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Malware (Hoax, Trojaner, Viren, Würmer,
Werbepost (Scam, Spam), Phishing, Crapware und Ransomware)

Als Malware (malicious software) werden Programme mit Schadfunktionen bezeichnet. Malware enthält Funktionen, die Schäden in EDV-Systemen oder deren Daten verursachen können. Malware ist gelegentlich in der Lage, sich weiter zu verbreiten.

Werbepost (Scam, Spam) und Phishing

Unerwünschte E-Mail, die aus Werbung besteht, hat den amerikanischen Namen Spam erhalten. Spam ist die Bezeichnung für eine Art Frühstücksfleisch in Konservendosen. Es scheint in den USA keinen guten Ruf zu besitzen.

Besonders zur die Weihnachtszeit wird unerwünschte E-Mail der Art Scam (Betrugsmasche) verschickt: Unseriöse Absender erfinden mitleiderregende Geschichten, um Spendengelder in die eigenen Taschen zu locken. Die bekannteste Scam-Art hat es bereits vor Einführung des Internets gegeben. Damals wurden per Briefpost erlogene Geschichten von großen Erbschaften verschickt. Angeblich um an die Erbschaft heranzukommen, baten die Betrüger um die finanzielle Unterstützung durch einen ausreichend betuchten Kapitalgeber. Diesem wurde ein Anteil an der Erbschaft versprochen. Kam der Kapitalgeber der Bitte nach, wurde er in kleinen und größeren Happen abkassiert- bis er endlich merkte, das er betrogen wurde. Die Täter saßen vorzugsweise in Afrika. Diese Betrugsmasche wird fast unverändert weiter betrieben; nur statt Briefpost wird E-Mail benutzt.

Weitere Abarten von Scam soll das Opfer dazu veranlassen, die Bankverbindung und nach Möglichkeit Passworte und Transaktionsnummern zu verraten. Dazu werden E-Mails verschickt, in denen die Opfer aufgefordert werden, sich aus Sicherheitsgründen auf einer Website einzuloggen. Die Website sieht genauso aus, wie die Website einer Bank. Mit den gestohlenen Informationen werden Überweisungen und Abbuchungen zu Lasten des Opfers durchgeführt. Diese Betrugsart heißt „Phishing”.

Im Gegensatz zu Malware sind Phishing, Scam und Spam für einen Computer harmlos. Phishing, Scam und Spam richten sich gegen den Benutzer, nicht gegen den Computer! Man kann sich leicht durch Verwendung von Anti-Spam-Einstellungen beim Provider und durch kritische Betrachtung des Inhaltes der eingegangenen E-Mails vor Schaden bewahren.


Malware (Hoax, Scareware, Trojaner, Viren, Würmer)

Malware wird unterteilt in Viren, Trojaner und Würmer.

Hoax (Blinder Alarm, Streich):
Ein Hoax ist kein Computervirus! Entweder hat jemand einen Streich gespielt und vor dem Auftreten eines nicht vorhandenen Computervirus gewarnt, oder es handelt sich um einen blinden Alarm.

Scareware:
Hier werden gefälschte Virenwarnungen erzeugt und auf dem Desktop angezeigt. Gleichzeitig wird Software zur Behebung der Viren zum Kauf angeboten. Das Wort „Scare“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „erschrecken“.

Trojaner:
Ein Trojaner ist ein Programm, welches vorgibt, eine nützliche Funktion zu haben. Nach dem Aufruf führt es jedoch eine Gemeinheit aus.

Trojaner können sich im Gegensatz zu Viren und Würmern nicht selber verbreiten. Typisch für Trojaner ist ein Dateiname oder eine Funktionsbeschreibung, die den Benutzer neugierig macht, so dass er das Programm startet, um es auszuprobieren.

Als „Dropper” bezeichnet man Trojaner, die Viren in andere Programm einpflanzen.

Eine „Logische Bombe” ist ein Trojaner, der einen nützlichen Code beinhaltet. Wird jedoch eine Auslösebedingung erfüllt, findet ein Gemeinheit statt. Die Auslösebedingung kann z.B. ein bestimmtes Datum oder ein Zeitablauf sein.

Viren:
Ein Computervirus ist ein Programm, das sich nach seinem Aufruf an andere Programme anhängt. Die befallenen Programme dienen lediglich als Transportmittel, der Ablauf des Computervirus wird nicht verändert.

Wurm:
Der Begriff „Wurm” hat zwei verschiedene Bedeutungen.

  • Ein Programm, welches sich innerhalb von Netzwerken selbst vervielfältigt und Rechenzeit bzw. Ressourcen stiehlt.
  • Ein Programm, welches sich selbst vervielfältigt, dabei jedoch keinerlei Wirtscode infiziert.
Würmer sind nicht Bestandteile anderer Programme. Sie werden gerne an E-Mails angehängt.

Crapware

Der Begriff „Crapware” (Schrottware) betrifft unerwünschte Test- und Demoprogramme. Sie werden gerne von PC-Herstellern auf neuen Rechnern vorinstalliert. Ein weiterer Verteilweg bedient sich der Internet-Downloads. Hier werden zusätzlich neben der vom Anwender gewünschten Software weitere Programme installiert.

Die Demo- und Testprogramme sollen den Anwender zum Kauf einer Lizenz bewegen.

Ebenfalls zur Crapware zählen unerwünschte Autostart-Objekte, Marketing-Links zu Online-Angeboten, Browser-Toolbars und Demospiele. Sie machen das Start-Menü und den Desktop unübersichtlich. Außerdem verbrauchen sie Speicherplatz und verlangsamen den Rechner, denn einige der vorinstallierten Programme werden bereits beim Start des Betriebssystems geladen.


Adware und Spyware

Adware bezeichnet Software,
  • die dem Benutzer zusätzlich zur eigentlichen Funktion Werbung zeigt bzw.
  • weitere Software installiert, die Werbung anzeigt.

Der Begriff „Adware” ist zusammengesetzt aus engl. advertisement (Reklame, Werbung) und -ware als Endung von Software. Adware wird gerne in kostenloser Software (Freeware) oder kostenlosen Hilfsprogrammen eingebettet. Durch Vermarktung der Werbung sollen die Entwicklungskosten refinanziert oder auch Gewinn erzielt werden. Oft gibt es auch eine Option, gegen Bezahlung eine werbefreie Vollversion zu erhalten.

Spyware bezeichnet Ausspäh- oder Schnüffelsoftware. Mit ihr werden Daten eines Computernutzers an den Hersteller der Software geschickt. Die so eingesammelten Daten werden für genutzt, um dem Computerbenutzer individuell zusammengestellte Werbeeinblendungen unterzuschieben.

Der Begriff „Spyware” ist zusammengesetzt aus engl. spy (Spion) und -ware als Endung von Software.

Adware und Spyware gehören zur Klasse der Crapware.


Ransomware

Ransomware bezeichnet Schadprogramme, die eine Zugriffs- oder Nutzungsverhinderung von Daten bewirken. Dabei werden Daten auf dem betroffenen Computer verschlüsselt oder der Zugriff auf sie wird verhindert. Für die Entschlüsselung oder Freigabe wird ein „Lösegeld“ gefordert. Die Bezeichnung „Ransomware” enthält das englischen Wort für Lösegeld (ransom).

Letztes Upload: 06.02.2017 um 22:00:56