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Linien-
grafik U1

Richtung
Norderstedt

Richtung
Volksdorf

Die Linie U1 der Hamburger Hochbahn:
Hudtwalckerstraße

Reizvoller als die belebte Hudtwalckerstraße ist die nahegelegene Hudtwalckertwiete. Diese Straße mit ihren markanten Klinkerhäusern drückt Behaglichkeit und Wohlstand aus.
Bild: U-Bahn Haltestelle Hudtwalckerstraße, 31.7.2004
Bild: U-Bahn Haltestelle Hudtwalckerstraße, 31.7.2004Die Entfernung zwischen den Haltestellen Hudtwalckerstraße und Lattenkamp ist mit nur 500 m auffallend kurz.

Verkehrsplanungen sind meistens eine langfriste Angelegenheit. Bereits damals wurde die Güterumgehungsbahn geplant. Deren Kreuzung mit der Hochbahnstrecke bedingte die Lage des Bahnhofs Lattenkamp.

Die Haltestelle Hudtwalckerstraße war bei Ihrer Errichtung aufwändiger gebaut als die Haltestellen Lattenkamp oder Alsterdorf. Man sieht es am prächtig geschmückten Eingangsportal: Die Dreicksgiebel werden von mit Rankornamenten geschmückten Pilastern (Halbsäulen) getragen.

Die beiden Bilder des Eingangs sind vom 31.7.2004. Mittlerweile sind die Eingangstüren andersfarben gestrichen und in das Ladenlokal des Gemüsehändlers ist ein Blumengeschäft eingezogen (Stand Februar 2012).

Bild: U-Bahn Haltestelle Hudtwalckerstraße, Schreibfehler im NamenGanz schön bitter: Im eingemeißelten Stationsnamen fehlt das c. Die Familie war so etwas jedoch wohl schon gewohnt ... Auf den  i Streckenplänen, die in den alten Hochbahnwagen an der Decke aufgemalt waren, wurde der Haltestellenname genauso falsch geschrieben.

Die Familie Hudtwalcker ist eine erfolgreiche Kaufmannsfamilie. Das Handelsunternehmen für Fischöl (angeblich fließt in den Adern der Angehörigen der Familie Hudtwalcker kein Blut, sondern Tran) begann am 18.April 1743 als Hudtwalcker & Co in Hamburg-Hammerbrook mit dem Handel von Lebertran und Heringsölen. Die Firmengeschichte findet man unter www.hudtwalcker.com.

Das  i Familiengrab Hudtwalcker befindet sich auf dem Ohlsdorfer Friedhof im Planfeld W21,64-84 (großer Block aus Sandstein mit Kreuz). Direkt direkt daneben -in W21,257- steht eine runde Säule vom St.Catarinen-Kirchhof. Auf dieser Säule ist der Name Hudtwalcker ebenfalls zu finden.

Fast schon kurios: Genau wie der benachbarte Bahnhof Kellinghusenstraße ist das Grab des Bürgermeisters Dr. Heinrich Kellinghusen nicht weit entfernt: V20,108-110/V21,218-221 (St.Petri).

In der Hamburger Kunsthalle soll sich in der Abteilung „Malerei in Hamburg” ein Bildnis von Elisabeth Hudtwalcker (1752-1804), gemalt von Jean Laurent Mosnier, befinden. Es zeigt eine lächelnde jungen Frau mit blauen Augen und einem Strohhut. Sie war die Frau des Kaufmanns und Senators Johann Michael Hudtwalcker (1747-1818) und Nichte von Friedrich Klopstock.

Ein anderer Senator Hudtwalcker war Leiter der Reformkommission in Hamburg im Zusammenhang mit den Reformen von 1848.

Bild: U-Bahn Haltestelle Hudtwalckerstraße, 29.11.2007
Bild: U-Bahn Haltestelle Hudtwalckerstraße, 29.11.2007
Beide am 29.November 2007 aufgenommenen Fotos zeigen die Haltestelle Hudtwalckerstraße von der Bebelallee aus.
In der Schalterhalle
Bild: U-Bahn Haltestelle Hudwalckerstraße, Kacheln in der Schalterhalle (23.6.2017 Bild: U-Bahn Haltestelle Hudwalckerstraße, Kacheln in der Schalterhalle (23.6.2017
Bild: U-Bahn Haltestelle Hudwalckerstraße, Kacheln in der Schalterhalle (23.6.2017
Bild: U-Bahn Haltestelle Hudwalckerstraße: Kacheln, Pilze und Fliege in der Schalterhalle (23.6.2017Die Fotos von den Kacheln in der Schalterhalle der U-Bahn-Haltestelle Hudtwalckerstraße entstanden am 23.6.2016.

Die alten Kacheln sehen auch nach über 100 Jahren noch ansehnlich aus!

In einer Ecke haben sich einige Pilze angesiedelt. Auch die Fliege fühlt sich in der Schalterhalle wohl.


Die Tür unter der Brücke
Bild: U-Bahn Haltestelle Hudtwalckerstraße, 21.5.2009
Bild: U-Bahn Haltestelle Hudtwalckerstraße, 21.5.2009Auf der südlichen Seite der Hudtwalckerstraße an der Kreuzung mit der Sierichstraße ist die Brückenabstützung von einer dreiseitigen Mauer umgeben. Auf einer Seite davon befindet sich eine Tür, die den Zugang in diese fast dreieckige Umbauung ermöglicht. Vielleicht versteckt sich hinter der Tür ein Lagerraum? Es ist bemerkenswert, dass auch diese schlichte Tür mit einem geschmückten Portal versehen wurde!

Die U-Bahnbrücken über die Alster am Leinpfad
Bild: Alsterbrücke für die U-Bahn am Leinpfad (Postkarte, 1913)Die beiden Brücken für die Hochbahn am Leinpfad sind von der Straßenbrücke der Hudtwalckerstraße über die Alster beim sogenannten Winterhuder Fährhaus aus am besten zu sehen. Sie sind der Kuhmühlenteichbrücke ähnlich. Die Wiedergabe der alten Postkarte von 1913 zeigt, dass sich hier außer der Bauart der Alsterdampfer nur wenig geändert hat.
Bild: U-Bahnnrücken über die Alster beim Winterhuder Fährhaus (23.6.2016)
Dies Foto der beiden U-Bahnbrücken über die Alster entstand am 23.6.2016. Es ist vom gleichen Standort aus fotografiert wie die alte Postkarte. Die Brücke im Vordergrund ist für die Linie U1. Die Brücke im Hintergrund ist für die ehemalige Ringlinie (jetzt U3).

Letztes Upload: 10.01.2017 um 18:21:30