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Architek-
turströ-
mungen

Die Ringlinie der Hamburger Hochbahn:
Kellinghusenstraße

Bild: U-Bahn-Haltestelle Kellinghusenstraße
Haltestelle Kellinghusenstraße: Hier ist die alte Bausubstanz weitgehend erhalten. Besser sähe es aus, wenn der Kiosk nicht da wäre! Dies Bild ist vom 30.3.2003. Es war ein trüber Tag, so dass sich keine leuchtenden Farben ergaben.
Die Architekten Raabe & Wöhlecke achteten auf eine monumentale Gestaltung, damit der Bahnhof auch in der vorgesehenen Villenbebauung Eindruck macht. Hierzu gehört der seltsam anmutende Pavillon mit dem Kupferdach über dem Gleis der Ringlinie in Richtung Innenstadt an der spitzwinkligen Eck des Zugangsgebäudes.
Bild: U-Bahn-Haltestelle Kellinghusenstraße
14 Jahre später, am 25.3.2017, sieht es ganz anders aus: Der Kiosk ist verschwunden. An seiner Stelle parken Fahrräder. Der 25.3.2017 war ein überwiegend sonniger Samstag. Kein Wunder, dass so viele Fußgänger und Radfahrer unterwegs sind!
Bild: Fahrstuhl in der U-Bahn-Haltestelle Kellinghusenstraße
Ab Februar 2012 steht in der Haltestelle Kellinghusenstraße am Nordende jeder ihrer beiden Bahnsteige ein Personenfahrstuhl zur Verfügung. Die Bauingenieure mussten sich etwas einfallen lassen, wo und wie sie die Fahrstühle unterbringen können. Das Foto zeigt den Fahrstuhl für den Richtungsbahnsteig nach Norden. Die beiden im Foto sichtbaren Bahnbrücken überqueren die Kellinghusenstraße. Sie erhielt 1901 ihren Namen zu Ehren des Bürgermeisters Dr. Heinrich Kellinghusen (*1796; †1879).
Bild: U-Bahn-Haltestelle Kellinghusenstraße, EingangAber auch die Muschelkalkfassade ist großzügig mit Figuren geschmückt. Der Portalvorbau am Eingang Goernestraße wird von Steinfiguren getragen. Es handelt sich um zwei Paare mit je einem kleinen Mädchen. Das Bild zeigt die rechte der beiden Gruppen. Die elektrischen Blitze an den Seiten der Räder, auf denen die Mädchen sitzen, spielen auf das neue elektrische Verkehrsmittel an.

Die beiden Paare könnten an Atlas und eine Karyatide erinnern; allerdings sind Karyatiden in der griechischen Baukunst grundsätzlich vollständig bekleidet.

Zur Interpretation der von dem Maler, Illustrator und Bildhauer Johann Michael Bossard (*1874; †1950, Kunststätte Bossard geschaffenen Figuren muss man die Figurengruppen zu beiden Seiten des Eingangs miteinander vergleichen. Die Erwachsenen der einen Gruppe haben ein erkennbar anderes Alter als diejenigen der anderen Gruppe. Beide Figurengruppe zusammen symbolisieren die drei Lebensalter. Zu dieser Interpretation passt der Name „Kraft und Schnelligkeit” der Figurengruppen überhaupt nicht.
Bild: U-Bahn-Haltestelle Kellinghusenstraße, StahlstützeIn der Vorhalle hinter dem Eingang verdienen die alten Stahlstützen eine besondere Beachtung. Die Tauben tun gut daran, die Spitzen auf ihrem ehemaligen Landeplatz zu beachten!
Eine blaue Erklärungstafel besagt, dass die Haltestelle mit ihrer gediegenen Architektur auf das bürgerliche Wohnviertel abgestimmt ist. Die Architekten der Hochbahn versuchten, den Verkehrsbauten, welche die auseinandergerückten Wohn- und Arbeitsviertel verbinden sollten, städtebaulich einprägsame Gestalt zu verleihen.
Bild: U-Bahn-Haltestelle Kellinghusenstraße, beide Bahnsteige
Bild: U-Bahn-Haltestelle KellinghusenstraßeBild links, im Hintergrund:
Am Südende der Bahnsteige führt eine Fußgängerbrücke über die Gleise. Sie ist 1931 im Stil des Neuen Bauens geschaffen worden. Der Architekt war Walther Puritz.

Die Fotos oberhalb und links sind vom 19.9.2003 und 13.10.2003. Zwischenzeitlich wurden die Bahnsteige umgebaut. Die Bahnsteigüberdachungen wurden durch zeitgemäße Konstruktionen mit viel Glas ersetzt.

Bild: U-Bahn-Haltestelle Kellinghusenstraße, beide Bahnsteige
Das Foto zeigt die Bahnsteige einige Monate nach Abschluss des Umbaus am 19.11.2011. Der optische Eindruck ist weitgehend erhalten geblieben.
Bild: U-Bahn-Haltestelle Kellinghusenstraße, fast leere Bahnsteige
Dies Foto hat Seltenheitswert. Es entstand am 2.6.2017 um 15:56, also an einem Freitagnachmittag. Es steht kein einziger Zug an den Bahnsteigen, kaum Fahrgäste sind zu sehen und sogar am Himmel fehlen die Wolken.
Bild: U-Bahn-Haltestelle Kellinghusenstraße, Fußgängerbrücke
Das Foto zeigt die berühmte Fußgängerbrücke der U-Bahn-Station Kellinghusenstraße aus einer wenig fotografierten Perspektive.
Bild: U-Bahn-Haltestelle Kellinghusenstraße, Blick von der Fußgängerbrücke in Richtung Süden
Blick von der Fußgängerbrücke in Richtung Süden: Ein DT4-Zug der Ohlsdorfer Linie fährt auf das Kehrgleis.
Südlich der Station wurden ursprünglich zwei Kehrgleise für die Züge der Stichstrecke nach Ohlsdorf angelegt. Die Anlage der Gleise wurde um 1928 erheblich geändert, da dann die neue U-Bahnlinie zum Jungfernstieg hier ausgefädelt wurde. Die Ohlsdorfer Linie benutzt auch nach diesem Umbau noch immer die inneren, die Ringlinie die äußeren Gleise der viergleisigen Station.
Bild: Gleisplan U-Bahn-Haltestelle Kellinghusenstraße um 1970Der links gezeigte Gleisplan zeigt das Gleisschema bei den Stationen Kellinghusenstraße, Eppendorfer Baum und Klosterstern um 1970. Mittlerweile ist der Gleiswechsel bei Klosterstern entfernt worden.

Besonders fällt auf, dass ein Übergang zwischen den Gleisen der Ringstrecke und der Strecke der U1 möglich ist. Auch sind die beiden Abstellgleise von allen vier Gleisen im Bahnsteigbereich aus unmittelbar erreichbar.

Wenn ein Abstellgleis freigehalten wird und auf dem anderen Abstellgleis ein Reservezug vorgehalten wird, so lässt sich ein schadhafter Zug hier aus dem Betrieb nehmen. Falls er in Richtung Innenstadt fährt, wird dazu auf das leere Abstellgleis gefahren. Der vorgehaltenen Reservezug kann die Fahrgäste aufnehmen. Danach kann der schadhafte Zug über die Ringstrecke in Richtung Barmbek entsorgt werden.

Noch praktischer geht es, wenn der schadhafte Zug aus Richtung Innenstadt kommt. Er kann dann ohne Benutzung des Abstellgleises unmittelbar in Richtung Barmbek entsorgt werden.


Brücken im Bereich der Lichtwarkstraße

Die Lichtwarkstraße führt am Bahndamm der Ringlinie entlang zur Heilwigstraße. Die drei Bilder zeigen, dass sich die monumentale Gestaltung auch auf die Hochbahnbrücken erstreckt. Das Material ist solider Granit, keines der Objekte ist unter 2 m hoch.

Bild rechts: Lichtwarkstraße, gegenüber dem Eingang zur Haltestelle Kellinghusenstraße.

Bild: Detail an der Brücke bei der Kellinghusenstraße über die Lichtwarkstraße
Bild: Detail an der Brücke bei der Kellinghusenstraße über die Lichtwarkstraße Bild: Detail an der Brücke bei der Kellinghusenstraße über die Lichtwarkstraße
Lichtwarkstraße, gegenüber dem Eingang zur Haltestelle Kellinghusenstraße.

Brücke über die Heilwigstraße an der Einmündung Lichtwarkstraße.



Dieser nostalgische Wegweiser weist an der Ecke Goernestraße/Eppendorfer Landstraße den Weg zur 250 m entfernten Haltestelle Kellinghusenstraße. Ich glaube, es ist der letzte Wegweiser seiner Art in ganz Hamburg.

Das Foto entstand am 2.4.2010. Bis zur Uni-Party am 9.4. sind es noch 7 lange Tage hin. Das Café/Restaurant bietet auf der Kreidetafel rechts daneben frischen Elbstint an. Fast möchte man in Anlehnung an Goethes Faust sagen: Verweile doch, es schmeckt so lecker!

Bild: U-Bahn-Wegweiser Ecke Eppendorfer Landstraße/Goernestraße

Letztes Upload: 13.11.2017 um 18:41:54