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Zeittafel
(1928)

Inhaltsverzeichnis
Hamburger U-Bahn

Die Hamburger Hochbahn AG 1928:
Selbstdarstellung der Hamburger Hochbahn Aktiengesellschaft

Quelle für die Selbstdarstellung: Jubiläumsschrift „Hundert Jahre Hamburger Fremdenblatt / 1828 * Jubiläumsfestschrift * 1928 ” Hamburg 1928. Dies ist eine Abschrift des Textes aus der Anzeige der HHA auf Seite 139. Die in der Anzeige gemachte Rechtschreibung wurde dabei beibehalten.

Außerdem enthält diese Seite den Status der von der HHA betriebenen Straßenbahn aus einer Veröffentlichung im Jahre 1926.


Hamburger Hochbahn Aktiengesellschaft

Die Hamburger Hochbahn Aktien Gesellschaft ist ein gemischtwirtschaftliches Unternehmen. Der hamburgische Staat ist daran mit RM&thinsp44 845&thinsp000.- Aktien beteiligt, während nom. RM&thinsp57 500&thinsp000.- Aktien im privaten Besitz sind. Der Staat hat sich jedoch die Mehrheit bei der Abstimmung in der Generalversammlung vorbehalten. Den Inhabern der privaten (A-) Aktien hat der Staat eine Dividende von 5% gewährleistet. Die Fahrpreise sollen so bemessen sein, daß die Verteilung eines sechsten Prozentes erwartet werden kann.

Die Gesellschaft betreibt die gesamte Straßenbahn in Hamburg, Altona, Harburg, Wandsbek und Umgebung mit einer gesamten Streckenlänge von 217,3 km, ferner das hamburgische Hoch- und Untergrundbahnnetz einschließlich der Langenhorner Bahn und der Walddörferbahn mit einer gesamten Streckenlänge von 63,9 km, 10 Autobuslinien im Tagbetrieb sowie 8 Nachtlinien; endlich die Personenschiffahrt auf der Alster, letztere auf Rechnung der Firma Lütgens & Reimers. An Betriebsmitteln für den Personenverkehr sind vorhanden: 333 Hochbahn-Triebwagen, 895 Straßenbahn-Triebwagen, 960 Straßenbahn-Beiwagen, 104 Autobusse und 18 Alsterdampfer.

Die Betriebsleistungen und Einnahmen betrugen im Jahre 1926 und 1927:

Verkehrsmittel Beförderte Personen
(einschl.Zeitkarten)
Geleistete Wagen-
(Dampfer-)Kilometer
Einnahmen
RM
1927 1926 1927 1926 1927 1926
a)Hochbahn: 94 157 749 88 159 739 17 828 653 15 676 269 15 126 280.15 14 241 135,06
b)Straßenbahn: 241 114 593 234 239 846 67 335 325 62 672 578 39 846 044,80 38 788 806,61
c)Alsterschiffahrt: 6 331 591 6 462 423 775 326 750 783 858 804,45 862 860,54
d)Autobusse: 9 520 557 5 187 353 3 033 319 1 416 821 2 645 733,85 1 440 823,50
351 124 400 334 049 361 86 999 623 80 516 451 58 476 863,25 55 333 625,71
Den elektrischen Strom für den Betrieb der Straßenbahnen bezieht die Gesellschaft teils von den hamburgischen Elektrizitätswerken, teils von den städtischen Elektrizitätswerken in Altona, Harburg und Wandsbek; für den Betrieb der Hochbahn erzeugt die Gesellschaft den Strom in ihrem eigenen Kraftwerk in Barmbeck.

Die Gesellschaft baut zurzeit eine 4,37 km lange Erweiterungsstrecke des Hoch- und Untergrundbahnnetzes von der Haltestelle Kellinghusenstraße nach dem Jungfernstieg, ferner einen neuen Betriebsbahnhof für die Hochbahn zwischen den Haltestellen Stadtpark und Borgweg. Sie verlängert sämtliche Bahnsteige der Hochbahn; hierzu gehört auch eine weitgehende Umgestaltung des Bahnhofs Barmbeck.

Am 1. Januar 1928 standen 10581 Personen in Dienst der Gesellschaft


1925: Die Straßenbahn in Hamburg

Die folgenden Aussagen betreffen die Straßenbahn in Hamburg. Veröffentlicht wurden sie 1926.[25, zitiert aus den Seiten 37, 38 und 39] Es dürfte der Status von 1925 beschrieben worden sein:

Seite 37: Heute besitzt die Hochbahn 822 Straßenbahnmotorwagen und 936 Anhängewagen. Die Gesamtlänge der im Betriebe befindlichen Strecken beträgt 210 km, die gesamte Gleislänge 412 km.

Seite 38: Für die Unterhaltung und Erneuerung der Wagen besitzt die HHA eine umfangreiche Hauptwerkstatt in Falkenried, die früher auch für fremde Rechnung Hoch- und Straßenbahnwagen hergestellt hat, jetzt aber nur für den eigenen Bedarf des Unternehmens tätig ist. Außerdem sind 18 Straßenbahnhöfe in verschiedenen Teilen des Städtekomplexes vorhanden, darunter einige sehr umfangreiche und neuzeitliche Anlagen.

Seiten 38/39: Ein neuer großer Bahnhof ist beispielsweise in Winterhude am Krohnskamp errichtet worden zum Ersatz des in jeder Beziehung veralteten benachbarten Bahnhofs in der Dorotheenstraße....Vor der zweigleisigen Zufahrt zweigen 18 Gleise ab, von denen 16 in die große nur durch eine feuersichere Zwischenwand unterteilte Wagenhalle hineinführen. Diese Halle ist 59 m breit und 128 m lang und vermag ungefähr 200 Wagen aufzunehmen. Die Gleise haben 1,3 m tiefe Revisionsgraben, um jederzeit unter den Wagen Unterhaltungsarbeiten vornehmen zu können.

Seiten 38/39: Die Hochbahngesellschaft hat in ihrem Straßenbahnnetz neuerdings eine Anzahl elektrischer Weichen eingebaut, deren Zahl ständig vermehrt wird. Je nachdem, ob der Führer bei der Annäherung an die Weiche Strom gibt oder stromlos fährt, stellt sich die Weiche selbsttätig um oder sie bleibt in der eingenommenen Lage stehen. Bei Dunkelheit zeigen elektrische Lichtsignale dem Führer die Stellung der Weiche an. ... Naturgemäß können solche Weichen, vor denen der Führer aus einem anderen Grunde, insbesondere wegen einer ständigen Haltestelle anhalten muss, nicht elektrisch betätigt werden, weil von diesen Stellen aus stets mit Strom angefahren werden muss und ein stromloses Fahren nicht möglich ist.


Letztes Upload: 07.05.2016 um 07:57:53