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Der Sprinkenhof


Framedarstellung
Sprinkenhof in Hamburg, Fassade
Sprinkenhof in Hamburg, Fassade
Der Sprinkenhof befindet sich am Burchardplatz und liegt dem Chilehaus gegenüber. Durch den Gebäudekomplex des Sprinkenhofs hindurch verläuft die Straße „Springeltwiete“. Ab bereits 1392 trug die Straße den Namen Sprinken- oder Springentwiete. Die Straßenbenennung geht auf den Grundeigentümer Johannes Sprink (Spring) zurück. Er hatte 1384 dieses Grundstück vom Domkapital gekauft.

Der Sprinkenhof ist größer als das Chilehaus. Er ist jedoch weniger spektakulär geschmückt.

Der Mittelblock des Sprinkenhofes, wurde nach den Entwürfen der Architekten Fritz Höger, Hans Gerson und Oskar Gerson erbaut. Der ursprünglich freistehende Mittelblock (Bauzeit 1927-1928), um den es hier geht, bildet einen Kubus mit fast glatten Wänden. Über die Wände erstreckt sich ein netzartiges Backsteinmuster mit regelmäßig angeordneten Terrakottaschmuckelementen von Richard Kuöhl.

Das netzartige Backsteinmuster war von den Brüdern Gerson in einem Entwurf für eine Heldengedächtniskapelle auf dem Ohlsdorfer Friedhof entwickelt worden. Die Muster in den Terrakottaschmuckelementen beziehen sich auf Handwerk, Handel, Industrie und Seefahrt - also auf Wirtschaft.

Der zuletzt errichtete Ostflügel des Gebäudes (1939-1943) wurde von Fritz Höger allein entworfen.

Über die Architekten des Westflügels (1930-1932) habe ich widersprüchliche Angaben gefunden. Entweder wurde er demnach von Fritz Höger allein entworfen, oder die Architekten Hans Gerson und Oskar Gerson waren beteiligt.

Auch die Eingangsportale des Sprinkenhofes sind sehenswert.

Sprinkenhof in Hamburg, Innenhof links: Im Innenhof.
Sprinkenhof in Hamburg, Fenster
oben: Eines der Fenster.
unten: Zusammenstellung einiger Dekorationselemente.
Sprinkenhof in Hamburg, Dekorationselemente aus Keramik, Zusammenstellung
Sprinkenhof in Hamburg, Innenhof
Im Innenhof: Die Fassade des Mittelteils ist mit rechteckigen vergoldeten Terrakottaelementen geschmückt. Die Fenster haben Butzenscheiben.
Sprinkenhof in Hamburg, vergoldeter Hammer Ein vergoldeter Hammer ragt aus der Fassade in Richtung Chilehaus. Links oberhalb ist ein Teil des vergoldeten Buchstabens „F“ des Hausnamens „Sprinkenhof“ zu sehen.

Bei den beiden ersten Fotos auf dieser Seite ist der vergoldete Hammer rechts im Bild neben dem Schriftzug zu erahnen.

Sprinkenhof in Hamburg, Eingang Der Kopf von Hermes bildet den unteren Abschluss einer Leuchte. Dies Motiv befindet sich mehrmals am Gebäude.
Seite zuletzt geändert am 19.2.2010