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Fotos vom barrierefreien Umbau
der Haltestelle Ohlstedt (1.5.2016)

Inhaltsverzeichnis
Hamburger U-Bahn

Hamburger U-Bahn:
Barrierefreiheit 2015/2016/2017

Hinweis: Ob ein Aufzug an einer Schnellbahnstation des HVVs betriebsfähig ist, lässt sich hier nachsehen. Ein Klick auf die betreffende Haltestelle in der angezeigte Karte informiert zusätzlich über den Standort des Aufzugs bzw. der Aufzüge. Ein Folgelink führt zu weiteren Informationen über die barrierefreie Ausstattung der betreffenden Schnellbahnstation.

Es handelt sich um eine Anzeige in Echtzeit.

Das Hamburgische Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (HmbGGbM) vom 21. März 2005 definiert Behinderung und Barrierefreiheit in zwei Paragraphen:

§ 3 Behinderung

Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist.

§ 4 Barrierefreiheit

Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche, wenn sie für behinderte Menschen ohne besondere Erschwernis und in der Regel ohne besondere Hilfe zugänglich und nutzbar sind.


In seiner Regierungerklärung vom 23. März 2011 kündigte Olaf Scholz als (damals) neuer Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg an, alle (Hamburger) U-Bahn-Haltestellen bis zum Ende dieses Jahrzehnts barrierefrei auszubauen.

Entsprechend würden zusätzliche Mittel für den barrierefreien Ausbau der U-Bahn-Haltestellen zur Verfügung gestellt.

Die HHA (Hochbahn) startete das sogenannten „Lift-Programm” mit dem Ziel, von 2012 bis 2015 insgesamt 21 Haltestellen barrierefrei auszubauen. Die Anzahl ihrer barrierefreien Haltestellen würde sich dadurch bis Ende 2015 auf 58 erhöhen.

Für den barrierefreie Ausbau einer Haltestelle sind mindestens vorgesehen:

  • Der Einbau eines Aufzugs pro Bahnsteig,
  • die Teilerhöhung des Bahnsteigs bzw. der Bahnsteige und
  • der Einbau von Orientierungshilfen für sehbehinderte Menschen.

Hinzu kommt, dass die Aufzüge u.U. einen eigenen Zugang benötigen. Das ist dann der Fall, wenn der Fahrstuhl nicht in der vorhandenen Schalterhalle eingebaut werden kann. Dann ist zumindest ein zusätzlicher Fahrkartenautomat erforderlich. Dieser Fahrkartenautomat muss barrierefrei zugänglich sein. Die  i Haltestelle Berne ist ein hierzu passendes Beispiel (2 zusätzliche Fahrkartenautomaten). Auf der Hochbahnwebsite (Stand 2.8.2015) unter Aktuelles/Liftprogramm/Haltestellenübersicht liest es sich für die Haltestelle Legienstraße beispielsweise so:

  • Teilerhöhung beider Bahnsteige
  • Einbau von zwei Aufzügen
  • Einbau von Orientierungshilfen für sehbehinderte Menschen
  • Schaffung neuer Zugänge zu den Bahnsteigen von der Legienbrücke

Stand der Umbauten auf barrierefreien Zugang
Im Einzelnen sieht es per Jahreswechsel 2016/2017 so aus:
Nr. Haltestelle barrierfrei
1. Kellinghusenstraße ab Februar 2012
2. Berliner Tor ab August 2012
3. Überseequartier ab Eröffnung 28.11.2012)
4. HafenCity Universität ab Eröffnung 28.11.2012 2012)
5. Osterstraße nach Umbau von Mai 2012 bis zum 16.5.2013
6. Emilienstraße nach Umbau von Januar 2013 bis zum 25.9.2013
7. Christuskirche nach Umbau von Februar 2013 bis zum 25.9.2013
8. Kiwittsmoor nach Umbau von Juni 2013 bis zum 30.10.2013
9. Eppendorfer Baum nach Umbau von Juli 2013 bis zum 8.4.2014
10. Hammer Kirche ab 20.10.2014
11. Feldstraße nach Umbau von Januar 2014 bis zum 22.10.2014
12. Wandsbek-Gartenstadt nach Umbau von April 2013 bis zum 27.10.2014
13. Burgstraße nach Umbau von März 2014 bis zum 15.12.2014
14. Berne nach Umbau von April 2014 bis zum 15.1.2015
15. Mundsburg nach Umbau vom 8.8.2014 bis zum 12.3.2015
16. Legienstraße nach Umbau vom 16.6.2014 bis zum 17.7.2015
17. Rauhes Haus ja, Umbaubeginn 22.9.2014, Fertigstellung 10.12.2015. Hier sind die ersten zwei U-Bahn-Fahrstühle in Hamburg, die ohne Fahrausweis benutzt werden dürfen.
18. Hallerstraße ja, nach sogenannter „Einweihung” des Aufzugs ab 6.10.2015
19. Klosterstern ja, barrierefrei mit Inbetriebnahme des Fahrstuhls am 20.12.2016
20. Stephansplatz ja, barrierefrei laut Meldungen in der Tagespresse ab dem 30.5.2016.
21. Ochsenzoll ja, Umbaubeginn 9.3.2015. Fertigstellung am 20.11.2015
21. Ohlstedt ja, Umbaubeginn Anfang Februar 2016, barrierefrei laut Website der HHA am 21.10.2016 und somit etwa 2 Monate früher als geplant.
22. Buchenkamp ja, barrierefrei laut HVV-Newsletter vom 9.2.2017 seit dem 2.2.2017.
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Ahrensburg West
Ahrensburg Ost
Schmalenbeck
offiziell barrierefrei laut Pressemitteilung der HHA vom 13.3.2017. Laut EXIF-Information des der Pressemitteilung beigefügten Fotos erfolgte die offizielle Inbetriebnahme der Aufzüge an den drei Haltestellen ebenfalls am 13.3.2017.
26. Buckhorn ja, barrierefrei laut Facebookauftritt der HHA vom 3.4.2017. Dortige Datums- bzw. Zeitangabe: „jetzt”.
Hallerstraße, Klosterstern, Stephansplatz: Bei allen drei Haltestellen wurde mit der Sanierung der stählernen Deckenstützen auf den Bahnsteigen vor dem eigentlichen Umbau begonnen. „Offiziell” begann der eigentliche Umbau der Haltestelle Hallerstraße am 2.1.2015. Wegen der Umbauarbeiten wurde während der Frühjahrsschulferien vom 28.2.2015 bis einschließlich zum 15.3.2015 die Strecke Kellinghusenstraße - Jungfernstieg für den Bahnbetrieb gesperrt. Eine zweite Streckensperrung erfolgte während der Großen Sommerferien vom 20.6.2015 bis einschließlich 26.8.2015. Zwischen diesen beiden Sperrperioden ruhten die Umbauarbeiten an den Haltestellen Klosterstern und Stephansplatz.
Planungen 2016:
  • 2016 in Hamburg: Geplanter Umbaubeginn der Haltestellen Joachim-Mähl-Straße, Hagendeel, Merkenstraße, Ohlstedt, Buckhorn, Buchenkamp
  • 2016 in Schleswig Holstein, Kreis Stormarn: Ahrensburg-West, Ahrensburg-Ost, Schmalenbeck.
  • Alle verbleibenden Hamburger U-Bahn-Haltestellen müssten dann bis zum 31.12.2020 ebenfalls barrierefrei gemacht worden sein, damit der Erste Bürgermeister seine Zusage einhalten kann (das erste Jahr unserer Zeitrechnung begann mit dem 1.1.0001. Somit begann das nächste Jahrzehnt mit dem 1.1.0011 usf.)
Beim Betrachten der Planung für 2016 fällt auf, dass sechs der umzubauenden Haltestellen auf den beiden kurzen Streckenzweigen nördlich von Volksdorf liegen. Die Barrierefreiheit für diese sechs umzubauenden Haltestellen soll im Frühjahr 2017 erreicht werden. Tatsächlich war Ohlstedt am 21.10.2016 bereits barrierfrei.

Über die für 2016 geplanten Umbauten der drei Haltestellen im Kreis Stormarn (Ahrensburg-West, Ahrensburg-Ost, Schmalenbeck) wurde am 20.7.1015 Näheres bekannt. Demnach wird dazu der betreffende Streckenzweig vom 2.7.2016 bis zum 9.10.2016 gesperrt werden. Parallel zum Umbau sollen Brücken- und Gleisarbeiten durchgeführt werden.

Laut Bekanntgabe der Hochbahn vom 20.6.2016 soll nun Streckensperrung etwas länger, vom 2.7.2016 bis zum 20.10.2016, anhalten. Die Hochbahn schätzt die Kosten für das gesamte Vorhaben auf € 17 Millionen. Der Betrag wird aus Mitteln der HHA bzw. Hamburgs, des Landes Schleswig-Holstein, des Kreises Stormarn sowie der Kommunen Ahrensburg und Großhansdorf aufgebracht.[Lutz Wendler: Die U1 wird im nächsten Jahr drei Monate gesperrt, Hamburger Abendblatt, Stormarn-Ausgabe vom 20.07.2015]

Planungen Jahreswechsel 2016/2017: Es wird an den Haltestellen Buchenkamp, Buckhorn, Ahrensburg West, Ahrensburg Ost, Schmalenbeck, Hagendeel, Merkenstraße und Joachim-Mähl-Straße gebaut. Im Laufe des Jahres 2017 sollen die Bauarbeiten zum barrierefreien Ausbau der Haltestellen Langenhorn Nord, Meiendorfer Weg, Uhlandstraße, Habichtstraße, Hohelufbrücke und Lübecker Straße beginnen.
Offen ist, wie die wichtigen Haltestellen U1Jungfernstieg, U3Landungsbrücken und U3Sternschanze mit Fahrstühlen ausgestattet werden können.
Quellenhinweis: Website der HHA sowie weiterer Berichterstattung[81, Hefte 1/2015 und 2/2015]

Letztes Upload: 21.05.2017 um 16:31:09