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Friedhof Ohlsdorf,
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FAQ über Friedhofsengel |
Vom Eingang Kornweg zum Eingang Bramfeld |
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| Wir folgen dem „Stillen Weg“. Etwa 30 Meter vor der Straße „Westring“ steht dies etwa 1 Meter hohe geschmiedete Kreuz auf dem Grab von Günther Mohr (1924-98). Es ist eine Schmiedearbeit von Feinsten! Hier sind wir nur rund 30 m vom Grab des Bildhauers Richard Josef Luksch entfernt. Dessen bekanntestes Werk dürfte der geschnitzte alte schwarze Eichenstamm in der U-Bahn-Station i Jungfernstieg der Kellinghusen-Linie sein. Richard Josef Luksch ist im Familiengrab Falke mit der Grabnummer AC7, 109-113 beigesetzt. Man findet es, indem man ein wenig wieder zurück in Richtung Dichterhügel geht und dann rechts in etwa 20 m Entfernung vom Bach zwischen den Gräbern nach dem Kissenstein mit einer Bronzeschriftplatte für Gustav Falke sucht. Oberhalb dieses Kissensteines findet man in einer Reihe fünf ziemlich zugewucherte weitere Kissensteine (Stand 2005). Die beiden sich rechts befindlichen Kissensteine beziehen sich auf Richard Josef Luksch und seine zweite Frau, Ursula Falke-Luksch (*23.3.1896; †25.10.1981). Sie war Tänzerin und hätte altersmäßig seine Tochter sein können. | ||
Richard Josef Luksch (*23.1.1872 in Wien; †21.4.1936 in Hamburg) schuf die rosenstreuende Mädchenfigur auf dem Grab des Lyrikers Detlev von Liliencron auf dem
Friedhof Rahlstedt. Dies ist eines der reizvollsten Grabdenkmale in ganz Hamburg.
Seine erste Frau Elena Luksch - Makowsky war Bildhauerin und Malerin. Sie hat ihn um 30 Jahre überlebt. Elena wurde 1878 in St Petersburg geboren. Sie wuchs in einer sehr gut betuchten Künstlerfamilie in praktisch paneuropäischer Umgebung auf. 1898 nahm sie ein Auslandsstipendium in München wahr. Dort lernte sie Richard Josef Luksch kennen. 1900 war die Heirat. Beide zogen nach Wien um. 1907 erfolgte der Umzug nach Hamburg, denn Richard Josef Luksch trat sein oben erwähntes Lehramt an. Von ihr stammt die Statue "Ein Frauenschicksal" im Cafe Liebermann in der Hamburger Kunsthalle (1912). Elena Luksch - Makowsky starb 89-jährig am 15.9.1967. Auch sie wurde in Ohlsdorf begraben (Grabummer AH21, 107. Grabstein aus Granit, etwa 1 m hoch und 59 cm breit mit dem Relief einer Mutter mit drei Kindern, von ihr selbst gefertigt). Auf der gleichen Grabstelle befindet sich das Grab eines ihrer Söhne: Peter Luksch, Maler, *1901; †1988). Die Schreibweise ihres Geburtsnamens wird unterschiedlich angegeben. Ich fand ihn auch unter Makowska, Makowskaja und Majakowskaja. Makowsky wird wohl richtig sein. Gustav Falke (*11.1.1853 in Lübeck; †8.2.1916 in Hamburg) war Schriftsteller und Musiklehrer in Hamburg. Man findet Näheres über ihn in jedem besseren Lexikon. 1903 setzte ihm die Stadt Hamburg zu seinem fünfzigsten Geburtstag ein regelmäßiges, festes Gehalt aus. Dieser Ehrensold von 3000 Mark sicherte ihm fortan eine unabhängige schriftstellerische Existenz. Die satirische Zeitschrift „Kladderadatsch“ verkündete daraufhin, dass es zu einem „Run“ der „Dichter“ auf die Stadt gekommen sei. Jeder Zug hätte Hunderte von ihnen in die Stadt gebracht. Die Geschwister Gertrud Falke (*1891; †1984) und Ursula Falke (*1896; †1981) betrieben in Hamburg ab 1913 eine Schule für Modernen Tanz. Auch führten sie als Tanzpaar Bühnenauftritte und Gastspiele durch und beteiligten sich an den Künstlerfesten. Sie galten als die Stars der Hamburger Ausdruckstanz-Szene. Gertrud heiratete 1922 und zog aus Hamburg fort. Nun startete Ursula eine Solo-Karriere. Richard Luksch entwarf für sie Gesichtsmasken und Kostüme, die den Charakter ihrer Tänze verstärken sollten. | ||
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