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Bahnbilder:
U55 - die kurze U-Bahnlinie in Berlin (2009 und 2012)

Bild: Berliner Hauptbahnhof
Berliner Hauptbahnhof - Blick von drinnen nach draußen.
Bild: Haltestelle der U-Bahn im Berliner Hauptbahnhof (11.3.2012)
Bild: Haltestelle der U-Bahn im Berliner Hauptbahnhof (12.9.2009)
U-Bahn Haltestelle unter dem Berliner Hauptbahnhof.

Die unterirdische U-Bahn-Haltestelle bildet einen deutlichen Gegensatz zur gläsernen Architektur des Berliner Hauptbahnhofs der Deutschen Bahn AG. Übrigens besitzt die U-Bahn-Haltestelle Hauptbahnhof mit 11 m Deckenhöhe die höchste Decke im unterirdischen Berliner U-Bahnnetz.

Die Linie U55 der Berliner U-Bahn wurde am 8.8.2009 eröffnet. Immerhin hatte man 14 Jahre benötigt und 355 Millionen € investiert.

Die Strecke ist 1,8 km lang. Ein wenig Mathematik reicht aus, um zu der Erkenntnis zu kommen, das jeder Zentimeter Streckenlänge knapp 2000 € gekostet hat. Und das, obwohl die Strecke nur eingleisig und nur von einem einzigen Zug im Pendelbetrieb genutzt wird. Diese Betriebsart ermöglicht eine sehr stark vereinfachte Signaltechnik - und das wurde ausgenutzt!

Bild: F79 der Linie U55 in Berlin (12.9.2009)Man hat noch mehr gespart. Der einzige Zug ist kein Neubauzug, sondern er besteht aus frisch renovierten älteren U-Bahn-Wagen der Baureihe F79.

Die kurze Strecke ist noch nicht mit dem übrigen Berliner U-Bahn-Gleisnetz verbunden. Die Wagen mussten deshalb mit Hilfe eines Kranes von oben auf die unterirdische Strecke hinabgelassen werden.

Bild: Potsdamer Gahnhof in Berlin, Wandschmuck im U-Bahnhof Berlin-Hauptbahnhof (12.9.2009)Die U-Bahn-Haltestelle Hauptbahnhof ist für Eisenbahnhistoriker am interessantesten. Große Wandfotos auf Emailleplatten stellen historische Berliner Bahnhöfe dar. Als Beispiel ist der Ausschnitt eines der Wandfotos links abgebildet. Es ist die Reproduktion eines Stahlstiches von C.Schulin. Dargestellt wird der Potsdamer Bahnhof in Berlin von 1843.
Bild: Haltestelle der U-Bahn im Berliner Hauptbahnhof (12.9.2009)
U-Bahn Haltestelle Brandenburger Tor.

Am anderen Ende der kurzen Strecke ist die Haltestelle „Brandenburger Tor”. Das Architekturbüro Hentschel/Oestreich hat eine niedrige Bahnsteighalle vorgesehen. Die Haltestelle ist als politischen Gedenkstätte zur deutschen Teilung ausgestaltet worden. Besonders schlimm ist der Treppenzugang zum Pariser Platz geraten - er ist mit entsprechenden Zitaten von Politikern verunziert worden.


Die U-Bahn-Haltestelle „Bundestag” macht einen sehr nüchternen Eindruck. Angeblich hat der Architekt Axel Schultes sich am Betonstil der oberirdischen Bauten der modernen Berliner Regierungsgebäude orientiert.

Die 1,8 km lange Strecke ist ein Teil der sich in Bau befindlichen Verlängerung der bestehenden Linie U5. Die Verlängerung umfasst folgende neue Haltestellen:

  • Berliner Rathaus
  • Museumsinsel mit Zugang zum Humboldt-Forum
  • Unter den Linden. Hier Übergang zur U6. Deren jetzige Haltestelle Französische Straße wird entsprechend angepasst.
  • Brandenburger Tor. Hier Übergang zur S-Bahn und Umbenennung des S-Bahnhofs
  • Bundestag
  • Hauptbahnhof
  • Fritz-Schloß-Park
  • Turmstraße. Hier Übergang zur U9
Als nächster Bauabschnitt mit geplanter 8-jähriger Bauzeit wurde im Februar 2012 der Abschnitt vom Brandenburger Tor zum Alexanderplatz angegangen. Die nur 2,2 Kilometer lange Tunnelstrecke soll 2019 in Betrieb gehen. Die Baukosten werden mit 433 Millionen € veranschlagt Somit hat man vor, für jeden Zentimetern neugebaute U-Bahn-Tunnelstrecke nochmals knapp 2000 € zu investieren. (Quelle: Thomas Fülling und Dirk Westphal: U-Bahn-Linie 5 - Neues Millionengrab der Hauptstadt, Zeitung „Die Welt”vom 28.2.2012).

Letztes Upload: 24.08.2017 um 13:29:41