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Liniengrafik U1

Richtung Norderstedt

Richtung Volksdorf

Architekturströmungen

Die Linie U1 der Hamburger Hochbahn:
Hallerstraße

Bild: Hamburger Hochbahn, Eingang zur Haltestelle Hallerstraße
Bild: Hamburger Hochbahn, Eingang Turmweg Haltestelle Hallerstraße
Bild: Hamburger Hochbahn, Eingang Turmweg Haltestelle Hallerstraße
Die beiden Eingänge zur Haltestelle Hallerstraße könnten gegensätzlicher nicht sein. Der Pavillon des Nordeingangs wurde 1957 gebaut. Der Südausgang sah ursprünglich dem Ausgang Rothenbaumchaussee der Haltestelle Klosterstern entfernt ähnlich. Der Südausgang wurde 1999 bis 2000 neu gebaut und im Aussehen dem neuerbauten Mediumzentrum angeglichen.
Bild: U-Bahn Hallerstraße
Auf dem Bahnsteig der Haltestelle wurde man an den Tennissport erinnert! Auf dem Bahnsteig wurde 1995 ein Tennisfeld aufgemalt. Zwei Ölgemälde von Jürgen Linden zum Thema Tennis hängen an der Tunnelwand. Allerdings war vom 28.02.2015 bis zum 15.03.2015 die Linie U1 zwischen den Haltestellen Kellinghusenstraße und Jungfernstieg in beiden Richtungen gesperrt. Der Grund waren Bauarbeiten für die zukünftige  i Barrierefreiheit der Haltestellen Klosterstern, Hallerstraße und Stephansplatz. Dabei wurde der Bahnsteig der Haltestelle Hallerstraße mit neuem Belag versehen. Seitdem ist das aufgemalte Tennisfeld nicht mehr vorhanden.
Bild: U1 Hallerstraße, Stahlträger und ZielanzeigeBei den Stahlträgern, die als Pfosten zwischen Bahnsteig und Decke eingebaut sind, fällt eine Besonderheit in der Anordnung auf. Fast alle sind als Reihe in der Bahnsteigmitte angeordnet. An der Stelle, wo sich der zeitungslesende Herr an den Träger anlehnt, ist die Reihe unterbrochen und es sind zwei Pfostenreihen. Hier war der spätere Einbau einer Treppenanlage nach unten vorgesehen. Die Hochbahn-Planer dachten bereits zur Bauzeit der Station Hallerstraße -Betriebsbeginn war der 2.Juni 1929- an die Linie „Alsterhalbring” von Eimsbüttel über Schlump, Hallerstraße, quer unter der Außenalster nach Uhlenhorst, weiter über Mundsburg und Landwehr nach Horn. In Horn sollte der Anschluss an eine ebenfalls geplante Linie nach Billstedt erfolgen.
Die rötliche Verfärbung des Bahnsteigs bei dem zeitungslesenden Herrn ist das erwähnte Tennisfeld.
Bild: Bahnsteig U-Bahn Hallerstraße
U-Bahn Hallerstraße, Bahnsteig am 14.8.2004
Bild: Bahnsteig U-Bahn Hallerstraße
U-Bahn Hallerstraße, Bahnsteig am 31.1.2016
Die beiden Fotos zeigen einen ähnlichen Abschnitt des Bahnsteigs der U-Bahn-Haltestelle Hallerstraße in den Jahren 2004 und 2016. 2015 wurde die Haltestelle behindertengerecht umgebaut. Bei diesem Umbau wurde u.a. der Bodenbelag ersetzt, ein Fahrstuhl beim Eingang Turmweg eingebaut und zur Erleichterung des Einstiegs in die U-Bahn-Fahrzeuge der schachbrettartig gepflasterte Bereich des Bahnsteigs erhöht. Das oben erwähnte Tennisfeld wurde entfernt.
Die Haltestelle Hallerstraße liegt fast unmittelbar unter der Oberfläche. Demzufolge ist die Decke sehr niedrig. Historisch sind die beiden hölzernen Blockbuden (Haltestellenwärterhäuschen). Seit dem 5.März 2001 gibt es jedoch hier keinen Haltestellenwärter mehr.

Der Architekt für die Gestaltung dieser Haltestelle war Karl Schneider. Vergleiche dazu die  i „Runde Ecke”.

Die Stationen der Strecke Kellinghusenstraße - Jungfernstieg hatten ursprünglich Kennfarben, und zwar:

  • Klosterstern: hellgrün - altweiß
  • Hallerstraße: hellgelb - helloliv
  • Stephansplatz: hellblau - altweiß (bis 1973)
  • Jungfernstieg: rot - altweiß (bis 1975)
Nur bei den Stationen Hallerstraße und Klosterstern sind diese Kennfarben noch erhalten.
Der NSDAP passte der Name Hallerstraße gar nicht in die politische Überzeugung. Sie nannte die Haltestelle Hallerstraße in „Ostmarkstraße” um (Ostmark=Österreich). Im Mai 1945 erhielt sie wieder ihren ursprünglichen Namen. Entsprechend wurde mit der Straße „Hallerstraße” verfahren. Der Grund für die Umbenennung: Der erste Bürgermeister von 1863, Dr. Nicolaus Ferdinand Haller (*1805; †1876), hatte jüdisches Blut in den Adern.

Über das Datum der Umbenennung in Ostmarkstraße scheint es einige Unklarheiten zu geben:

  • 1936 laut Lutz Achilles/Harald Elsner/Niels Focken/Dirk Oetzmann: Als man in Harvestehude noch mit der Straßenbahn fuhr, Hamburg 2001, VVM
  • Oktober 1938 laut Werner Skrentny: Zu Fuß durch Hamburg, Hamburg 2001

In den Ausgaben der damaligen Verkehrsmittelpläne findet man:

  • 1936: Hallerstraße,
  • 1937: Hallerstraße,
  • 1938: Hallerstraße,
  • 1939 (herausgegeben im April): Ostmarkstraße.
Demnach dürfte die Angabe bei Skrentny korrekter sein.

Letztes Upload: 28.05.2017 um 13:48:10