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Wallonie und Nordfrankreich, 4.Reisetag:
Feldbahnmuseum Le P'tit train de la Haute Somme
Froissy - Cappy - Dompierre (CFCD)

Ein Reisebus brachte uns von Reims nach Froissy. Hier ist die Betriebsstätte und das Museum der von der APPEVA (Verein für Erhaltung und Pflege alter Fahrzeuge in der Picardie) betriebenen musealen Feldbahn „Le P'tit train de la Haute Somme”.

Im Ersten Weltkrieg wurden für militärische Zwecke Feldbahnen eingerichtet. Sie transportierten Soldaten und Material zwischen dem Hinterland und der Front. Hier entstand ein regelrechtes Militärbahnnetz mit 600 mm Spurweite. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurden die noch brauchbaren Reste des Netzes für zivile Zwecke genutzt. Auch die Zuckerfabrik in Dompierre übernahm einen Teil der Strecke, um mit der Schmalspurbahn Zuckerrübentransporte durchzuführen. Ebenfalls mit der Bahn wurde der Zucker nach Cappy im Somme-Tal und zum Bahnhof von Chaulnes transportiert. In Cappy erfolgte die Verladung auf Lastkähne.

1970 wurde der Verein APPEVA gegründet, denn es zeichnete sich die Einstellung der Bahnnutzung durch die Zuckerfabrik ab. Tatsächlich beendete die Zuckerfabrik 1974 die Nutzung ihrer Schmalspurbahn. Der Streckenabschnitt zwischen Froissy und Cappy wurde vom APPEVA erworben und wieder betriebsfähig aufgebaut. Die Strecke geht über Cappy hinaus bis fast zum Ortsrand von Dompierre. Es ist die einzige noch betriebene ehemalige Heeresfeldbahn mit 600 mm Spurweite, die ihren Ursprung im Ersten Weltkrieg hat.

Die Website des APPEVA ist umfassend um beinhaltet auch eine deutsche Version.

Während unserer Fahrt auf der Museumsstrecke herrschte leider ein heftiges stürmische Regenwetter. Fotografieren lohnte sich nicht!

Bild: Le P'tit train de la Haute Somme, Museum in Froissy (21.10.2014)
Laut einer der Informationstafeln im Museum wurde das neue Museumsgebäude im Zeitraum von 1990 bis 1996 geplant und gebaut.
Bild: Le P'tit train de la Haute Somme, Ausstellungshalle (21.10.2014)
Die Ausstellungshalle ist unterhalb des Zugangs. Somit lässt sich ein Blick von oben in die Halle werfen.

Der graue Zug links im Foto zeigt die militärischen Nutzung solcher Bahnen. Der bunte Zug in der Mitte wurde in einem Bergwerk genutzt.

Besonders fallen die vielen Informationstafeln auf. Etliche davon enthalten zusätzlich zu den französischen Texten Übersetzungen ins Englische und ins Deutsche.

Auf dem Foto nur schwer zu erkennen ist, dass am hinteren Ende der Halle eine kleinere Halle nach rechts angeschlossen ist.


Gegenwärtig (Dezember 2014) nummeriert der CFCD seine Dampflokomotiven von 1 bis 13. Die Diesellokomotiven belegen die Nummerierung von T21 bis T46.

Letztes Upload: 11.02.2017 um 13:17:25