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Fahrscheine der
HHA bis Anfang 1932

Die Hyperinflation ab 1922

Inhaltsverzeichnis
Hamburger U-Bahn

Die Hamburger U-Bahn:
Nach der Hyperinflation: 1924 bis Anfang 1932

Die Inflation und die damit verbundenen Spekulationen war am 15.11.1923 durch die Ablösung der Papiermark mit Einführung der Rentenmark beendet. Allerdings mussten die am 15.11.1923 gültigen Papiermarkscheine bis Anfang 1925 als wertstabiles Notgeld (Kurs: 1 Billion Mark = 1 Rentenmark) dienen, denn die neue Rentenmark konnte nur langsam in Umlauf gesetzt werden.

Rentenmark und die im Oktober 1924 eingeführte zu ihr wertgleiche Reichsmark waren gesetzliches Zahlungsmittel. Beide Währungen hielten sich bis zur Währungsreform am 20.06.1948.

Die HHA behielt die Goldmark als Rechnungseinheit bis zum 23.05.1925 bei. Ab dem 25.05.1925 betrugen die Preise für Einzelfahrkarten 15, 20, 25 und 30 Pfg. Nach 23 Uhr fiel die Teilstrecken- bzw. Zonenberechnung fort, und es wurde ein Einheitstarif von 25 Pfg. für jede Einzelfahrt erhoben. Ebenso bestand für die Sonn- und Feiertage ein Einheitstarif von 20 Pfg. bis 11 Uhr abends und 25 Pfg. nach 11 Uhr abends.

Fahrpreise der HHA ab dem 25.05.1925
bis zur 5. Haltestelle:0,l5 MkWochenkarte für 12 Fahrten Straßenbahn:1,80 u. 2,l0 Mk
bis zur 10. Haltestelle:0,20 MkWochenkarte für 12 Fahrten U-Bahn:1,50 u. 1,80 Mk
bis zur 15. Haltestelle:0,25 MkMonatskarte für die U-Bahn:l4 Mk
beliebig weit:0,30 MkMonatskarte für 1 Straßenbahnlinie:l4 Mk
Alsterdampfer 1 Fahrt:0,l5 MkMonatskarte für Strab. u. U-Bahn in Hamburg:25 Mk
Alsterdampfer 2 Fahrten:0,25 MkMonatskarte für Strab. u. U-Bahn Gesamtnetz:30 Mk
Die Fahrpreise für den Autobus betrugen je nach Teilstrecken 20, 25 und 30 Pfg.
Bei dem U-Bahn-Betrieb hatten zwei Strecken einen eigenen Tarif. Es handelte sich um die Strecken der
  • Walddörferbahn von Barmbeck nach Großhansdorf und Ohlstedt/Wohldorf und der
  • die Langenhorner Bahn von Ohlsdorf nach Ochsenzoll.

Beide Bahnen gehörten dem Hamburger Staat, wurden aber von der HHA betrieben. Sie hatten tarifmäßig außer einem inneren Verkehr auch den Nachbar- und Durchgangsverkehr mit der Hochbahn. Die Walddörferbahn behielt den den eigenen Tarif bis zum 1.10.1950. Der eigenständiger Tgarif der Langenhorner Bahn entfiel am 23.05.1925.

Abgesehen von kleinen Angleichungen im Preis und Entfernung am 1.7.28 und 13.10.29 blieb das Tarifgefüge der Hochbahn bis zum 8.01.1932 stabil. Es sei erwähnt, dass es außer den Einzelfahrkarten auch schon lange die Wochen- und Monatskarten gab. Des weiteren gab es Wochenkarten für Schüler- und Schülernebenkarten sowie Lehrlingskarten. Schreber(gärtner) konnten seit 1921 verbilligte Karten nutzen. Nachdem die Straßenbahnbetriebe und die Alsterschifffahrt von der Hochbahn übernommen wurden (1919 und 1923), gab es vereinzelt stark begrenzte Übergangsmöglichkeiten zu anderen Zweigen des Nahverkehrs. Untereinander konnte man fast immer Fahrkarten oder Scheine zum Umsteigen für das selbe System kaufen. Auch gab es zeitweise Übergangskarten auf die Hafenfähren der HADAG.


Letztes Upload: 26.10.2017 um 18:37:47