Home

Postkarten-
auswahl

Der Gänsemarkt
in den 1930ern

Der Rathausmarkt
um 1900 und um 1937

Historische Postkarten mit Hamburger Straßenbahnen:
Jungfernstieg und Alsterpavillon um 1937

Bild: Alsterpavillon, Jungfernstieg und Z2/Z2B-Straßenbahn 1937
Diese Postkarte des Verlags Wilhelm Wagner aus Hamburg stammt vermutlich aus dem Jahre 1937. Auf dem Alsterpavillon flattert die Hakenkreuzfahne, der lebhafte Verkehr auf dem Jungfernstieg wird durch eine Ampel geregelt.

Dieser vom Architekturbüro Büro Rambatz & Jollasse entworfene Alsterpavillon wurde am 9. Juni 1914 eröffnet. In der Nacht vom 26. auf den 27. Juli 1942 wurde das Gebäude durch Bomben zerstört.

Am linken Rand des Fotos ist das „Prien-Haus”zu sehen. Die Buchstaben an der Fassade bilden den Namen „Alstereck”. Das vom Architekten Gottfried Schramm (Architektengemeinschaft Elingius + Schramm) entworfene Gebäude wurde 1936 für den Geschäftsmann Ludwig Prien gebaut. Herr Prien führte bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs das Café „Alstereck”.

Bild: Jungfernstieg und Z2-Straßenbahn 1937
Vermutlich wird die Ampel von einem Polizisten in dem hellen Häuschen auf dem Mittelstreifen bedient, das an eine gelbe Telefonzelle erinnert.

Der zweiachsige Triebwagen der Straßenbahn Linie 16 zeigt vier Seitenfenster. Somit ist es ein Z2.


Bild: Alsterdamm (jetzt Ballindamm) zwischen 1934 und dem 2. WSeltkrieg
Diese Postkarte hat der Wiener Postkartenverlag in Hamburg, Brandsende 27 herausgegeben. Sas Motiv wurde von den Alsterarkaden mit Blick auf die Reesendammbrücke fotografiert.

Mein Exemplar der Postkarte ist nicht gelaufen. Deshalb kann ich das Entstehungsjahr der Postkarte nicht auf das Jahr genau bestimmen. Jedoch wird sie nicht vor 1934 entstanden sein, denn fast in Bildmitte ist ein Eingang zur U-Bahn-Haltestelle Jungfernstieg sichtbar: rechts neben den Laubbäumen und vor den beiden hellen Markisen als horizontales schwarzes Schild mit weißer Schrift. Die unterirdische Haltestelle Jungfernstieg wurde hier am 28.4.1934 eröffnet. Die einzige auf dem Foto sichtbare Flagge bestätigt den genannten Zeitraum.

Außer einem Straßenbahnzug mit zwei Beiwagen ist ein Doppeldeckerbus auf dem Foto zu sehen. Sein Plakat wirbt für Chlorodont. Es ist der Markenname einer ab 1907 in Dresden von den Leo-Werken hergestellten Zahnpasta. Der Markenname wurde bis in die 1980er Jahre verwendet. Der Name hat nichts mit dem Element Chlor zu tun, sondern er bezog sich auf die Worte chloros (griech. grün) als Sinnbild für die Frische und odon (griech. Zahn).


Letztes Upload: 10.10.2017 um 19:10:10