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Linien-
grafik U1

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Norderstedt

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HafenCity

Die Linie U1 der Hamburger Hochbahn:
Jungfernstieg

Eingangsanlage Neuer Wall/Jungfernstieg

Bild: Eingang U-Bahn Jungfernstieg/Alter Wall (8.12.2007)
Bei der Eingangsanlage Alter Wall zur Haltestelle Jungfernstieg wurde viel Glas verbaut. Die Treppe nach unten beginnt unter der beleuchteten Hinweistafel mit der weiß erscheinenden Aufschrift „Jungfernstieg” oberhalb des PKWs. Die Überdachung der Treppe erscheint als schwarzer Balken oberhalb des Schriftzuges Beutin. Der weihnachtliche Schmuck beweist, dass die Aufnahme am 8.12.2007 abends gemacht wurde.

Das Modehaus Beutin residiert nicht mehr am Jungfernstieg. Im Herbst 2011 eröffnete an dieser Stelle das 2000 Quadratmeter große Geschäftslokal des Computerherstellers Apple.

Bild: Jungfernstieg, Eingangshalle (7.3.2010)
Geht man vom Jungfernstieg auf der Höhe Alter Wall in die Unterwelt, so gelangt man in die Eingangshalle. Sie wurde 2008 umgestaltet.
Bild: Jungfernstieg, Eingangshalle, Rolltreppen zur U2 (7.3.2010)
Hier geht es von der Eingangshalle per Rolltreppe in die tiefste Ebene. Dort fahren die Linien U2 und U4.

Bahnsteighalle Jungfernstieg tief (U2 und U4:)

Bild: U-Bahn Jungfernstieg, Gleis für die U4 (18.11.2011)
Die Haltestelle besteht aus zwei Bahnsteiginseln mit je zwei Gleisen. Die äußeren Gleise sind für die U4 vorgesehen. Die Tunnelwand ist bunt verkleidet.
Bild: U-Bahn Jungfernstieg, mittlere Gleise (18.11.2011)
Blickt man von einer Bahnsteiginsel zur anderen, so überwiegen die Farben gelb und weiß.

Eingang Alstertor

Bild: Jungfernstieg, Eingangshalle Alstertor (7.3.2010)
Bild: Jungfernstieg, Eingangshalle Alstertor (18.11.2011)Älter ist die Gestaltung der Eingangshalle am Alstertor. Von hier aus hinab zu den Bahnsteigen der Linie U2 und später der Linie U4 gelangt man über eine Zwischenebene. In der Zwischenebene angelangt - und mit etwas Fantasie - glaubt man, auf der Kommandobrücke eines Schiffes zu stehen!

Bild links: Die „Kommandobrücke” unter der Schiffsgrafik (Foto oberhalb).

Bild: Jungfernstieg, Eingangshalle Alstertor (18.11.2011)In der Eingangshalle Alstertor überwiegt die Farbe gelb.

Fußgängertunnel zwischen den Haltestellen Jungfernstieg und Rathaus

Am 1.10.1958 wurde ein langer Fußgängertunnel eröffnet, der die Station Rathausmarkt mit der Station Jungfernstieg verbindet. Beide Stationen erhielten den gemeinsamen Namen „Rathaus”. Später, genau am 2.7.1973, erhielt der Jungfernstieg-Teil wieder den alten Namen „Jungfernstieg”.
Bild: Hamburger Hochbahn, Fußgängertunnel zwischen der Haltestelle Rathaus und dem Bahnhof Jungfernstieg (28.3.2003)
Foto oberhalb: Genau unter dem Fußgängertunnel verläuft die U-Bahn-Strecke zur nächsten Haltestelle Meßberg.
Bild: Hamburger Hochbahn, Fußgängertunnel zwischen der Haltestelle Rathaus und dem Bahnhof Jungfernstieg (29.5.2010)
Foto oberhalb: Am Ende des Fußgängertunnels. Die Rolltreppen führen zum Bahnsteig der U1. Nach rechts geht ein weiterer Durchgang ab.
Bild: Hamburger Hochbahn, Jungfernstieg, Rolltreppe zur U1 (28.1.2012)
Foto oberhalb: Die Rolltreppenanlage am Ende des Fußgängertunnels in größer Darstellung. Die Rolltreppenanlage verbinden den Fußgängertunnel mit dem Bahnsteig der U1. Weiter hinten, im Hintergrund des Fotos, ist die feste Treppe zum Bahnsteig zu erahnen.


Jungfernstieg, Bahnsteig der U1

Bild: Bahnsteig Jungfernstieg der U1, 9.7.2009,©Marcus Schomacker
Bahnsteig Jungfernstieg der Linie U1
1974 wurden die Wandkacheln erneuert. Seitdem ist ihre Farbe rotorange.
Nicht stehen bleiben! 1934 bot die Haltestelle den Fahrgästen ein neues Spielgerät, denn hier gab es die ersten beiden Rolltreppen der Hamburger U-Bahn. Bereits im März 1928 waren die ersten Rolltreppen in Hamburg im Karstadt-Kaufhaus an der Hamburger Straße in Barmbek in Betrieb genommen worden.

Auf einem Foto aus dem Jahre 1934[39,Seite 134] sind zwei an der gleichen Rolltreppe angebrachte „Verkehrsschilder” zu sehen. Darüber werden sich die Fahrgäste wohl schon damals amüsiert haben. Wenn man verbotenerweise stehen bleibt, soll man das doch bitte auf der rechten Seite tun.

Stolz kann die Hamburger Hochbahn AG darauf sein, dass sie als fortschrittliches und zukunftsgerichtetes Unternehmen bereits 1934 die Rechtschreibreform vom 1.8.1998 eingeführt hatte. Weniger fortschrittliche Institutionen schrieben bis zur Rechtschreibreform hier „stehenbleiben”.

Nur rechts
stehen bleiben
Links überholen!
Tiere tragen.
Meiner Erinnerung und dieser Quelle[28, Seite 66] nach waren in der Haltestelle Jungfernstieg zwei „alte” Rolltreppen vorhanden. Davon abweichend wird in der Literatur auch von nur einer Rolltreppe berichtet. Sie wurde 1971 erneuert.[99,Heft 2/1973]
Auf dem Bahnsteig der U1 ist ein während der Bauarbeiten gefundener alter Eichenstamm zu bewundern. Er wurde vor fast 800 Jahren in den zweiten Alsterdamm eingebaut. Den ersten Alsterdamm ließ Graf Adolph III von Schauenburg gegen Ende des 12. Jahrhunderts nebst einer Mühle und einer Brücke bauen (Große Johannisstraße / Großer Burstah). Am zweiten Alsterdamm hatte man ab 1235 etwa 15 Jahre lang gebaut. Dabei wurden hunderte von Eichenpfählen verwendet. Der zweite Alsterdamm hieß Oberdamm, später Reesendamm, heute Jungfernstieg.
Bild: U-Bahn Jungfernstieg, Eichenstamm 7 Jungfrauen©Henner Hoppe (22.7.2007)

Bilder links und unten: Der gefundene Eichenstamm wurde vom Künstler Professor Richard Josef Luksch bearbeitet. Die Schnitzarbeit stellt 7 Jungfern dar; jede symbolisiert ein Jahrhundert des Bestehens der Stadt Hamburg. Richard Josef Luksch hat die Aufstellung des Stammes nicht mehr erlebt, denn der Stamm wurde erst 1937 aufgestellt. Bei der  i Eröffnung der Haltestelle Jungfernstieg war lediglich ein verkleinertes Modell des Stammes vorgestellt worden.

Bild: U-Bahn Jungfernstieg, Eichenstamm 7 Jungfrauen©Henner Hoppe (22.7.2007)
Für Fotografen stellt der Eichenstamm eine Herausforderung dar. Meine Versuche, den Stamm zu fotografieren, ergaben nur unbrauchbare Bilder. Henner Hoppe stellte mir jedoch seine Fotos zur Verfügung. Danke!

Nochmal zum oben erwähnten Bildhauer Richard Josef Luksch: Er hatte ab 1907 einen Lehrauftrag an der Hanseatischen Kunstschule für bildende Künste. Geboren wurde er am 23.Jan. 1872 in Wien, gestorben ist er am 21.April 1936 in Hamburg. Er ist im Familiengrab Falke auf dem Ohlsdorfer Friedhof beigesetzt: Grabnummer AC7, 109-113.

Weitere Informationen über  i Richard Luksch.


Über die Haltestelle Jungfernstieg

Eine recht häufig benutzte Formulierung lautet: Verkehrsknoten Jungfernstieg unter der Binnenalster mit fünf Verkehrsebenen übereinander: Straßenverkehr, Alsterschifffahrt, Linie U1, City-S-Bahn und ganz unten - 16 Meter unter dem Alsterwasserspiegel - die gemeinsamen Bahnsteige der Linien U2/u4.

Diese Formulierung ist irreführend, denn an keiner Stelle liegen fünf Ebenen direkt übereinander. Sie liegen teilweise versetzt übereinander. Nur bei der Reesendammbrücke liegen vier Ebenen direkt untereinander - hier fehlt lediglich die gemeinsame viergleisige U-Bahn-Station für die Linien U2 und U4.

Die drei Ebenen für S- und U-Bahn liegen alle in unterschiedlichen Richtungen. Zusammen mit dem Fußgängertunnel zur U-Bahn-Station Rathausmarkt ergibt sich ein Netz an Fußgängertunneln und Zugängen, wie man es von der Londoner Untergrundbahn her kennt.

Die Bauarbeiten an der Station Jungfernstieg in der ursprünglichen Ausführung bereiteten gewaltige Schwierigkeiten. Die Verlängerung der Strecke Kellinghusenstraße-Stephansplatz endete ab dem 25.3.1931 in einer provisorisch eingerichteten Haltestelle Jungfernstieg.

Erst drei Jahre später, am 28.4.1934, wurde die fertige Station Jungfernstieg nach Fertigstellung des Alstertunnels unter der Reesendammbrücke in Betrieb genommen. Die Bahnsteighalle war in den Hamburger Landesfarben mit hellroten und weißen Kacheln verkleidet. Sogar die Mittelstützen in der Bahnsteigmitte waren verkleidet- so etwas hatte es bisher in Hamburg noch nie gegeben!

Eine kleine Revolution ...
... begann am Montag den 27.11.1950 am Ausgang Bergstraße/Ballindamm der Station Jungfernstieg. Anstelle der mit einem Schalterbeamten besetzten Ausgangssperre wurde ein Drehkreuz in Betrieb genommen. Die Fahrgäste sollten nun ihre abgefahrenen Fahrkarten in einen Kasten werfen. Vorher mussten sie die alten Fahrkarten beim Schalterbeamten abgeben.

Das Verfahren bewährte sich. Ab dem 14.6.1951 hatten fast alle U-Bahn-Stationen unbewachte Ausgänge. Mechanische Sperren sorgten dafür, dass niemand den Ausgang als Eingang missbraucht.

Lediglich in den Haltestellen St. Pauli, Sternschanze, Hauptbahnhof und Berliner Tor wurden die mit Schalterbeamten besetzten Ausgangssperren vorerst beibehalten.

Quelle: Zwei Artikel im Hamburger Abendblatt vom 25.11.1950 und 13.6.1951


Letztes Upload: 26.07.2017 um 07:25:04