterhuder Marktplatz
    • U-Bahn-Haltestelle Kellinghusenstraße.
  • benötigt würden für den 5-Minuten-Takt einschließlich Reserve 14 Fahrzeuge.

Herr Ulrich Sieg, der Schienenvorstand der HHA, sagte zu den vorgesehen Fahrzeugen: „Die neuen Züge werden 37 Meter lang und mit Drehgestellen ausgestattet, welche eine hohe Laufruhe versprechen und wenig Lärm erzeugen. Insgesamt 210 Fahrgäste finden in den Zügen Platz, die mit 2,65 Metern die
maximal zulässige Breite für Stadtbahnen erhalten. Der Zugang zu den Fahrzeugen soll barrierefrei gestaltet werden. Dazu müssen die Haltestellen auf 25 Zentimeter über dem Straßenboden angehoben werden. Am Anfang und am Ende gibt es jeweils eine Rampe.“

Herr Günter Elste, Vorstandsvorsitzender der HHA sagte: „Mit der Stadtbahn werden wir das Leistungsangebot auf wichtigen Strecken deutlich ausbauen. Diese Weichenstellung ist sowohl verkehrlich als auch aus Gründen des Klima- und Ressourcenschutzes notwendig. Nicht zuletzt die intelligente Verkehrsführung mit Vorrangschaltungen an den Kreuzungen wird die Hamburgerinnen und Hamburger überzeugen, denn wir halten mit der Stadtbahn nur an den Haltestellen und nicht an den Ampeln.“

U U4: Die Tunnelbohrmaschine der U4 erreichte laut Pressemitteilung der HHA vom 16.10.2009 den Zielschacht am Jungfernstieg. Nun würde sie zurückgezogen und ab Anfang 2010 könne sie die zweite Röhre bohren. Leider hatte das Bohren des Tunnels 4 Monate länger gedauert als geplant. Da zwei Tunnel zu bohren sind, würde sich die voraussichtliche Inbetriebnahme der U4 um rund 8 Monate auf September 2012 verzögern. Die aktuelle Kostenschätzung hatte sich auf 324 Mio € erhöht.

Erste Probefahrzeuge des neuen U-Bahnfahrzeuges DT5 sollten im Laufe des Jahres 2009 geliefert werden. Statt der Probefahrzeuge kam im Oktober 2009 die Information, dass die ersten Probefahrzeuge erst gegen Mitte 2011 ausgeliefert würden.


2010 HVV Zum 1.Januar wurden die Preise für HVV-Fahrkarten angepasst. Die Tendenz ist deutlich aufwärts gerichtet. Außerdem führte die HHA Mitte Januar eine Funktionsverbesserung an ihren Fahrkartenautomaten durch und handelte sich dadurch  i Kritik in der Boulevardpresse ein.

 Am 28.4.2010 wurde die  i „Alsterwasser“ während einer Inspektion in der Oortkatener Werft beschädigt. Neu eingebaute Batterien explodierten bei der Probefahrt, die Feuerwehr musste in Anspruch genommen werden. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Presseberichterstattung dazu enthielt über den Sachschaden widersprüchliche Angaben.

U Im Sommerhalbjahr führte die HHA diverse Arbeiten an ihrem Hafenviadukt aus. Es handelte sich um

  • die Erneuerung des Viaduktes entlang der Binnenhafenbrücke,
  • die Renovierung der Haltestelle Baumwall und Erweiterung um einen Ausgang in Richtung Hafencity,
  • den Austausch der Schwellen zwischen Rödingsmarkt und Rathaus und
  • den Einbau neuer Stellwerktechnik.
Vom 10.5. bis 3.10. wurde deshalb der U-Bahn-Betrieb der U3 zwischen Baumwall und Rathaus eingestellt.

 i Zwei Fotos vom 15.5.2010 während des Umbaus

Am 29.6.2010 wurde die erste Kostenschätzung für den 7,7 km langen Streckenabschnitt Bramfeld - Kellinghusenstraße einschließlich Betriebshof und Fahrzeuge bekanntgegeben.

Wofür Betrag Mio. € Bemerkungen
Planung 18
Baukosten (netto) 152 19,7 Mio. € pro km
Ausführungsplanung 22
Übergeordnete Leistungen 17
Unvorhergesehenes 15 10% der Baukosten
Grunderwerb 5
Betriebshof einschließlich Zufahrt 61 Kostenträger: HHA
14 Fahrzeuge 48 Kostenträger: HHA
Summe 338 Davon trägt die Stadt Hamburg brutto 229 Mio. €, die HHA trägt 109 Mio. €.
Dank mehrerer Fördertöpfe der Bundesregierung würden der 229 Mio. € starke Kostenanteil der Stadt den Hamburger Haushalt mit lediglich 57 Mio. € belasten.

In den Unterlagen zu einer Pressekonferenz der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt vom 22.11.2010 wird als frühester Baubeginn das erste Halbjahr 2012 genannt. Vorher war vom Frühjahr 2012 die Rede.

Am 28.11.2010 kündigte die GAL die Koalition mit der CDU. Am Tag darauf entließ Hamburgs Erster Bürgermeister Christoph Ahlhaus (CDU) Senatoren der GAL. Am 30.11.2010 verkündete er: „Heute hat der Senat unter meiner Leitung ... beschlossen, die weiteren Planungen zur Realisierung der Niederflurbahn zu stoppen.“

  Mitte Juli begann der Verein Alsterdampfschiffahrt e.V. mit der Bergung des historischen Alsterdampfers  i „Nixe“. Das Schiff wurde zur Werft in Dresden transportiert. Die Wiederaufbau würde mindestens 3 Jahre dauern.

U U4: 1.12.2010: Die Tunnelbohrmaschine der U4 erreichte laut dem Regionalrundfunksender „NDR 90,3“ den Jungfernstieg. Somit sind nun beide Tunnelröhren gebohrt.


2011 HVV Zum 1.Januar wurden die Preise für HVV-Fahrkarten angepasst. Die Tendenz war diesmal noch deutlicher als in den Vorjahren nach oben gerichtet: Der Hamburgische Senat hatte entschieden, für 2011 die Tarife um insgesamt gemittelt 3,2% anzuheben. In den Vorjahren waren es „nur“ 2,2%.

Am 20.2.2011 wurde in Hamburg erneut die Bürgerschaft gewählt. Bei dieser Wahl erlangte die SPD die absolute Mehrheit. Sie hat sich eindeutig gegen die Einführung der Straßenbahn ausgesprochen. Das laufende Planfeststellungsverfahren wurde um den 5.5.2011 herum abgebrochen, die Rücknahme des Planfeststellungsverfahrens wurde im Amtlichen Anzeiger (Teil II des Hamburgischen Gesetz- und Verordnungsblattes) vom 31.5.2011 bekanntgegeben. Der Text lautet:

Stadtbahn Hamburg, 1. Bauabschnitt, U-Bahn Kellinghusenstraße bis Bramfeld Dorfplatz

Im Planfeststellungsverfahren Stadtbahn Hamburg hat die Vorhabensträgerin, die Hamburger Hochbahn AG, den Antrag auf Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens nach § 28 des Personenbeförderungsgesetzes in Verbindung mit § 73 des Hamburgischen Verwaltungsverfahrensgesetzes zurückgenommen. Die seit 1. Mai 2011 das Verfahren führende Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation hat daraufhin das Planfeststellungsverfahren mit sofortiger Wirkung eingestellt. Das Verfahren ist damit beendet und die eingegangenen Stellungnahmen und Einwendungen haben sich erledigt.
Hamburg, den 23. Mai 2011
Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation – Rechtsabteilung, Planfeststellungsbehörde –
Amtl. Anz. S. 1309

U Im Sommerhalbjahr, geplant vom 9.5.2011 bis 28.8.2011, wollte die HHA das Projekt „Ostring“ durchführen. Die ehemalige Ringstrecke zwischen Mundsburg und Berliner Tor sollte saniert werden. Der 9.5.2011 wurde eingehalten, der 28.8.2011 konnte nicht eingehalten werden: Die Teilstrecke soll bis zum 3.10.2011 einschließlich gesperrt bleiben. Die Haltestelle Uhlandstraße konnte sogar erst zu Ende Oktober 2011 wieder in Betrieb genommen werden.

Am 1.12.2011 traf in Hamburg der erste  i DT5 ein. Somit kann in Hamburg das Fahrzeug für den Einsatz im Hamburger U-Bahn-Netz vorbereitet werden. Die vorausgegangenen Erprobungen der ersten DT5-Fahrzeuge umfassten umfangreiche Fahrzeugteste in Brandenburg und Teste in einer Wiener Klimakammer. Ab Januar 2012 soll der nach Hamburg gelieferte DT5 auf der Hochbahn-Teststrecke bei Farmsen und auch im Netz erprobt werden.


2012 HVV Zum 1.Januar wurden die Preise für HVV-Fahrkarten um durchschnittlich 2,8% erhöht. Als Begründung wird behauptet, die Tarifanhebung sei notwendig, um das Leistungsniveau des HVV aufrechtzuerhalten. Mit den höheren Fahrpreisen würden die Kostensteigerungen bei den Verkehrsunternehmen aufgefangen und laufende Leistungsverbesserungen finanziert.

Für die Alstertouristik begann das neue Jahr schlecht. Seit 1984 galt bei der Personenschifffahrt für Flussreisen und Ausflugsfahrten in Deutschland ein Mehrwertsteuersatz von 7%. Ab dem 1.1.2012 erhöht sich hier der Mehrwertsteuersatz auf 19%. Der höhere Mehrwertsteuersatz verteuert die Fahrscheine für die Endverbraucher. Von dieser Mehrwertsteuererhöhung ist einzig Helgoland ausgenommen - da fahren die Alsterschiffe aber nicht hin. Eine Tageskarte für die Alster-Kreuz-Fahrt verteuert sich von 9,50 € auf 12,00 €.

U Im Sommerhalbjahr führte die HHA ihr Sanierungsvorhaben „Winterhuder Brücken“ durch. Es beinhaltete

  • die Erneuerung der U-Bahn-Brücken Saarlandstraße und Sierichstraße,
  • die Instandsetzung der U-Bahn-Brücke Dorotheenstraße,
  • die Sanierung der Haltestellen Saarlandstraße und Sierichstraße,
  • den Austausch von Schwellen und Schienen im Gleisbett und
  • eine Modernisierung der Signaltechnik.
Dazu wurde der U-Bahn-Streckenabschnitt zwischen Barmbek und Kellinghusenstraße vom 7.6.2012 bis 28.8.2012 für den Fahrgastverkehr gesperrt.

U U4: Am 13.7.2012 wurde bekanntgegeben, dass die U4 nun erst am 9.12.2012 in Betrieb gehen wird. Ab dann sollen die Fahrgäste die Haltestelle Überseequartier benutzen können. Die Züge fahren dann ohne Fahrgäste weiter zur Haltestelle „HafenCity Universität“, um dort die Fahrtrichtung zu ändern. Für die Fahrgäste soll die Haltestelle „HafenCity Universität“ erst im Sommer 2013 eröffnet werden, denn vorher ist die neue Universität noch nicht in Betrieb.

Zur allgemeinen Verblüffung verkündete die HHA am 19.11.2012, dass bereits vom 29.11.2012 bis 8.12.2012 ein Fahrgastbetrieb durchgeführt würde. Es sei der Streckenteil Jungfernstieg - Überseequartier - HafenCity Universität bei diesem „Schnupperbetrieb“ kostenfrei benutzbar. Die Haltestelle HafenCity Universität würde im Rahmen dieses Schnupperbetriebs mit Fahrgästen angefahren. Ab dem 9.12.2012 bis zu ihrer Eröffnung würde die Haltestelle HafenCity Universität zwischen 10 und 18 Uhr nur am Wochenende und an Feiertagen mit Fahrgästen angefahren werden.

U Am 7.11.2012 ging der erste DT5 in den Fahrgastbetrieb. Die neuen DT5-Züge sollen zunächst auf der U3 (Ringlinie) eingesetzt werden.


2013 HVV Die jährliche Fahrpreiserhöhung der HVV-Fahrausweise zum 1.Januar beläuft sich auf durchschnittlich 3,5% und ist somit wirklich gepfeffert. Diesmal hat sich der HVV eine recht magere Begründung ausgedacht: Mit der Tarifanhebung reagiert der HVV auf die Kostenentwicklung bei den Verkehrsunternehmen.

U Am 22.1.2013 verkündete die HHA in einer Pressemitteilung: Man habe vor, im Jahr 2013 die Haltestellen Osterstraße, Emilienstraße, Christuskirche und Kiwittsmoor barrierefrei auszubauen. Außerdem soll mit den Bauarbeiten für den barrierefreien Ausbau der Haltestellen Eppendorfer Baum, Hammer Kirche und Wandsbek-Gartenstadt mit dem Ziel einer Fertigstellung in 2014 begonnen werden. 2015 sollen weitere fünf Haltestellen barrierefrei zugänglich sind.

U U4: 24.4.2013: Den Architektenwettbewerb zur geplanten U4-Haltestelle „Elbbrücken“ hat das Hamburger Büro gmp (Gerkan & Marg) gewonnen. Es handelt sich im Prinzip um eine Glasröhre im Halbkreisquerschnitt über den beiden Seitenbahnsteigen. Die Glaskonstruktion wird von einem außenliegenden Stahlgerüst getragen. Das Architektenbüro ist für solche Entwürfe bekannt - siehe die neuen Flughafenterminals in Fuhlsbüttel und den Berliner Hauptbahnhof.

Am 21.6.2013 erfolgte mit dem symbolischen Spatenstich der offizielle Baubeginn für die U4-Verlängerung zu den Elbbrücken.

Gemäß Planung sollen die Bauarbeiten Jahr 2018 abgeschlossen sein. Die Verlängerung soll die neu entstehenden Quartiere der östlichen HafenCity an das Hamburger U-Bahn-Netz anbinden und einen Übergang zur S-Bahn bieten.

Drei Bauabschnitte sind zu unterscheiden:

  • Bei der Haltestelle HafenCity Universität entsteht eine Kehr- und Abstellanlage für die U-Bahn-Züge. Baubeginn war am 21.6.2013.
  • Die neue 1,3 km lange U-Bahn-Strecke bis zu den Elbbrücken wird ab der Haltestelle HafenCity Universität eine knappen Kilometer lang im Tunnel verlaufen. geführt. Danach verläuft sie in einem Trogbauwerk oberirdisch in die Haltestelle Elbbrücken. Der Baubeginn ist im Herbst 2013 vorgesehen.
  • Die Ausschreibung für den Bau der Haltestelle Elbbrücken und die Vergabe der Bauleistungen ist für 2014 geplant.
In ihrer Pressemitteilung zum Spatenstich schrieb die HHHA, dass sie mit knapp 180 Millionen Euro für das Gesamtprojekt inklusive Kehr- und Abstellanlage sowie Haltestelle rechnet.

S 24.Juni 2013, Vertragsbestätigung: Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg beauftragte die S-Bahn Hamburg GmbH, ab dem 9. Dezember 2018 für weitere fünfzehn Jahre die S-Bahn-Verkehrsleistung zu erbringen. Gemäß der Kundenzeitschrift „S-Bahn Hamburg aktuell“ vom 30.August 2013 hat die „S-Bahn-Hamburg GmbH“ 60 neue Zuggarnituren bei Bombardier Transportation bestellt: Wagenübergänge, Klimaanlage, erster Probebetrieb 2016, ab Ende 2018 Einsatz aller Neufahrzeuge, Investitionssumme rund 330 Millionen €. Für den Fall, dass mehr Fahrzeuge erforderlich werden, besteht eine Option auf bis zu 86 weitere Neubauzüge. Letztlich sollen alle vorhandenen Garnituren der Baureihe 474 modernisiert werden und ebenfalls Wagenübergänge erhalten.

U U4: Die Haltestelle HafenCity Universität ging am 10.8.2013 in den normalen Fahrgastbetrieb.

U U4: Etwa früher als noch am 21.6.2013 genannt, wurde bereits am 10.12.2013 der Vertrag zur Vergabe der Bauleistungen zwischen der HHA und der Firmengruppe Max Bögl Bauunternehmung GmbH & Co. KG unterzeichnet.


2014 HVV Bei den Fahrpreisen des HVVs zum 1.1.2014 betrug die Tarifsteigerung satte 3,2%. Zu Vergleich: Der Anstieg der Verbraucherpreise betrug 1,3%.

Begründet wurde die Preiserhöhung in einer Pressemitteilung des HVVs vom 27.08.2013 damit, dass sich der „HVV-Tarifindex“ als Berechungsgrundlage für die Tarifentwicklung für 2013 um 2,3% verändert habe. In die Ermittlung des „HVV-Tarifindexes“ flößen sowohl die Diesel-, Strom- und Personalkosten bei den Verkehrsunternehmen als auch die allgemeinen Lebenshaltungskosten ein.

Da der Kostendeckungsgrad im HVV 71% betrüge, würden 29% durch die öffentliche Hand zugeschossen werden. Da der Zuschussbetrag 2014 wohl nicht erhöht werden soll, ergibt sich daraus die erforderliche Fahrpreisänderung von 2,3%/0,71. Eigentlich hätten somit die Fahrpreisanpassung 3,24% betragen müssen. Es ist dem HVV hoch anzurechnen, dass man mit „nur“ 3,2% zufrieden ist!

U 17.2.2014: Abfertigung ohne Ansage „Zurückbleiben bitte“ wird eingeführt.

Am 22.1.2012 kündigte die HHA in einer Pressemitteilung an, dass durch ein geändertes Abfertigungsverfahren der Stromverbrauch bei der U-Bahn um fünf bis sieben Millionen Kilowattstunden pro Jahr reduziert werden soll. Dafür werde sie 1,4 Millionen € investieren.

Dazu wird die Standzeit des Zuges an den Haltestellen um jeweils 3,5 Sekunden verkürzt, indem die Ansage „Zurückbleiben bitte“ vor dem Türschließen entfällt. Mit dem Türschließen ist dann ein akkustisches und optisches Warnsignal verbunden: Nach dem Fahrgastwechsel betätigt der Fahrer den entsprechende Knopf. Das akkustisches und optisches Warnsignal wird aktiviert. Drei Sekunden später schließen sich die Türen.

Der Zeitgewinn wird genutzt, um den Zug etwas langsamer fahren zu lassen. Anders ausgedrückt sollen Beschleunigung, Abbremsen und Höchstgeschwindigkeit optimal kombiniert werden(„flexible Abschaltgeschwindigkeit“).


Letztes Update: 11.2.2014