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zur Alsterschifffahrt

Brücken und Alsterdampfer

Anlegestellen der Alsterschiffe

Die Alsterschifffahrt:
An Jungfernstieg und Binnenalster

Bild: Hamburg, Jungfernstieg vor 1899
Hamburg, Jungfernstieg vor 1899
Ab dem 3.9.1900 fuhren elektrische Straßenbahnen über den Jungfernstieg. Davon ist auf dem mit „Max Priester Hamburg Photograph” gekennzeichneten Foto nichts zu sehen. Aber einige Alsterdampfer liegen am Anleger Jungfernstieg.

Der Anleger auf dem Foto zeigt die Bauform von 1885. 1899 wurde der Jungfernstieg verbreitert und bereits am 8.3.1899 wurde ein 175  langer und 7 m breiter Ladekai aus Beton, an dem sieben Dampfer gleichzeitig anlegen konnten in Betrieb genommen.[17, Seite 177]

Somit her Herr Priester dies Foto einige Jahre vor 1899 gefertigt.


Bild: Hamburg, Binnenalster 1920er/1930er
Hamburg, Binnenalster 1920er/1930er
Hamburg Innenalster: Das steht auf der Karte links unten. Gemeint ist sicher die Binnenalster. Einem Hamburger Verlag, in diesem Fall dem Verlag Edmund Kummer aus Hamburg 39, dürfte so etwas nicht passieren!

Zumindest das Alsterschiff im Vordergrund ist ein richtige Dampfer. Ungefähr in der Mitte zwischen dem hinteren Alsterschiff und dem Rathausturm ist das niedrige helle Dach des runden Verkehrspavillons an Jungfernstieg und Binnenalster zu erkennen. Der Pavillon wurde 1924 errichtet. Rechts oberhalb des Daches ist ein helles Haus zu erkennen. Auf der nächsten Postkarte ist dieses Haus um zwei Etagen aufgestockt zu sehen. Es dürfte sich um das Kaufhaus Hirsch & Cie handeln. Es wurde 1928 umgebaut. Die Postkarte zeigt das Kaufhaus vor dem Umbau. Der Fotograf stand vermutlich auf der Lombardsbrücke und betätigte zwischen 1924 und 1928 den Auslöser seiner Fotokamera.


Bild: Hamburg, Jungfernstieg in den 1920er/1930er
Hamburg, Jungfernstieg in den 1920er/1930er
Jungfernstieg und Alsterdamm: Obwohl der Verlag Schöning & Co. nicht in Hamburg, sondern in Lübeck seinen Sitz hat(te), stimmt die Bezeichnung. 1947 hatte der Alsterdamm einen anderen Namen erhalten. Seitdem heißt er Ballindamm. Die Karte dürfte etwas jünger sein als die vorige. Zwar sind die Alsterdampfer ebenfalls noch Dampfer, aber das helle Eckhaus Neuer Wall/ Jungfernstieg wurde zwischendurch um zwei Stockwerke aufgestockt.

Im Vordergrund befindet sich der Alsterpavillon. Er wurde in der Nacht vom 26. auf den 27.Juli 1942 durch Bomben zerstört. Sein in Richtung Binnenalster liegendes Café hatte den Spitznamen „Judenaquarium". Im Alsterpavillon fanden noch zur Zeit des Nationalsozialismus Swing-Konzerte statt. Den damaligen Machthabern war das gar nicht recht![34]

Aus den Bauzuständen des Eckhauses Neuer Wall/Jungfernstieg - vermutlich Kaufhaus Hirsch & Cie - und dem noch erhaltenen Alsterpavillon ergibt sich der Zeitraum 1928 bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs für die Entstehung der Postkarte. (Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde der Alsterdampferverkehr eingestellt. Somit wurde dass das Foto bereits vor Kriegsausbruch aufgenommen.)


Letztes Upload: 30.09.2017 um 08:49:08