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Als Tourist in Schottland:
Hoswick Visitor Centre (Shetlands Radio Museum)

Etwa 15 km nördlich von Sumburgh Head liegt der kleine Ort Hoswick abseits der Hauptstraße an einer Meeresbucht der Ostküste. Hier wurde das „Hoswick Visitor Centre” eingerichtet.
Bild: Shetlands, Radio Museum in Hoswik (15.6.2008)Allerdings bin ich nicht dazu gekommen, das dort integrierte Café zu besuchen, denn das zugehörige kleine „Shetland Radio Museum” war viel interessanter!

In den drei oberen Regalreihen stehen Rundfunkempfänger der Unterhaltungsindustrie. In der untersten Reihe hat man die schweren Funkgeräte für kommerzielle Kommunikation untergebracht.

Bild: Shetlands, Radio Museum in Hoswik, Plakat im Museum (15.6.2008)
Drei große Wandposterposter beschreiben anschaulich die Entwicklung der Rundfunkempfänger von den Anfängen bis 1956. Das Foto zeigt den oberen Teil des dritten Posters für den Zeitraum 1946 bis 1956. Rechts unten auf dem Posterausschnitt ist das Bauteil abgebildet, das die Elektronik umkrempelte: Der Transistor mit seine drei Anschlüssen verdrängte in wenigen Jahren die Vakuumröhre. Die drei Anschlüsse heißen Basis, Collector und Emitter.
Bild: Shetlands, Radio Museum in Hoswik (15.6.2008)Dies Regal beherbergt Funkgeräte für den Berufsfunk und für den Militärischen Funkverkehr. Zwei Militärfunkgeräte aus der unteren Regalreihe und ein Empfänger aus der oberen Reihe sind nachfolgend abgebildet.
Bild: Shetlands, Radio Museum in Hoswik, Wireless Sets WS38 und WS19(15.6.2008)
Das untere Funkgerät ist ein WS 19 Mk 3. Darauf steht ein WS 38. „WS” steht für Wireless Set. Es handelt sich um Transceiver, d.h. um Sender und Empfänger im gleichen Gehäuse. Beides sind Miltärfunkgeräte aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Das WS 19 wurde in Fahrzeuge eingebaut. Das WS 38 wurde auf den Rücken eines Soldaten geschnallt und war somit ein tragbares Funkgerät.

Jeweils links neben dem eigentlichen Transceiver ist das Stromversorgungsteil zu sehen. In ihm wurden aus der niedrigen Batteriespannung die für die Vakuumröhren erforderliche höhere Anodenspannung erzeugt.

Oben auf dem WS 38 liegt sein zugehöriges Bedienteil.

WS 19 und WS 38 waren zueinander kompatibel. Sie ermöglichten die Kommunikation zwischen Infanteriesoldaten und Fahrzeugen. Zumindest die WS 19 wurden bis in die 1960er vom Militär verwendet. Man versuchte, ausgesonderte Geräte als „Surplus” (Überschussware) zu verkaufen. Einige gelangten in die Hände von Funkamateuren.

Beide Geräte sind auf verschiedenen Webseiten beschrieben.

Bild: Shetlands, Radio Museum in Hoswik, Receiver HRO (15.6.2008)
Der US-amerikanische Hersteller National brachte 1936 den Kommunikationsempfänger HRO heraus. Mit ihm ließen sich die Frequenzbereiche von 50 KHz bis 30 MHz empfangen. Allerdings war der Frequenzbandwechsel umständlich: Man musste Spulen umstecken.

Die beim HRO angebrachte Beschreibung erinnert an die Verwendung des HROs beim Radio Security Service (M16) zum Abhören des verschlüsselten Morsefunkverkehrs der deutschen U-Boote, der Abwehr und der Generalstäbe. Auch die britische Funkhorchstation in Sumburgh nutzte HRO-Empfänger.

Auf http://www.cryptomuseum.com/df/hro/files/hro_manual.pdf lässt sich ein englischsprachiges Handbuch zum HRO herabladen. Ausgemusterte HROs wurden auch im Amateurfunk genutzt.

Bei dem liegenden schwarzen Kästchen rechts im Foto handelt es sich um Koaxrelais. Mit ihm konnten auf jeweils eine von zwei Antennen umgeschaltet werden. Typisch sind die drei Anschlussbuchsen SO232 für Koaxialkabelstecker PL259.

Bild: Shetlands, Radio Museum in Hoswik, Schiffsempfänger Redifon Type 153 (15.6.2008)
Der Kommunikationsempfänger Redifon Type R153 wurde 1951 eingeführt. Er war zum Einsatz in der Handelsschifffahrt bestimmt. Hergestellt wurde er von der Redifon Ltd. mit Sitz in London SW 18. Die Firma wurde 1948 als Hersteller von Marinefunkgeräten gegründet. Später kamen Flugfunkgeräte, Flugsimulatoren und Geräte zur Flugleitung hinzu.[http://www.radiomuseum.org/ abgerufen am 23.2.2015]

Laut Skala verfügt der Redifon R153 über folgende Frequenzbänder:

  1. 15,5 bis 32 MHz
  2. 7.5 bis 16 MHz
  3. 3,8 bis 8 MHz
  4. 1,5 bis 4 MHz
  5. 95 bis 250 KHz
  6. 48 bis 100 KHz
  7. 25 bis 50 KHz
  8. 13,5 bis 26 KHz

Das jeweils langwellige Ende der Frequenzbänder ist rechts auf der Skala.

Informationen über dies Gerät sind im Web kaum zu finden. Eine Diskussion steht im Forum UK Vintage Radio Net (Stand Februar 2015).


Letztes Upload: 15.05.2017 um 17:05:45