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Inhaltsverzeichnis Hamburger U-Bahn

Die Hamburger Hochbahn:
Das Entgelt und die Fahrpreise im Jahr 1912
(Einige vergleichenden Beispiele, zusätzlich bewertet mit der Kaufkraft von 2007)

In den Büchern
  • [3, Seite 31]
  • [18, Seite 102]
  • [27, Seiten 88 und 89]
  • Fachredaktionen des Biographischen Instituts: Schlag nach!, Mannheim 1960
sind einige Angaben über damalige Lohn- und Gehaltszahlungen gemacht.

Diese Angaben sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt und mit Hilfe der  i Kaufkrafttabelle auf das Niveau von 2007 umgerechnet. Zur Unterscheidung sind die umgerechneten Beträge in blau dargestellt.

Angaben zu den Einkommensverhältnissen der Fahrgäste haben eine andere Hintergrundfarbe.

Beruf Jahr Lohn/Gehalt Bemerkungen
Pferdebahnschaffner: 1893 50 Mark/Monat
302 €/Monat
1090,90 Mark Trinkgelder/Jahr,
10,00 Mark Weihnachtsgeld,
=1700,90 Mark/Jahr
Motorreiniger in der Straßenbahnwerkstatt: 1903 75 Mark/Monat
432 €/Monat
ungelernter Arbeiter: 1912 0,45 Mark/Stunde
2,09 €/Stunde
gelernter Arbeiter: 1912 0,55 Mark/Stunde
2,55 €/Stunde
Fahrkartenverkäuferin im Schichtdienst: 1912 75 Mark/Monat
348 €/Monat
Fahrkartenschaffner im 1. Dienstjahr: 1912 106 Mark/Monat
492 €/Monat
abzüglich:
Krankenversicherung,
Invaliditätsversicherung
Fahrzeugführer: 1912 125 bis 155 Mark/Monat
580 bis 720 €/Monat
abzüglich:
3,12 Mark Krankenversicherung
1,04 Mark Invaliditätsversicherung,
0,85 Mark Unterstützungsverein
Straßenbahnschaffner: 1912 105 Mark/Monat
487 €/Monat
abzüglich:
2,60 Mark Krankenversicherung
1,04 Mark Invaliditätsversicherung,
2,10 Mark Pensionskasse
durchschnittlicher Arbeiterhaushalt, 1 Hauptverdiener, 3 bis 5 Kinder 1907 100 Mark/Monat
529 €/Monat
Ausgaben:
56 Mark Lebensmittel,
12 Mark Wohnung,
18 Mark Kleidung
Zugfahrer Hochbahn: 1932 173,-RM/Monat
entspricht 476 €/Monat
 
Fahrkartenverkäufer Hochbahn: 1932 170,-RM/Monat
entspricht 467 €/Monat
durchschnittlicher Industriearbeiter 1958 106,79 DM/Woche
215 €/Woche
entspricht
464 DM/Monat
934 €/Monat
durchschnittlicher kaufmännischer Angestellter: 1958 528 DM/Monat
1061 €/Monat
durchschnittlicher technischer Angestellter: 1958 713 DM/Monat
1433 €/Monat
Die Arbeiterrückfahrkarte der Hochbahn kostete 1912 0,20 Mark (entspricht 93 ¢ in 2007). Damit konnte man morgens vor 7:00 Uhr in einer Richtung beliebig weit fahren. Die Rückfahrt musste am gleichen Tag erfolgen, war jedoch zeitlich nicht eingeschränkt.
Der Wochenfahrausweis von 1950 kostete 2,40 DM (entspricht 5,67 € in 2007). Er galt für 12 Fahrten, und zwar 2 Fahrten je Werktag mit zweimaligem Um- oder Übersteigen oder einmaligem Um- und einmaligem Übersteigen, gültig auch auf den Hafenfähren.
Die ersten Fahrkartenpreise der Hamburger Hochbahn ab 1912:
Einzelfahrten: 2. Klasse 3. Klasse Jede weitere
Haltestelle
bis zur 5. Haltestelle: 0,15 0,10 nicht
zutreffend
bis zur 10. Haltestelle: 0,20 0,15
mehr als 10 Haltestellen: 0,30 0,20
Frühverkehr an Werktagen, Fahrtantritt vor 7:00 Uhr morgens:
nein

0,10
Rückfahrt zur Frühverkehrskarte: nein 0,10
Zeitfahrkarten
Wochenkarte für den Frühverkehr an Werktagen: nein 0,55
Wochenkarte für den Frühverkehr an Werktagen mit Rückfahrt:
nein

1,10
1 Kalenderjahr, Dauerkarte für das gesamte Netz:200,00150,002. Klasse3. Klasse
1 Kalenderjahr, Dauerkarte bis zu 8 Haltestellen: 110,00 80,00 7,00 5,00
Vierteljahreskarte, 1. Quartal, bis zu 8 Haltestellen: 38,00 28,00 ? 2,00
Vierteljahreskarte, 2. Quartal, bis zu 8 Haltestellen: 32,00 23,00 ? 1,50
Vierteljahreskarte, 3. Quartal, bis zu 8 Haltestellen: 27,00 19,00 ? 1,00
Vierteljahreskarte, 4. Quartal, bis zu 8 Haltestellen: 23,00 15,00 ? 1,00
Kinder bis zu einem Alter von einem Jahr wurden kostenlos befördert. Für sonstige Kinder war der normale Fahrpreis zu entrichten.[27,Seite 77]

Letztes Upload: 09.10.2016 um 17:18:06