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Senatsbarkasse „Schaarhörn”

Feuerschiff „Fehmarnbelt”

Flensburger Dampf-Rundum 2003:
Der Raddampfer Freya

Bild: Raddampfer "Freya" beim Flensburger Dampf Rundum
Der Raddampfer „Freya” hat das Dampferrennen nicht gewonnen. Er hatte wohl nur schlechte Chancen, denn er ist unter Dampf nur 5 Knoten schnell.
Bild: Raddampfer "Freya" beim Flensburger Dampf Rundum
Eine Tafel besagte:

Die „Freya” wurde 1905 gebaut und zuletzt 2000 vollständig restauriert. Die jetzigen Aufbauten und die jetzige Dampfmaschine erhielt es 1989 bei einer vorhergehenden Restauration.

Unter Dampf erreicht die „Freya” mit ihren beiden Seitenrädern eine Geschwindigkeit von ca. 5 kn. Aber die „Freya” ist ein Raddampfer mit Hilfsantrieb: Das Schiff besitzt einen zusätzlichen Propellerantrieb mit einem 350  PS starken Dieselmotor. Gemeinsam bringen es Propeller und Seitenräder auf 8,5 kn.

Das Schiff ist in Kiel stationiert und wird überwiegend für Charterfahrten ab den Ostseehäfen und auf dem Nord-Ostsee-Kanal eingesetzt. Näheres steht auf der Homesite der Reederei Adler-Schiffe.

Bild: Historischer Maschinetelegraf auf der %„Freya” (13.9.2009

Bild links: Historischer Maschinentelegraf auf dem Oberdeck.


Dampfmaschine: „Hollandse Ijssel”, horizontal wirkende Dampfmaschine mit Kondensator,
Leistung: 140 PS,
Baujahr: 1926,
Befeuerung: Diesel.

Schiffsdaten:
Länge: 51,60 m
Breite: 11,50 m
Tiefgang: 2,30 m
Passagiere: max. 240 (auf 2 Decks)

Aus einem Zeitungsartikel in der Zeitung „Die Welt” vom 14.1.2005 habe ich mehr über die „Freya” erfahren.

Die „Freya” gehört (Stand 2005) der Adler-Reederei in Westerland auf Sylt. Sie ist der einzige Seitenraddampfer an den beiden deutschen Küsten.

Das Schiff lief 1905 auf der niederländischen Werft J. & K. Smid in Kinderdijk vom Stapel. Als „Westerschelde” machte sie für die „Provinziale Stoomboot Diensten” auf der Schelde Versorgungs- und Passagierfahrten zur Insel Zeeland. Ab dem 13.September 1907 war die „Westerschelde” sogar für einige Tage königliche Yacht für Königin Wilhelmina.

1933 wurde das Schiff verkauft. Als „De Zwaan” fuhr sie ab 1935 als Dieselbunker auf holländischen Kanälen.

Während der deutschen Besatzungszeit wurde sie von 1941 bis 1944 zum Zufluchtsort für Verfolgte. Die beiden Eigentümer Kees und Lieske Zwaan hatten eine jüdische Familie an Bord untergebracht. 1944 wurde das Schiff gezielt von der SS durchsucht. Die Familie hatte sich jedoch in den unteren Öltanks so gut versteckt, dass sie nicht entdeckt wurde.


Letztes Upload: 25.07.2017 um 11:21:48