Home

dj6hp-014 Video-Display

12V-Netzteil (1976)

Auswahlseite ex dl8wa

Amateurfunk bei ex dl8wa:
Fernschreiber Siemens t37 (1975)

Bild: Fernschreiber Siemens t37
Ein neuer Fernschreiber kostete um 1970 ca. DM 10000.-. Das entsprach etwa dem halben Jahresgehalt eines gut verdienenden Angestellten. Glücklicherweise gab es Zeugämter, die alte Geräte ausmusterten. Mein Fernschreiber Siemens t37 war offenbar ein solch ausgemustertes Gerät. Ich hatte es von einem anderen Funkamateur (Werner Thielcke, dl8wt) geschenkt bekommen.
Bild: Fernschreiber Siemens t37, Druckwerk (aus Siemens-Beschreibung)Druckwerk des Fernschreibers t37

Die Baugruppe Druckwerk befindet sich hinter der Tastatur.


Wenn der Fernschreiber druckt, ist er sehr laut - kein Wunder, denn es wird eine Menge Mechanik bewegt, um pro Sekunde 6 Zeichen aufs Papier zu bringen! Zum Schutz vor dem Lärm hatte ich ein Gehäuse gebastelt und der Fernschreiber stand auf einer mit Schaumstoff gepolsterten Hartfaserplatte (wegen der Erschütterungen, die er beim Betrieb verursachte).
Bild: Fernschreiber Siemens t37, Namensgeber (aus Siemens-Beschreibung)Beim Fernschreiben kann die sendende Seite den Namensgeber (Foto links) der empfangenen Seite auslösen. Dann schreibt der empfangende Fernschreiber dem sendenden Fernschreiber seinen Namen zurück. Der Abdruck des Namensgebers des Empfängers am Anfang und Ende eines gedruckten Fernschreibens ist eine Empfangsbestätigung. Sie hat im Geschäftsverkehr vor Gericht dieselbe Beweiskraft wie ein Einschreiben mit Rückantwort.
Der Fernschreibcode wird durch Abbrechen von Zähnen an Blechstreifen codiert. Die Blechstreifen werden radial auf dem Umfang der Namensgeberachse befestigt. Diese ist auf dem Bild im oberen Teil zu sehen. Dort wurde noch kein einziger Zahn herausgebrochen. Wenn der Namensgeber ausgelöst wird, dreht sich die Achse einmal und die Zähne der Blechstreifen betätigen nacheinander elektrische Schaltkontakte.
Bild: Fernschreiber Siemens t100Das Bild links zeigt einen Fernschreiber, den ich gerne statt des t37 gehabt hätte. Es ist dessen Nachfolgemodell Siemens t100, fotografiert im Deutschen Technik Museum Berlin am 8.April 2003.
Bild: Fernschreiber Lozenz Lo133 im Straßenbahnmuseum Köln Thielenbruch (8.7.2012) Das Konkurrenzmodel zum Siemens t100 war der Lorenz Lo133. Einen Fernschreiber dieser Bauart besaß ich einige Zeit. Ich habe jedoch nie ein Foto davon gemacht. Ersatzweise dargestellt ist links eine Foto des im Kölner Straßenbahnbmuseum Thielenbruch ausgestellten Fernschreibers Lo133 im Standgehäus.
Unter www.teleprinter.net kann man mehr über Fernschreiber erfahren!

Letztes Upload: 12.04.2017 um 07:42:11