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Schilder

Große Schilder:
Liniennummern und Hinweise

Fahrzielanzeige: Steckschild
und drehbarer „Fahrzielkasten”

Straßenbahn und Bus in Hamburg, Schildersammlung Teil 3:
Große und kleine Schilder: Haltestellen

Straßenbahnhaltestelle
Bild: Haltestellenschilder Straßenbahn HamburgFoto links, oberes Schild: Ein V6 Motorwagen der Hamburger Straßenbahn weist auf dem 20*42 cm großem Schild den Weg zur Straßenbahnhaltestelle.

Foto links, unteres Schild: Solche Schilder verwendete die HHA zur Kennzeichnung der Straßenbahnhaltestellen ab spätestens 1923. Damit die Information von beiden Richtungen sichtbar war, wurden jeweils zwei Schilder Rücken an Rücken montiert. Unten aus dem Schilderpaar ragten die Liniennummern der hier haltenden Straßenbahnlinien heraus. Siehe dazu Haltestellenschilder auf hosrtbu.de.

Bild: Haltestellenschilder Straßenbahn HamburgFast wie aus dem Metallbaukasten lässt sich die Beschilderung der Straßenbahn- und Bushaltestellen zusammenbauen. Löcher für Schrauben sind reichlich vorhanden!

Der runde Topf wird oben auf den Haltestellenmast gesetzt und dort festgeschraubt. An dem herabhängenden Winkelstahlprofil sind die kleinen Liniennummernschilder befestigt.

Ganz oben am Aufbau sind Rücken an Rücken zwei Haltestellenschilder angebracht. Die am 1.4.1938 gültig gewordene Verordnung über den Bau und Betrieb der Straßenbahnen (Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung – BOStrab)[2] sowie die Verordnung über den Betrieb von Kraftfahrunternehmen im Personenverkehr (BOKraft), die ebenfalls ab dem 1.4.1939 gültig wurde, definierten ein einheitliches Haltestellenschild für Straßenbahnen.

In Hamburg wurden auf kleinen rechteckigen Zusatzschildern die Liniennummern genannt. Weiter unten am Mast hing in Augenhöhe der Kasten mit den Fahrplänen. Ganz oben am Mast befand sich das einheitliche runde Haltestellenschild. Seine Hintergrundfarbe war gelb. Es hatte einen grünen Rand. In der Mitte des Schildes war ein grünes H oder auch - vielleicht später - ein grünes HH. H kennzeichnete eine Haltestelle. HH besagte, dass an dieser Doppelhaltestelle zwei Züge hintereinander halten konnten.

Bild: Haltestellenschilder Straßenbahn HamburgFoto links: An Doppelhaltestellen konnten zwei Straßenbahnzüge gleichzeitig halten. Jeder Zug hielt dabei nur einmal zum Fahrgastwechsel.

Foto unterhalb: Unter dem Haltestellenschild sind - ebenfalls Rücken an Rücken - die Schilder mit dem Haltestellennamen befestigt.

Bild: Haltestellenschilder Straßenbahn Hamburg
In Hamburg erfolgte die Umstellung der Haltestellenbeschilderung auf die weiter oben genannten Standards von 1938/1939 nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie wurde zeitnah in einem Artikel im „Hamburger Abendblatt” vom 17.08.1951 beschrieben.
Bushaltestelle
Hinweis zum Schild „Bedarfshaltestelle” Es ist mir nicht bekannt, ob ein solches Haltestellenschild mit solchen Linienschildchen jemals in Hamburg verwendet wurde.
Bild: Haltestellenschilder Bus HamburgEin insgesamt 62,5 cm langes Schild markiert eine Betriebshaltestelle. Bei diesem Haltestellenchild sind die 10*10 cm großen Liniennummmern oben am Arm des Auslegers mit Schrauben befestigt. Sie können an beliebiger Stelle befestigt werden, denn sie benötigen keine Bohrloch im Blech des Auslegers.

Tatsächlich ist das Schildchen für die Linie 60 an ungünstiger Stelle festgeschraubt worden!


Ein Hinweisschild zeigt den Weg zur Haltestelle des HHA-Busses. Es besteht aus Kunststoff.
Bild: Haltestellenschilder Bus HamburgEinige Stahlprofile auf seiner Rückseite stabilisieren das Hinweisschild und ermöglichen die Montage am Haltestellenmast.

Das Schild ist am oberen Rand eingerissen. Der Riss ist auf diesem Foto sichtbar.

Bild: Haltestellenschilder Bus HamburgEine Bushaltestelle, an der auch eine Schnellbuslinie hielt, stellt dieser Haltestellennachbau dar. Das Foto entstand unmittelbar bevor ich den Haltestellennachbau zur Einlagerung auseinandergeschraubt hatte.

Der kreisförmige Teil des Schildes hat 35 cm Durchmesser. Die Linienfahrpläne sind in fünf aufklappbaren Tafeln untergebracht. Das elegant geformte schwarze Schnellbusschild krönt den Haltestellenmast.

Die Linie 65 verkehrt nur zeitweilig. Die Schädlerstraße befindet sich in Hamburg-Wandsbek.

Über die Schnellbuslinie 38 und die Kleinbuslinie V1 gibt beispielsweise der HHA-Winterfahrplan 1962/63 oder der Sommerfahrplan 1965 Auskunft. Die Schnellbuslinie 38 verkehrte auf der Strecke Poppenbüttel - Bhf Ohlsdorf - Winterhuder Marktplatz - Mittelweg - Rathausmarkt - Hauptbahnhof. Am Sonntag verkehrte diese Schnellbuslinie nicht.

Die Kleinbuslinie V5 fuhr eine kleine Schleife vom Bhf Volksdorf durch Volksdorf und zurück zum Bhf Volksdorf. Die Fahrzeit für einen Umlauf betrug 14 Minuten. Am Sonntag verkehrte diese Kleinbuslinie nicht.

Alle vier an dem Haltestellennachbau montierten Buslinien trafen sich jedoch nicht an einer Haltestelle. Die auf den ausklappbaren Tafeln enthaltenene Fahrpläne passen ebenfalls nicht zu den vier Buslinien V1, 38, 65 und 86. Daraus ergibt sich, dass der Vorbesitzer hier einzelne Objekte aus seiner Sammlung zusammengestellt hat.

Bild: Haltestellenschilder Bus HamburgEbenfalls an diesem Haltestellennachbau waren die beiden Zeitkartenzonenschilder 103 und 105 sowie die Deklaration dieser Haltestelle als reine Aussteigehaltestelle angebracht. Die Schädlerstraße verläuft allerdings mehrere Kilometer von den Zeitkartenzonen 103 und 105 entfernt!
Bild: Haltestellenschilder, aufklappbarer FahrplankastenAuf dem Foto der Bushaltestelle sind die 5 Rahmen der aufklappbaren Fahrplankästen im zusammengeklappten Zustand sichtbar. Darin konnten bis zu 10 Linienfahrpläne bzw. Informationsblätter untergebracht werden.

Die beiden Fotos hier links zeigen diese Fahrplankästen im abgebauten Zustand.

Die Fahrpläne bzw. Informationsblätter bestanden aus normalen Papier im Format DIN-A4. Sie wurden durch kräftige Folie vor den Unbilden der Witterung geschützt. Zum Austausch an der Haltestelle konnten die einzelnen Rahmen mittels jeweils einer Sechskantschraube oben am Halter abgenommen werden.

Unauffällig, wie sie gekommen sind, sind diese aufklappbaren Fahrplankästen mittlerweile wieder verschwunden. Bei mir ist nur noch eine dunkle Erinnerung daran geblieben. Nicht einmal an den Zeitraum kann ich mich genau erinnern!

Bild: Haltestellenschilder, aufklappbarer Fahrplankasten
Bild: Haltestellenkasten des Herstllers MabegZu guter Letzt: Ein mittlerweile historischer Fahrplankasten des Herstellers MABEG Kreuschner GmbH & Co. KG in Soest. Die Madenschraube im Rahmen unten verhindert, das der laminierte Fahrplan herausrutscht. Außerdem ermöglicht sie ein schnelles Auswechseln des Fahrplans.

Letztes Upload: 31.10.2017 um 10:32:39