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TCP/IP-Programme (ab Windows® 98):
Das Format der URL
Diese vereinfachte Darstellung der URL bezieht sich in erster Linie auf den URL-Aufbau für HTTP

Tipp für Webautoren: Umleitung (Redirect)

Mit einem Meta-Tag lässt sich eine Umleitung durchführen. Das ist z.B. sinnvoll, wenn die Homepage auf eine andere URL umgezogen ist. Die Umleitung bewirkt, dass Besucher automatisch zur neuen URL weitergeleitet werden:

<meta http-equiv="refresh" content="1; URL=http://www.hugo.de/">

Statt der 1 kann eine andere Wartezeit in Sekunden eintragen werden. Statt http://www.hugo.de/ wird die neue URL vermerkt.

Diese vereinfachte Darstellung der URL bezieht sich in erster Linie auf den URL-Aufbau für das HTTP-Protokoll und lässt Besonderheiten aus. Eine genaue Darstellung des URL-Aufbaus für die unterschiedlichen Protokolltypen liefert die FC (Request for Comments), z.B. die RFC1780 von Dezember 1994.
Damit eine Datei im WWW (World Wide Web) adressiert und somit gefunden werden kann, hat sie eine eindeutige Adresse. Dies ist der sogenannte URL (Uniform Resource Locator). Es handelt sich um eine Zeichenkette, die im WWW den Zugriff auf Dokumente und deren Position beschreibt. „Uniform resource locator” kann übersetzt werden mit „Einheitlicher Betriebsmittel-Zeiger”. In allgemeiner Schreibweise ist sein Aufbau dieser:

http://<host>:<port>/<pfad>?<parameter>

http:// Der Präfix http:// identifiziert den URL als HTTP-Verweis und unterscheidet ihn von anderen Kommunikationsprotokollen wie ftp://, telnet://, mailto: oder news:. Für die Präfixangabe selbst spielt die Groß- und Kleinschrift keine Rolle. Weitere mögliche Angaben sind hier:
FTP-Diensteftp://
Telnetdienstetelnet://
Gopher-Dienstegopher://
Datei auf dem gleichen Rechner bzw. Serverfile://Dahinter folgt die Pfadangabe. Es ist der gleiche Aufbau wie http://, allerdings entfallen die Bestandteile <host>:<port>.
News-Groupsnews:Keine Schrägstriche!
E-Mailmailto:Keine Schrägstriche! Beispiel: mailto:Hugo.Jemand@provider.de
host Der Server verschafft Zugang zur gewünschten Datei. Bei seinem Namen spielt die Groß- und Kleinschrift keine Rolle. Die zugelassenen Zeichen in diesem Namen sind a bis z, A bis Z, 0 bis 9 oder der Querstrich (Minus-Zeichen -).

Punkte dienen als Trennzeichen. Ganz links, vor der ersten Punkt, steht der Hostname.

Rechts, hinter dem letzten Punkt, steht die „Top-Level-Domain”. Dies ist entweder ein Landeskenner oder eine nicht-staatengebundene Top-Level-Domain wie com, edu, gov, mil, net oder org. Dazwischen reihen sich die Domänen, die auf dem Weg von der untersten Domäne bis zur obersten durchlaufen werden müssen.


Für das HTTP-Protokoll werden weder Benutzername noch Passwort benötigt. Bei anderen Protokollen -beispielsweise FTP- ist die Übermittlung von Benutzernamen und Passwort erforderlich, und zwar unter Beachtung von Groß- und Kleinschrift. Dann erscheint zusätzlich ein Doppelpunkt und ein Klammeraffe bei <host>, etwa so:
ftp://benuzername:passwort@download.hugo.de
port Die hinter dem Doppelpunkt folgende Portangabe wird fast immer zusammen mit dem Doppelpunkt fortgelassen. Der standardmäßig verwendete Port für http ist 80. Er würde als :80 angegeben werden.
pfad Hier steht der URI (Uniform Resource Identifier). Bei der Pfadangabe kommt es bei einigen serverseitigen Betriebssystemen auf Groß- und Kleinschrift an. Hier wird der Weg zur Datei und die Datei auf dem Web-Server benannt.

Fehlt der URI (das ist legal, denn es handelt sich um eine Kann-Angabe), so wählt der Web-Server zumeist den URI selbst aus. Häufig ist es die Datei index.htm. Nur dadurch ist es möglich, dass URL-Angaben wie http://www.bild.de eine Startseite anzeigen.

Achtung, PC-Benutzer: Als Trennzeichen zwischen den Verzeichnisangaben wird der Bruchstrich (/) genommen, nicht der gespiegelte Bruchstrich (\).

?
parameter
Wenn Parameter übergeben werden sollen, stehen sie hinter dem Fragezeichen. Wenn keine Parameter zu übergeben sind, entfällt auch das Fragezeichen.
Da in dem URI die Zeichen /, ?, und : besondere Bedeutungen haben, dient das Prozentzeichen als Fluchtsymbol, um diese Zeichen und das Fluchtsymbol sowie einige Sonderzeichen darstellen zu können. Hinter dem Fluchtsymbol folgen zwei Hexadezimalzeichen, die den Code des Zeichens im ANSI 8859-1 Zeichensatz angeben.
Escape-Codes der URI-Sonderzeichen nach RFC 1738
SonderzeichenEscape-Folge
?%3F
=%3D
%%25 oder %%
:%3B
/%2F (nur zu ersetzen, wenn als Bestandteil des Parameters!)
Leerzeichen%20
Steuerzeichen CR%0D
Steuerzeichen LF%0A
Steuerzeichen TAB%09
Alle Zeichen mit einem Code größer als 127 müssen über Escape-Folgen abgebildet werden.
Beispiele:
Ä%C4
Ö%D6
Ü%DC
ä%E4
ö%F6
ü%FC
ß%DF

Letztes Upload: 11.04.2017 um 19:02:32