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Zeittafel
(1918)

Die Gründung
der HHA

Verleihungsurkunde 1918

1928 - Selbstdarstellung der HHA

Inhaltsverzeichnis
Hamburger U-Bahn

Die Gründung der Hamburger Hochbahn AG:
Eine A-Aktie der HHA von 1919 und wer hält Ende 1927 die HHA-Aktien ?

Bild: Hochbahn-A-Aktie von 1919
Das Bild zeigt eine A-Aktie der Hamburger Hochbahn Aktiengesellschaft (HHA) aus der Emission II im Nennwert von 500 Reichsmark. Zwar steht groß „EINTAUSEND MARK” auf der Urkunde, aber der schrägestellte kaum lesbare rote Stempelabdruck lautet „Umgestellt auf RM 500.- / Fünfhundert Reichsmark”.

Der Text „Der Inhaber dieser Aktie...” belegt, dass es sich um eine Inhaberaktie handelt. Somit ist sie an keine namentlich genannte Person gebunden.

Ganz klein in der unteren Mitte steht ein Hinweis auf die Druckerei H. O. Persiehl, Hamburg. Die Druckerei H. O. Persiehl besteht noch immer.

Der Papierbogen ist etwa 37*26,5 cm groß. Der den bedruckten Bereich umgebende rechteckige Rahmen ist ohne Berücksichtigung der Eckenausschmückung außen 32*22 cm groß.

Die Aktie wurde im Dezember 1919 ausgegeben. Die meisten A-Aktien der HHA wurden von Privatpersonen erworben.[152, Seite 7]

Unterzeichnet wurde die Aktie von dem gesamten Vorstand der HHA:

  • Wilhelm Stein als vorsitzender Direktor
  • Charles Liez als stellvertretender Direktor
  • Dr. Ing. Mattersdorff als stellvertretender Direktor
  • Dr. Max Mumßen
  • Carl Walther
Einige nähere Informationen zum Vorstand:[47, Seiten 18 und 24]
  • Die Prokuristen Charles Liez (kaufmännischer Bereich) und Dr. Ing. Mattersdorff (Technik) wurden in der Aufsichtsratsitzung vom 22.3.1918 zu stellvertretenden Direktoren unter ... Beibehaltung ihrer bisherigen Befugnisse ernannt.
  • Der Senator Dr. Max Mumßen wurde am 27.12.1918 als Vorstandsmitglied der HHA ins Handelsregister eingetragen. Er sollte vorher aus dem Senat ausgeschieden sein.
  • Carl Walther wird in der o.g. Quelle abweichend als „Walter” geschrieben. Er wurde am 23.3.1919 als Vorstandsmitglied der HHA ins Handelsregister eingetragen. Den bisherigen Vorstandsmitgliedern der Straßen Eisenbahn-Gesellschaft (SEG) war angeboten worden, in den Vorstand der HHA eintreten zu können. Nur Carl Walther nahm das Angebot wahr. Die SEG-Direktoren Geyl und Poetz wählten den Ruhestand.

Bild: Prägestempel in der Hochbahn-A-Aktie von 1919Bild links: Der Prägestempel mit dem Schwan im Ring und dem Hamburger Wappen unten am Ring ist etwa 28 mm hoch und nicht ganz kreisrund.

Die zusätzliche Lochung kennzeichnet vermutlich die Entwertung der Aktienurkunde.


Solche historische, jetzt ungültige, Aktienurkunden sehen hübsch aus und werden von Händlern an Liebhaber verkauft. Gegenwärtig (2018) wird die historische HHA-A-Aktie für etwa 20 € pro Stück angeboten.
Wer hält Ende 1927 die HHA-Aktien ?[152, Seite 7]
Art der Aktien
Auf den Inhaber
lautende A-Aktien
Auf den Namen des
hamburgischen Staats
lautende B- und C-Aktien
Betrag RMStimmenzahlBetrag RMStimmenzahl
A-Aktien zu je 500 RM:54 280 500108 561
Noch nicht verwertete A-Aktien (§31 der 2. Neuverordnung zur
Durchführung der Verordnung über die Goldbilanzen):

3 219 500

6 439
B-Aktien zu je 500 RM:33 315 00068 630
B-Vorzugsaktie:260 00048 600
C-Aktien zu je 500 RM:10 170 00020 340
Summe der Aktien57 500 000115 00044 745 000137 870
Das gesamte Aktienkapital der HHA betrug Ende 1927 RM 102 245 000. Unter Berücksichtigung der Kaufkraft des Geldes auf 2018 umgerechnet ergibt dies etwa 850 Mio €. Dafür könnte man von 2019 bis 2024 eine knapp 6 km lange zweigleisige U-Bahn-Strecke einschließlich des erforderlichen Umbaus der als normale Station vorhandenen späteren Abzweigestation bauen. Vergleiche dazu Zeittafel Teil 4, dort 13.3.2018, Kostenschätzung U-Bahn-Verlängerung U4.

Letztes Upload: 16.03.2018 um 08:07:02