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New York an einem langen Wochenende im Mai 2000

Abreise: Freitag, 12.Mai 2000 vormittags ab Hamburg über Paris
Rückkehr: Dienstag, 16.Mai 2000 gegen Mittag in Hamburg über Paris

Das ergibt einen vollen Samstag, einen vollen Sonntag und fast einen ganzen Montag in New York! Als Hotel hatte ich mir ein für New Yorker Verhältnisse billiges Hotel am Broadway über einen Reiseveranstalter gebucht, so dass die komplette Reise einschließlich des Fluges etwa 1200 DM gekostet hatte.

Bei einem so kurzen Trip kann man natürlich nicht alles sehen. Aber es reicht für einen ersten Eindruck und um sich das Leben in New York vorstellen zu können. Kurz gesagt: Es ist fast wie das Leben in Hamburg oder in jeder anderen mitteleuropäischen Großstadt. Das Hauptnahverkehrsmittel ist die U-Bahn, die Leute fahren viel Fahrrad und gehen zu Fuß. Die sportlicheren Fußgänger haben einen Rucksack auf dem Rücken... Eine Besonderheit ist mir in Manhattan aufgefallen: Ich habe keinen einzigen Supermarkt gesehen! Der Tante Emma-Laden ist „In“!

Ich habe New York hauptsächlich als Fußgänger erlebt. Dies ist die intensivste Möglichkeit, eine Stadt kennenzulernen!

Am Samstagmorgen bin ich gegen 3 Uhr(!) aus dem Hotel gegangen, denn bei einer so kurzen Reise lohnt es sich nicht, sich erst auf die Zeitverschiebung umzustellen. Am Hudson River, an der Westseite Manhattans, bin ich zur Südspitze gewandert und mit der kostenlosen Fähre nach Staten Island und wieder zurück gefahren. Man hat dabei bei gutem Wetter einen herrlichen Blick auf die Skyline und auf die Freiheitsstatue.

Nach der Überfahrt mit der Fähre hatte sich der Nebel etwas verzogen, so dass sich die Auffahrt auf die Aussichtsplattform des Welthandelszentrums (World Trade Center) lohnte. Das ist seit dem 11.September 2000 nicht mehr möglich. Von dort aus sahen die anderen Wolkenkratzer alle sehr klein aus!

Am Sonntagmorgen ging es per U-Bahn nach Brooklyn, denn mein Ziel war die Brooklyn Bridge. Mir fielen dabei die vielen Afroamerikaner in ihrer Sonntagskleidung auf, die offensichtlich in die Kirchen fuhren. Auf der Brooklyn-Seite der Brücke hat man einen fast schon berauschenden Blick auf die sonnenbeschienene Skyline direkt gegenüber auf der Westseite der Brücke. Der Fußweg über die Brücke war so schön, dass ich am Abend des gleichen Sonntags noch einmal hingefahren bin, um das gleiche Bild in der Dämmerung zu genießen.

Am Abreisetag, dem Montag, habe ich mir den gepackten Rucksack umgeschnallt und die Gegend um den Central Park und das Rockefeller Center erkundet. In der Nähe davon befindet sich die Grand Central Station. Von außen sieht man dem Bahnhof nicht an, dass es ein Bahnhof ist, denn der gesamte Bahnhof ist unterirdisch angelegt.

Beim Einchecken für den Rückflug hatte sich die hübsche Dame am Tresen gewundert, wieso ich kein Gepäck aufzugeben hätte. Nun ja, für ein Wochenende reicht ein gut gepackter Rucksack!

Vielleicht sollte ich eine Bemerkung zum Umsteigen in Paris machen: Der internationale Flughafen ist architektonisch betrachtet sehenswert. Die Geschwindigkeit der Abfertigung beim Umsteigen ist -sehr unterkühlt formuliert- schneckenhaft. Wenn man darauf angewiesen ist, sein Anschlussflugzeug zu erreichen, sollte man jede Umsteigezeit in Paris von unter 2 Stunden bei der Flugbuchung zurückweisen und eine Flugverbindung mit einer längeren Umsteigezeit verlangen. Ich bin bisher viermal in Paris umgestiegen. Zweimal habe ich erlebt, wie Fluggäste ausflippten, weil sie bis zu einer Stunde vor der Sicherheitskontrolle anstanden. Und so etwas nervt ganz gewaltig, insbesondere wenn man unmittelbar vorher 20 Minuten bei der Passkontrolle angestanden hatte...


Seite zuletzt geändert am 19.12.2010