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Fredriks Modelleisenbahn:
Einfache Elektronik

Die Unterthemen sind:
  1. Kehrschleife (bei meiner Anlage nicht verwendet)
  2. Zwangshalt vor dem Signal!
Kehrschleife mit Stoppweiche
Bild: Kehrschleife
Die Arnold-Weichen mit der sogenannten 'Stoppfunktion' erleichtern den Bau von Kehrschleifen. Die Stoppfunktion bewirkt, dass der nicht durchgehende Schienenstrang je nach Weichenstellung stromlos geschaltet wird oder nicht.

Die Stromzuführung (siehe Bild oben) erfolgt von links. Die Stoppweiche bewirkt hier eine strommäßige Abschaltung des inneren nicht anliegenden Schienenstrangs. Da aber in diesem Fall der innere Schienenstrang immer anliegt, erhält die innere Schiene der Schleife ihren Strom je nach Weichenstellung aus der oberen oder unteren Schiene der Gleiszuführung.

Die über Trennstellen in Gegenrichtung geschalteten Dioden stellen sicher, dass am hellbraun gekennzeichneten Teil der Außenschiene nur der Pluspol anliegen kann. Dieser Teil kann deshalb nur in einer Richtung durchfahren werden. Dabei ist die Fahrtrichtung von der Vor- und Rückwärtsstellung des Fahrreglers unabhängig.

Der hellbraun gekennzeichnete Teil ist jedoch nur mit einem Halt der Lokomotive durchfahrbar. Vor der Weiterfahrt wird die Weiche und die Fahrtrichtung am Fahrregler umgeschaltet.

Die Unterbrechungsstelle auf der Einfahrtseite sollte sich unmittelbar an der Weichen befinden. Dadurch wird sichergestellt, dass der vollständige Zug in den „braunen” Teil der Schleife eingefahren ist, wenn die Weiche umgestellt wird. Ein Kurzschluss wegen Überbrückung der Trennstelle durch die Räder eines der hinteren Wagen des Zuges wird so vermieden.

Die Unterbrechungsstelle auf der Ausfahrtseite sollte eine Gleislänge vor der Weiche liegen. Dadurch wird der Zug zwangsgebremst, wenn man vergessen hat, die Weiche auf Ausfahrt zu stellen.

Bild: Selbstgebautes Lichthauptsignal
Zwangshalt vor dem Signal!

Vor vielen Jahren bekam ich ein Lichthauptsignal von Fleischmann-Piccolo geschenkt. Es war sehr naturgetreu, aber leider überhaupt nicht haltbar. Bereits nach wenigen Wochen brach es ab. Ich kam dann auf die Idee, mir aus zwei farbigen Leuchtdioden, 2 mm dickem Kupferdraht, etwas Messingblech, Lötzinn, Litze, Kabelbinder, Zwei-Komponentenkleber, Lack und einem elektrischen Vorwiderstand einige Lichthauptsignale zu basteln. Von dieser Bauserie hatte ich noch zwei Signale nicht eingebaut. Eines wollte ich bei der Platte der Ausbaustufe 4 mit einbauen. Die grundsätzliche elektrische Beschaltung zeigt das folgende Bild.

Bild: Modelleisenbahn, Zwangshalt bei Hauptsignal mit Diode für Fahrt in Gegenrichtung

Möchte man bei einer einfachen Modelleisenbahn für Zweileiter-Gleichstrombetrieb vor einem roten Lichtsignal eine Zwangsbremsung realiseren, so wird man die oben gezeigte Schaltung aufbauen:

Die Schaltung besteht aus dem Lichtsignal, einem zweipoligen Umschalter und einer Diode. In Schalterstellung 'grün' leuchtet am Signal die grüne Laterne und das abgetrennte Gleissegment vor dem Signal bekommt den Fahrstrom über den Umschalter. In Signalstellung 'rot' leuchtet die rote Laterne, und der Fahrstrom zum abgetrennten Gleisabschnitt ist durch den Umschalter unterbrochen. Eine Lokomotive, die auf das Signal zufährt, bleibt auf dem abgetrennten Gleissegment sofort stehen. Sie kann jedoch zurückgefahren werden, da der Fahrstrom in der Rückwärtsrichtung durch die Diode (Type beispielsweise 1N4002) fließen kann.

Bild: Modelleisenbahn, Zwangsstop bei Hauptsignal mit Anfahr- und Bremsautomatik
Bei der Schaltung mit der Anfahr- und Bremsautomatik ist die Diode für die Rückwärtsfahrt in der Schaltung der Anfahr- und Bremsautomatik mit eingebaut. Der Fahrstrom zum abgetrennten Gleissegment fließt durch die Anfahr- und Bremsautomatik von 2 nach 3. Wenn der Schalter zwischen 1 und 3 geöffnet ist, wird die Lokomotive bei Erreichen des abgetrennten Gleissegments gebremst. Wird der Schalter geschlossen, wird die Lokomotive wieder angefahren. Gelangt die Lokomotive bei geschlossenem Schalter auf das abgetrennte Gleissegment, so passiert sie es mit annähernd gleichbleibender Geschwindigkeit.

Über ein Potentiometer kann die Heftigkeit des Bremsens und des Anfahrens mit etwas Probieren eingestellt werden, so dass man ein sanfteres Bremsen und Anfahren erreichen kann, als durch den einfachen Schalter alleine.

Bild: Anfahr- und BremsautomatikIch habe mir dazu bei Conrad den passenden Bausatz „Anfahr- und Bremsautomatik”, Bestellnummer 199354, gekauft. Das Studium der in Teilen fast unverständlichen Bedienungsanleitung hat etwa 15 Minuten gedauert, das Bestücken und Verlöten der Platine war in etwa 5 Minuten erledigt. Erfreulich: Es funktioniert sogar!

Letztes Upload: 25.07.2017 um 10:53:00