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TCP/IP-Programme (ab Windows® 98):
FTP und NcFTP (File-Transfer-Programme)

FTP.EXE basiert auf dem Client/Server-Konzept. Der Server ermöglicht das Laden und Speichern von Dateien. Der Server wird erst dann aktiviert, wenn ein Client mit ihm in Kontakt tritt- jedenfalls gilt dies so für FTP-Server unter Unix.

Beim PC unter Windows 98 wird mit dem Programm FTP.EXE ein komandozeilenorientierter Client zur Verfügung gestellt. Ein FTP-Server fehlt im Lieferumfang von Windows 98. Gute FTP-Server für PCs sind als Freeware erhältlich.

Das beim PC unter PC unter Windows mitgelieferte FTP.EXE lässt sich sowohl interaktiv einsetzen als auch durch ASCII-Textdateien steuern. Die auf auf einigen anderen Webseiten verbreitete Information, dass dies FTP-Programm den passiven Übertragungsmodus unterstützen könne, ist falsch (Stand Ende Juni 2015). Jedoch werden im WWW kommandozeilenorientierte FTP-Clientprogramme zum Download angeboten, die auch den passiven Übertragungsmodus unterstützen. Datzu gehört das Programm  i NcFTP, dessen Bedienung weiter unten auf dieser Seite mit zwei Beispielen angerissen wird.

Die Bedienung eines FTP-Clients per Kommandozeile ist ausgesprochen umständlich und erfordert etwas Übung. Es gibt, ebenfalls als Freeware, FTP-Clients mit grafischer Oberfläche, die leichter zu bedienen sind.

Aufruf:

ftp [-v] [-n] [-i] [-d] [-g] [-s:dateiname] [host]
Parameter    Beschreibung
-v Unterdrückt die Ausgabe der Antworten des FTP-Servers.
-n Unterbindet die automatische Anmeldung bei erstmaliger Verbindung.
-i Schaltet bei der Übertragung mehrerer Dateien die wiederholte Anforderung von Eingaben durch den Benutzer ab.
-d Ermöglicht die Fehlersuche (Debugging), gibt sämtliche ftp-Befehle aus, die zwischen Client und Server ausgetauscht werden.
-g Unterdrückt die Verwendung von Platzhalterzeichen für Datei-und Pfadnamen auf dem Client. (Siehe den FTP-Befehl glob.)
-s:dateiname Kennzeichnet eine Textdatei mit ftp-Befehlen, die automatisch nach dem Start von ftp ausgeführt werden.
host Bezeichnet den Namen des Host-Computers bzw. die 1P-Adresse des FTP-Server, zu dem eine Verbindung aufgebaut werden soll. FTP-Client und FTP-Server können auf dem gleichen Rechner laufen; dies kann für Test- und Übungszwecke sinnvoll sein.

Aufrufbeispiele:

Interaktive Ausführung, „kleinbahn-wohldorf.de” ist ein Hostname:
ftp kleinbahn-wohldorf.de

Automatische Ausführung:
ftp -s:wohldorf.scr kleinbahn-wohldorf.de
Dabei ist kleinbahn-wohldorf.de der Hostname. Der Inhalt der Steuerdatei wohldorf.scr bewirkt eine Übertragung der Datei EKV_4.htm im Binärformat an den Host in das Unterverzeichnis public_html des angemeldeten Benutzers.

Manchmal ist es erwünscht, den Ablauf in einer Textdatei zu protokollieren. Soll die Protokolldatei den Namen hugo.txt haben, sieht der Aufruf so aus:
ftp -s:wohldorf.scr kleinbahn-wohldorf.de >hugo.txt

Die Steuerdatei wohldorf.scr hat folgenden Inhalt (Benutzername und Passwort lauten natürlich anders):

Benutzername
Passwort
binary
lcd public_html
cd public_html
put EKV_04.htm
bye
Der Ablauf der Übertragung stellt sich auf dem Bildschirm wie folgt dar:
0: 5:31:16 D:\homepage\EKV>ftp  -s:wohldorf.scr kleinbahn-wohldorf.de
Verbindung mit kleinbahn-wohldorf.de.

220 "Willkommen auf den FTP von br-media.net."
Benutzer (kleinbahn-wohldorf.de:(none)):
331 Please specify the password.

230 Login successful.
Ftp>
Ftp> binary
200 Switching to Binary mode.
Ftp> lcd public_html
Lokales Verzeichnis jetzt D:\homepage\EKV\public_html.
Ftp> cd public_html
250 Directory successfully changed.
Ftp> put EKV_04.htm
200 PORT command successful. Consider using PASV.
150 Ok to send data.
226 File receive OK.
Ftp: 3178 Bytes gesendet in 0.05Sekunden 63.56KB/Sek.
Ftp> bye
221 Goodbye.

0: 5:31:58 D:\homepage\EKV>

Kommentiertes Ablaufbeispiel (weiter unten)


Folgende Befehle kennt FTP.EXE:

Die Befehle können abgekürzt eingeben werden! Die Befehlsbeschreibung ist leider nur ungenau und enthält möglicherweise sogar Fehler. Vor der Anwendung eines bisher nicht erprobten Befehls sollte seine genaue Wirkungsweise ausprobiert werden!

Die generelle und wirklich verbindliche Befehlsbeschreibung für ftp ist in den Dokumenten RFC 959 und RFC 1123 zu finden.

Befehl Bedeutung
! Führt den betreffenden Befehl auf dem Computer aus, auf dem der FTP-Client läuft. Beispiele:

! alleine führt wechselt in ein MSDOS-Fenster- exit führt wieder zum FTP-Client zurück.

!dir d:\ wirkt wie das MSDOS-Kommando dir d:\

! help liefert eine Befehlsliste des Clients mit einer kurzen Beschreibung

? Gibt Beschreibungen zu den FTP-Befehlen des Clients aus. Entspricht help.
append Weitere Eingaben: lokale_Datei remote_datei
Hängt eine Datei auf dem FTP-Clienten an eine Datei auf dem FTP-Server an, wobei die momentane Einstellung für den Dateityp verwendet wird.
ascii Stellt ASCII als Dateiübertragungstyp ein.
bell Bewirkt ein akustisches Signal nach jedem abgeschlossenen FTP-Befehl. Standardmäßig ertönt kein Signal.
binary Stellt binär als Dateiübertragungstyp ein.
bye Beendet die FTP-Sitzung mit dem FTP-Server und den FTP-Clienten.
cd Wechselt das Arbeitsverzeichnis auf dem FTP-Server.
close Beendet die FTP-Sitzung mit dem FTP-Server, der FTP-Client wird jedoch nicht beendet.
debug Schaltet die Fehlersuche (Debugging) ein und aus. Ist sie eingeschaltet, wird jeder an den FTP-Server gesandte Befehl mit vorangestelltem String ---> angezeigt. Standardmäßig ist die Fehlersuche abgeschaltet.
delete Weitere Eingaben: remote_datei
Löscht angegeben Datei auf dem FTP-Server.
dir Listet Dateien und Verzeichnisse des FTP-Servers auf.
disconnect Beendet die Verbindung mit dem FTP-Server und kehrt zur ftp-Eingabeaufforderung zurück. Identisch mit close.
get Weitere Eingaben: remote_datei
Kopiert eine Datei vom FTP-Server auf den FTP-Client unter Verwendung des eingestellten Dateiübertragungstyps.
glob Unterdrückt bzw. ermöglicht die Verwendung von Platzhalterzeichen für Datei- und Pfadnamen auf dem FTP-Server. Standardmäßig ist dies möglich.
hash Schaltet die Ausgabe des Doppelkreuzes (#) bei jedem übertragenen Datenblock ein bzw. aus. Ein Datenblock ist 2048 Bytes lang. Standardmäßig werden keine Hash-Zeichen ausgegeben.
help Gibt Beschreibungen von ftp-Befehlen aus. Im Falle von FTP.EXE erzeugt "help" lediglich eine Aufzählung der Befehle ohne Erklärung. Dagegen liefert z.B. "help get" eine Kommandoerklärung mit dem Inhalt (vollständig!): Datei empfangen. "help mget". liefert: Mehrere Dateien empfangen.
lcd Weitere Eingaben: lokales_verzeichnis
Ändert das Arbeitsverzeichnis auf dem FTP-Client. Normalerweise wird das aktuelle Verzeichnis, in dem man beim Starten des FTP-Clients stand, verwendet.
literal Sendet ausgeschriebene Parameter an den FTP-Server und erwartet einen einzelnen FTP-Exitcode.
ls Zeigt den Inhalt des aktuellen Serververzeichnisses an.
mdelete Löscht Dateien auf dem FTP-Server.
mdir Gibt eine Liste der Dateien und Unterverzeichnisse eines Verzeichnisses des FTP-Servers aus. Hier können mehrere Dateien zugleich angegeben werden.
mget Kopiert Dateien des FTP-Servers auf den FTP-Clienten. Es wird der momentan eingestellte Dateiübertragungstyp verwendet.
mkdir Weitere Eingaben: remote_verzeichnis
Legt ein neues Verzeichnis auf dem FTP-Server an.
mls Gibt eine abgekürzte Liste der Dateien und Unterverzeichnisse des FTP-Servers aus.
mput Kopiert Dateien vom FTP-Clienten auf den FTP-Server. Es wird der momentan eingestellte Dateiübertragungstyp verwendet wird.
open Weitere Eingaben: servername oder server-IP-Adresse und wahlweise eine Portnummer.
Stellt eine Verbindung zum angegebenen FTP-Server her.

Man kann hinter dem Servernamen bzw. hinter der Server-IP-Adresse zusätzlich eine Portnummer für den Verbindungsaufbau zum FTP-Server angeben. Gibt man keine Portnummer an, wird Port 21 verwendet. Wenn der FTP-Server kuhn23.de auf Port 4702 zu erreichen ist, lautet das Kommando
open kuhn23.de 4702

prompt Schaltet die Eingabeaufforderung ein oder aus. Während der Übertragung mehrerer Dateien gibt ftp Eingabeaufforderungen aus, die es ermöglichen, Dateien selekiv abzurufen und zu speichern. Die Kommandos mget und mput übertragen sämtliche Dateien, wenn die Eingabeaufforderung unterdrückt wird. Standardmäßig ist die Eingabeaufforderung eingeschaltet.
put Weitere Eingaben: lokale_Datei
Kopiert eine Datei vom FTP-Clienten zum FTP-Server. Es wird der momentan eingestellte Dateiübertragungstyp verwendet.
pwd Zeigt das aktuelle Verzeichnis des FTP-Servers an.
quit Beendet die FTP-Sitzung mit dem FTP-Server und beendet anschließend den FTP-Clienten.
quote Sendet ausgeschriebene Parameter an den FTP-Server und erwartet einen einzelnen FTP-Antwortcode. Entspricht literal.
recv Weitere Eingaben: remote_datei server_datei
Kopiert eine Datei vom FTP-Server auf den FTP-Clienten. Es wird der momentan eingestellte Dateiübertragungstyp verwendet. Entspricht get.
remotehelp Zeigt die Hilfe des FTP-Servers an, sofern der FTP-Server dies Kommando unterstützt.
rename Weitere Eingaben: alter_remote_datei neue_remote_datei
Umbennung von Dateien oder Verzeichnissen auf dem FTP-Server.
rmdir Löscht ein Verzeichnis auf dem FTP-Server.
send Weitere Eingaben: lokale_Datei
Kopiert eine Datei des FTP-Clienten auf den FTP-Server. Es wird der momentan eingestellte Dateiübertragungstyp verwendet. Entspricht put.
status Zeigt den aktuellen Status von FTP-Verbindungen und von Schaltern an.
trace Schaltet die Paketverfolgung ein, wodurch sich die Route eines jeden Pakets bei der Ausführung eines ftp-Befehls feststellen lässt.
type Ggf. weitere Eingaben: ascii, image oder binary
Zeigt den Dateiübertragungstyp an und verändert ihn, falls einer der Parameter ascii, image oder binary folgen. image entspricht binary.
user Teilt dem FTP-Server den Benutzernamen bzw. Benutzeraccount mit. Der FTP-Server möchte anschließend das Passwort dieses Benutzers erfahren.
verbose Schaltet den ausführlichen Modus ein und aus. Ist er eingeschaltet, werden sämtliche Antworten von FTP ausgegeben. Bei Beendigung einer Dateiübertragung wird eine Statistik über die Effizienz der Übertragung ausgegeben. Standardmäßig ist dies der Fall.
Die Alternative NcFTP
Eine bessere Alternative zum FTP.EXE von Microsoft ist das Freewareprogramm NcFTP. Zwei der weiter unten stehenden Beispiele geben eine ersten Einblick in dessen Bedienung.

Tatsächlich ist NcFTP eine eierlegende Wollmilchsau - das zeigt sich nicht nur bei der Hilfsanzeige für das Kommando get: Bei richtigem Einsatz des Flags „-R” kann ein kompletter Verzeichnisbaum einschließlich seiner Unterverzeichnisse vom Server herabgeladen werden.

NcFTP 3.2.5 (Jan 17, 2011) by Mike Gleason (http://www.NcFTP.com/contact/).
ncftp> ?
Commands may be abbreviated.  'help showall' shows hidden and unsupported
commands.  'help <command>' gives a brief description of <command>.

ascii      cat        help       lrm        pdir       rhelp      umask
bgget      cd         lcd        lrmdir     pls        rm         version
bgput      chmod      lls        ls         put        rmdir
bgstart    close      lmkdir     mkdir      pwd        set
binary     debug      lookup     open       quit       show
bookmark   dir        lpwd       page       quote      site
bookmarks  get        lrename    passive    rename     type

For details, please see the manual ("man ncftp" at your regular shell prompt
or online at http://www.NcFTP.com/ncftp/doc/ncftp.html).
ncftp> help get
get: fetches files from the remote host.
Usage: get [-flags] file1 [file2...]
Flags:
  -R   : Recursive.  Useful for fetching whole directories.
  -z   : Get the remote file file1, and name it to file2.
  -a   : Get files using ASCII mode.
  -A   : Append entire remote file to the local file.
  -f   : Force overwrite (do not try to auto-resume transfers).
Examples:
  get README
  get README.*
  get "**Name with stars and spaces in it**"
  get -R new-files-directory
  get -z WIN.INI ~/junk/windows-init-file

For details, please see the manual ("man ncftp" at your regular shell prompt
or online at http://www.NcFTP.com/ncftp/doc/ncftp.html).
ncftp>

1. Beispiel einer FTP-Sitzung (FTP.EXE von Microsoft):

Die farbig hinterlegten Zeilen erklären den jeweils nächsten Vorgang. Der verwendete FTP-Server ist ein Freeware-Programm auf einem PC.
Der Client meldet sich beim Server an und loggt sich mit Benutzernamen und Passwort ein.
0: 6:39:10 C:\WINDOWS>ftp dell

Verbindung mit dell.
220 Personal FTP Server ready
Benutzer (dell:(none)): teddy
331 Password required for teddy.
Kennwort:
230 User teddy logged in.
Es wird in das Verzeichnis C:/temp/neu/bearb auf dem Server gewechselt.
Ftp> cd neu
250 CWD command successful. "c:/temp/neu/" is current directory.
Ftp>cd bearb
250 CWD command successful. "c:/temp/neu/bearb/" is current directory.
Ftp> pwd
257 "c:/temp/neu/bearb/" is current directory.
Mit ls oder dir schaut der Client nach, welche Dateien sich im angewählten Verzeichnis des Servers befinden.
Ftp> ls
200 Port command successful.
150 Opening data connection for directory list.
...
...
P5290078_Verden_Stadtplan
226 File sent ok
Ftp: 38 Bytes empfangen in 0.06Sekunden 0.63KB/Sek.
Ftp> dir
200 Port command successful.
150 Opening data connection for directory list.
drw-rw-rw- 1 ftp ftp 0 May 23 2004 .
drw-rw-rw- 1 ftp ftp 0 May 23 2004 ..
-rw-rw-rw- 1 ftp ftp 319764 Jun 06 2004 P5290078_Verden_Stadtplan
226 File sent ok
Ftp: 200 Bytes empfangen in 0.00Sekunden 200000.00KB/Sek.
Damit die zu übertragende Datei nicht verfälscht wird, wählt der Client den binären Übertragungsmodus.
Ftp> binary
200 Type set to I.
Bei diesem Versuch hat der Client den Dateinamen nicht vollständig eingegeben.
Ftp> get P5290078_Verden_Stadtplan.
200 Port command successful.
150 Opening data connection for P5290078_Verden_Stadtplan..
501 Cannot RETR. Cannot open file c:\temp\neu\bearb\P5290078_Verden_Stadtplan.
So ist es richtig!
Ftp> get P5290078_Verden_Stadtplan
200 Port command successful.
150 Opening data connection for P5290078_Verden_Stadtplan.
226 File sent ok
Ftp: 319764 Bytes empfangen in 0.72Sekunden 444.12KB/Sek.
Beenden der FTP-Verbindung
Ftp> bye
221 Goodbye.
0: 6:42:11 C:\WINDOWS>
Die übertragene Datei befindet sich im Verzeichnis C:\WINDOWS des Clienten, da der Client dort stand, als er ftp startete.


2. Beispiel einer FTP-Sitzung (NcFTP):

Die farbig hinterlegten Zeilen erklären den jeweils nächsten Vorgang. Die Benutzereingaben sind an der blauer Schriftfarbe zu erkennen. Der verwendete FTP-Client und aus dem Dialogtext ersichtlich. Er wird als Freeware zur Verfügung gestellt (Stand Ende Juni 2015).
Der nachfolge kurze Auszug demonstriert die Hilfsanzeige.
0:08:20:48 C:\PGM\TCCLE13x64>ncftp
NcFTP 3.2.5 (Jan 17, 2011) by Mike Gleason (http://www.NcFTP.com/contact/).
ncftp> help open
open: connects to a remote host.
Usage: open [-flags] [sitename]
Flags:
  -a    : Open anonymously.
  -u XX : Login with username XX.
  -p XX : Login with password XX.
  -j XX : Login with account XX.
  -P XX : Use port number X when opening.
Examples:
  open sphygmomanometer.unl.edu
  open -u mario bowser.nintendo.co.jp
Nachdem wir mittels Hilfsanzeige in Erfahrung gebracht haben, wie wir den FTP-Clienten mit Benutzernamen und Passwort starten können, tun wir es auch und starten mit dem Benutzernamen „teddy” und dessem Passwort eine FTP-Sitzung auf dem Server „winterschlaf.de”.
0:08:28:21 C:\PGM\TCCLE13x64r>ncftp -u teddy -p B@ren§91# winterschlaf.de
NcFTP 3.2.5 (Jan 17, 2011) by Mike Gleason (http://www.NcFTP.com/contact/).
Resolving winterschlaf.de...
Connecting to 64.83.226.14...

(vsFTPd 2.3.2)
Logging in...

Login successful.
Logging in...
Logged in to winterschlaf.de.
Umschaltung in den passiven Übertragungsmodus, danach Anzeige des Verzeichnisinhalts und Wechsel in das Verzeichnis „html” des Servers.
ncftp / > passive
passive                        on
ncftp / > dir
drwxr-x---    2 0        33           4096 Nov 13  2007 atd
drwxr-x---    2 0        1551         4096 Nov 13  2007 backup
drwxr-x---    2 1551     33           4096 Aug 22  2014 files
drwxr-x---   26 1551     33           4096 Jul  2 04:01 html
drwxr-x---    3 0        1551         4096 Jun 30 00:07 log
drwxrwx---    2 1551     33           4096 Nov 13  2007 phptmp
drwxrwx---    2 0        1551         4096 Nov 13  2007 restore
ncftp / > cd html
Directory successfully changed.
Diesmal lassen wir uns das Verzeichnis mit „ls” anzeigen.
ncftp /html > ls
8086asm/           d2b.png            e404.htm           index.htm          pc/
HVV/               d2r.png            fd3r.png           index.htm          r2b.png
hvv1/              d4b.gif            fu2r.png           l2b.png            r2r.png
...
...
mb1/               s3b.gif            v7_ani.gif         favicon.ico        ml/
blank.gif          fd2b.gif           i4b.gif            neu.gif            s4b.gif
cgi-bin/           fd2r.png           i4r.png            ny/
Die Datei „.htaccess” wird nicht mit angezeigt, denn der führende Punkt des Dateinamens soll die Datei in der Anzeige verstecken. Wir kopieren die versteckte Datei auf unseren PC.
ncftp /html > get .htaccess
.htaccess:                                              30.00 B  480.77 B/s
ncftp /html > dir .htaccess
-rw-r--r--    1 1551     1551           30 Jul  2 05:00 .htaccess
Es lassen sich auch Wildcards bei der Verzeichnisanzeige verwenden! Wir holen die per „dir ind*” anzeigte Datei „index.htm” vom Server auf den PC. Anschließend melden wird uns mit „bye” beim Server ab. Die beiden mit „get” herabgeladenen Dateien sind auf dem PC im Verzeichnis „C:\PGM\TCCLE13x64” zu finden.
ncftp /html > dir ind*
-rw-r--r--    1 1551     1551         8005 Jul  2 05:09 index.htm
ncftp /html > get index.htm
index.htm:                                        7.96/  7.82 kB   72.92 kB/s
ncftp /html > bye

0:08:31:53 C:\PGM\TCCLE13x64>


3. Beispiel einer FTP-Sitzung (NcFTP):

Zum Lieferumfang des FTP-Clienten ncftp.exe gehören einige Aufrufprogramme. Mit ihnen kann man die Übertragung automatisieren. Das Beispiel zeigt den Abruf zweier Dateien mittels ncftpget. Die beiden Empfangsdateien sollen auf dem PC im Verzeichns c:\temp gespeichert werden. Vermutlich muss man dazu nicht vorher ins Verzeichnis c:\temp wechseln - aber es schadet nicht!

Die hier beim Aufruf mitgegebenen Parameter sind:

  • Benutzername hinter u
  • Passwort hinter p
  • Servername
  • Zielverzeichnis auf dem Client (der PC)
  • Anschließend werden die abzurufenden Dateien mit ihrem Pfadnamen auf dem Server aufgezählt.

Die im Lieferumfang enthaltende Dokumentation nennt eine Vielzahl weiterer möglicher Parameter.

Hinweis: Die Aufrufzeile ab ncftpget bis html/index.htm muss ohne Zeilenumbruch eingegeben werden.

0:09:12:06 C:\PGM\TCCLE13x64>cd \temp

0:09:12:15 C:\temp>ncftpget -u teddy -p B@ren§91# winterschlaf.de c:\temp 
html/e404.htm html/index.htm
c:\temp\e404.htm:                                        3.56 kB   57.00 kB/s
c:\temp\index.htm:                                       7.82 kB   71.59 kB/s

0:09:16:34 C:\temp>dir e*htm index.htm

 Datenträger in Laufwerk C ist LW_C           Seriennummer ist f26a:a8aa
 Verzeichnis von  C:\temp\e*htm

22.06.2015  16:56           3.642  e404.htm
             3.642 Bytes in 1 Datei und 0 Verzeichnisse    4.096 Bytes belegt
    48.399.364.096 Bytes frei

0:09:16:34 C:\temp>

Das Problem mit den Dateizugriffsrechten

Beim Hochladen von Dateien zum FTP-Server möchte man unter Umständen die Zugriffsrechte für die Dateien auf dem Server ändern. Das Ändern von Dateizugriffsrechten auf dem FTP-Server ist durch das FTP-Protokoll nicht vorgesehen. Mit welchen Dateizugriffsrechten hochgeladene Dateien versehen werden, hängt von der Konfiguration des FTP-Servers ab. Viele FTP-Server unterstützen jedoch den Befehl „SITE”. Damit können zusätzliche Kommandos, die nicht Bestandteil von FTP sind, ausgeführt werden. Hierzu gehört unter Umständen auch das Unix-Kommando chmod zum Ändern der Dateizugriffsrechte. Das sieht dann z.B. so aus:

SITE chmod 604 hugo.htm

604 setzt dabei das gewünschte Dateirecht entsprechend der Befehlsbeschreibung für chmod auf dem FTP-Server. Informationen darüber, welche servereigenen Befehle unter FTP zulässig sind, sollten sich mit help, site help, remotehelp oder remotehelp site erkunden lassen. Beispiel einer solchen Abfrage bei bestehender FTP-Verbindung:

ftp>
214-The following commands are recognized (* =>'s unimplemented).
 USER    PASS    ACCT*   CWD     XCWD    CDUP    XCUP    SMNT*
 QUIT    REIN*   PORT    PASV    EPRT    EPSV    TYPE    STRU
 MODE    RETR    STOR    STOU    APPE    ALLO*   REST    RNFR
 RNTO    ABOR    DELE    MDTM    RMD     XRMD    MKD     XMKD
 PWD     XPWD    SIZE    LIST    NLST    SITE    SYST    STAT
 HELP    NOOP    FEAT    OPTS    ADAT*   AUTH*   CCC*    CONF*
 ENC*    MIC*    PBSZ*   PROT*
214 Direct comments to ftp@provider.net
ftp> remotehelp site
214-HELP
 CHGRP
214 CHMOD
ftp>

In diesem Fall ermöglicht der FTP-Server nach SITE die Kommandos CHGRP, CHMOD und vielleicht auch HELP. Außerdem wird eine E-Mail-Adresse zur Abgabe von Kommentaren angeboten.

Ist man jedoch mit dem FTP-Client von Microsoft unterwegs, nützt die Unterstützung des SITE-Befehls durch den FTP-Server nichts, denn dieser FTP-Client lässt ihn nicht durch (vergleiche Befehlsbeschreibung weiter oben).


Letztes Upload: 11.04.2017 um 19:02:32