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TCP/IP-Programme (ab Windows® 98):
PING,
TCP/IP-Diagnoseprogramm

Das Diagnoseprogramm PING.EXE dient zur Prüfung der Erreichbarkeit eines oder mehrerer anderer Netzwerkrechner. Dazu werden „Internet Control Message Protocol”-Echo-Abfragen (ICMP-Requests) verschickt.

In der Beschreibung von dem PING.EXE, das mit Windows 95 ausgeliefert wurde, steht als Funktionseinschränkung vermerkt, „zu einem oder mehreren nicht lokalen Host-Rechnern”. Möglicherweise liegt es daran, dass für lokale Netzwerke die Auflösung der Zeitmessung nicht genau genug ist. Davon abgesehen, funktioniert das Programm auch im lokalen Netzwerk.

Mit ping localhost kann man auf die Schnelle prüfen, ob das auf dem eigenen Rechner installierte TCP/IP grundsätzlich funktioniert.

Bitte beachten: Ein richtige konfigurierte Firewall blockt aus Sicherheitsgründen Ping- und Traceroute- Anfragen von außerhalb des eigenen Netzwerkes ab. Man bietet für Hacker weniger Angriffspunkte, wenn man im Internet möglichst unsichtbar ist.

Aufruf:

ping [-t] [-a] [-n anzahl] [-l länge] [-f] [-i ttl] [-v tos] [-r anzahl] [-s anzahl] [[-j host-liste] | [-k host-liste]] [-w timeout] ziel-liste
Parameterbeschreibung
-t Sendet fortlaufend Ping-Signale zum angegebenen Host bis das Programm PING.EXE abgebrochen wird.
-a Angezeigte IP-Adressen sollen in Host-Namen aufgelöst werden.
-n anzahl Sendet gewünschter ECHO-Pakete. Voreingestellt ist 4..
-l länge Gewünschte Datenlänge der ECHO-Pakete in Bytes. Voreingestellt ist 64. Die Maximallänge beträgt 8192 Bytes.
-f Sendet ein Do-Not-Fragment-Flag im Paket. Damit wird das Paket garantiert unfragmentiert gesendet und weitergeleitet. Voreingestellt ist "nicht gesetzt".
-i ttl Setzt das Feld Time To Live (Lebensdauer) auf den durch ttl angegebenen Maximalwert.
-v tos Setzt das Feld Type Of Service (Diensttyp) auf den durch tos angegebenen Wert. Voreingestellt ist 0. Zugelassen sind Werte von 0 bis 255.
-r anzahl Zeichnet die Route der Abfragepakete auf. Durch anzahl können mindestens 1 und maximal 9 Host-Computer bzw. Hops (Sprünge von einer Zwischenstation zur nächsten) angegeben werden.
-s anzahl Zeigt die Zeitstempel für die Wechsel von einem Router bzw. Hop zum nächsten an. Die Anzahl der Anzeigen wird durch die Angaben "anzahl" begrenzt.
-j host-liste Leitet Pakete über die angegebene Liste von Host-Computern. Maximale Angabe: 9.
-k host-liste Leitet Pakete über die angegebene Liste von Host-Computern. Maximale Angabe: 9.
-w timeout Gibt das Timeout-Intervall in Millisekunden an.
ziel-liste Liste der Host-Computer, die überprüft werden sollen.

Beispiel von PING-Abfragen:

Das Beispiel zeigt nacheinander
  • einen leeren Aufruf zur Anzeige des Hilfstextes,
  • PING an den eigenen Rechner,
  • PING an den eigenen Rechner mit dem Freeware-Programm HRPING (u.a. genauere Zeitauflösung, Umleitungsmöglichkeit für die Ausgabe, zusätzliche Traceroute-Funktionalität).

Die Bezeichnung TTL in der Ergebnisanzeige ist missverständlich. „TTL” bedeutet „Time to Live”. TTL wird normalerweise in Sekunden angegeben. Angezeigt wird jedoch der sogenannte TTL-Zähler. Dieser beinhaltet keine Zeitspanne. Er wird bei jedem durchlaufenden Knoten um 1 verringert. Bei meinem PC hat er den Anfangswert 64. Da mein kleines lokales Netzwerk keine Knoten hat, bleibt er bei den Beispielen auf 64.

C:\>ping

Syntax: PING [-t] [-a] [-n Anzahl] [-l Größe] [-f] [-i TTL] [-v TOS]
            [-r Anzahl] [-s Anzahl] [[-j Host-Liste] | [-k Host-Liste]]
            [-w Timeout] Zielliste

Optionen:
   -t             Sendet fortlaufend Ping-Signale zum angegebenen Host.
   -a             Adressen zu Hostnamen auswerten.
   -n Anzahl      Anzahl zu sendende Echo-Anforderungen.
   -l Länge       Pufferlänge senden.
   -f             Flag für "Don't Fragment" setzen.
   -i TTL         Time To Live.
   -v TOS         Type Of Service.
   -r Anzahl      Route für Anzahl Abschnitte aufzeichnen.
   -s Anzahl      Zeiteintrag für Anzahl Abschnitte.
   -j Host-Liste  "Loose Source Route" gemäß Host-Liste.
   -k Host-Liste  "Strict Source Route" gemäß Host-Liste.
   -w Timeout     Timeout in Millisekunden für eine Antwort.

C:\>ping localhost

PING wird ausgeführt für dell [127.0.0.1] mit 32 Bytes Daten:

Antwort von 127.0.0.1: Bytes=32 Zeit<10ms TTL=64
Antwort von 127.0.0.1: Bytes=32 Zeit<10ms TTL=64
Antwort von 127.0.0.1: Bytes=32 Zeit<10ms TTL=64
Antwort von 127.0.0.1: Bytes=32 Zeit<10ms TTL=64

Ping-Statistik für 127.0.0.1:
    Pakete: Gesendet = 4, Empfangen = 4, Verloren = 0 (0% Verlust),
Ca. Zeitangaben in Millisek.:
    Minimum = 0ms, Maximum =  0ms, Mittelwert =  0ms


C:\>hrping localhost
This is hrPING v2.01 by Chris Lueders of cFos Software -- www.cfos.de

Using CPU TSC; calibrated to 864.246 MHz (cached)
Pinging localhost [127.0.0.1]
with 64 bytes data (92 bytes IP) (overlapped):

Reply from 127.0.0.1: seq=0001 time=3.195ms TTL=64
Reply from 127.0.0.1: seq=0002 time=0.144ms TTL=64
Reply from 127.0.0.1: seq=0003 time=0.132ms TTL=64
Reply from 127.0.0.1: seq=0004 time=0.142ms TTL=64

Statistics for localhost:
    Pakets: sent=4, rcvd=4, error=0, lost=0 (0% loss) in 1.503201 sec
    RTTs of replies in ms: min/max/avg: 0.132 / 3.195 / 0.903

C:\>

Letztes Upload: 14.07.2016 um 18:09:33