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Sambawagen- Straßenbahnen in Hamburg

Straßenbahnen in Hamburg:
Ausstellung von Straßenbahnmodellen
im Nahverkehrsmuseum Kleinbahnhof Wohldorf (Winter 2012)

Im Nahverkehrsmuseum Kleinbahnhof Wohldorf wurden über den Winter 2012/13 etwa 100 Modelle Hamburger Straßenbahnen im Maßstab 1:87 (HO) ausgestellt. Einige wenige Fotos davon sind hier zu sehen. Auf den Fotos stören die Reflektionen in der Acrylgasscheibe vor der Vitrine und die unterschiedlichen Farbtöne Die unterschiedlichen Farbtöne entstanden durch den aufstellungsbedingten unterschiedlichen Kunstlichtanteil. Beides ließ sich durch Fotonachbearbeitung lediglich abmildern.

Zum Größenvergleich:

Die Gesamtlänge bzw. Länge über Puffer der Vorbildfahrzeuge betrug annähernd:

  • Arbeitswagen:
    • Zugmaschine: 9,9 m
    • Schleifwagen: 8,3 m
  • Zweiachsige Personentriebwagen:
    • um 9 m, der HAC-Triebwagen in der gezeigten Variante ledigich 8,4 m
  • Zweiachsiger Beiwagen
    • Z2BU: ca. 10 m
  • Vierachsige Personentriebwagen:
    • V1: 11,3 m
    • V2U: ca. 12 m
    • V5, V6, V7: 14,7 m

Arbeitswagen
Bild: Arbeitstriebwagen ex Akkulok1947 und 1948 beschaffte die HHA je eine Akkulok. Die Akkuloks konnten auch dort fahren, wo es keine Fahrleitung gab.

Später (1954?) wurden aus beiden Akkuloks die Akkumulatoren entfernt. Eine Akkulok wurde zum Kurvenschleifwagen umgebaut. Das Modellvorbild wurde als Zugmaschine genutzt.

Ohne Ballast wog die Zugmaschine 16,3 Tonnen, mit Ballast kam sie auf 25 Tonnen. Ihre Spezialität war das Abschleppen schadhafter Straßenbahnen zur Straßenbahnwerkstatt Falkenried. Die Fahrzeugnummer 3991 erhielt die Zugmaschine im Dezember 1968. Es war nach 2030, 2002 und 2161 ihre vierte Fahrzeugnummer.
Bild: Schleiftriebwagen SchörlingJe einen Schörling- Schleiftriebwagen beschaffte die HHA 1951, 1952 und 1957. Der im Modell dargestellte 3983 ging im Oktober 1951 in Betrieb. Sein Dienstgewicht betrug 18,8 Tonnen. Davon bestanden 4 Tonnen aus Wasser. Das Wasser wurde beim Schleifen der Schienen verbraucht.

Zweiachsige Personenfahrzeuge
Bild: Personentriebwagen der Hamburg - Altonaer Centralbahn - GesellschaftDie Hamburg - Altonaer Pferdebahn-Gesellschaft stellte ab 1896 ihren Betrieb auf elektrische Traktion um und hieß ab dann Hamburg - Altonaer Centralbahn - Gesellschaft. Die neu beschafften Wagen hatten ein geschwungenes Dach. So kam die Gesellschaft zu dem Spitznamen „Chinesenbahn”. Die  i Gesellschaft existierte bis Ende 1922.
Bild: Personentriebwagen Z1 der Hamburger Hochbahn AGNach Eingliederung der Hamburg - Altonaer Pferdebahn-Gesellschaft änderte die HHA das Farbschema ihrer Straßenbahn in hellgelb mit schwarzen Absetzlinien. Das Modell stellt einen Z1-Triebwagen aus dieser Zeit dar.
Bild: Personenbeiwagen Z2BU der Hamburger Hochbahn AG nach Wiederaufbau 1947Auch bei der Straßenbahn hat es Wiederaufbauwagen gegeben! Vorbild für dies Modell ist ein 1946 wieder aufgebauter zweiachsiger Beiwagen Z2BU.
Bei dem Umbau wurden die Plattformen um jeweils jeweils 50 cm verlängert. Die Wagen waren zu Einrichtern umgebaut worden: Der hintere Einstieg war 115 cm breit, der vordere Einstieg war 73,5 cm schmal. Die kleine Serie umfasste 13 dieser Beiwagen. Umgebaut wurden sie 1947 bei der Deutschen Werft in Hamburg-Finkenwerder. Den Probezug dazu hatte 1946 die Straßenbahnwerkstatt Falkenried gebaut.
Bild: Personentriebwagen Z2U der Hamburger Hochbahn AG modernisiert 1957Die letzte Modernisierungswelle der Z2U-Triebwagen begann im Oktober 1957 bei der Waggonfabrik Elze. Es entstanden die Umbautriebwagen 2701 bis 2751. Nach der Modernisierung sahen die Wagen dank der neugestalteten Plattformen deutlich hübscher aus als vorher!
Lange blieben die Wagen nicht mehr in Betrieb. Die Ausmusterungen erfolgten im Zeitraum Juli 1961 bis März 1963. Wagen 2734 - das Modellvorbild - ist museal beim VVM Schönberger Strand erhalten.


Vierachsige Personenfahrzeuge
Bild: Personentriebwagen VL der Straßen Eisenbahn Gesellschaft nach 1906Von 1897 bis 1901 hatte Falkenried  i 50 vierachsige Straßenbahnmotorwagen gebaut. Das Modell zeigt den 1899 gebauten Triebwagen 925 der SEG im Zustand von nach 1906.
Bild: Personentriebwagen V2 der Hamburger Hochbahn AG um 1930Ende der 1920er kamen 30 weitere etwas größere vierachsige  i Triebwagen V2 und 30 vierachsige Beiwagen V2B hinzu.
Wie damals üblich, stand der Fahrer. Einstiege gab es auf beiden Seiten, denn es waren Zweirichter. Die Einstiege auf der in Fahrtrichtung linken Seite waren geschlossen, die auf der anderen Seite blieben auch während der Fahrt geöffnet.
Bild: Personentriebwagen V2U der Hamburger Hochbahn AG nach Umbau 19481935 begann man mit dem Umbau von 10 Beiwagen V2B in Triebwagen V2U. Im V2U konnte der Fahrer sitzen. Alle V2U wurden in dem neuen creme-roten Farbschema ausgeliefert.
Beim Umbau wurden beide Plattformen verlängert und der Dachaufbau bis über die Plattformen vorgezogen. Die Türen konnten pneumatisch geschlossen werden. Sogar die Trittstufen wurden pneumatisch hochgeklappt!
Bild: Personentriebwagen V2/50 der Hamburger Hochbahn AG nach Umbau 1950Etwas sparsamer fiel die Modernisierung von 15 V2-Triebwagen zum V2/50 im Jahre 1950 aus. Sie wurden zu Einrichtungsfahrzeugen umgebaut und erhielten eine neue vordere Plattform.
Bild: Personentriebwagen V5 der Hamburger Hochbahn AG im Zustand von 1960Das Modell stellt den Bauzustand des V5-Triebwagens um 1960 dar.
Die V5-Triebwagen waren Einrichtungswagen ohne Türen auf der linken Fahrzeugseite. Nur eine Schiebetür vorne und eine doppelte Schiebetür hinten war vorhanden.

Geliefert wurden die 21 Triebwagen im Zeitraum von April 1943 bis zum 19. Juli 1943. Wenige Tage später, vom 24.Juli bis 3.August 1943, erfolgten schwere Bombenangriffe auf Hamburg. 10 der 21 Triebwagen wurden dabei zerstört.

Bild: Personentriebwagen V6 der Hamburger Hochbahn AG im Zustand von 1960Das Modell stellt den Bauzustand des V6-Triebwagens um 1960 dar. Die V6-Triebwagen wurden ab 1951 bis 1953 in Serie gebaut.
Seitlich unterscheidet sich der Aufbau des V6 lediglich durch die doppelte mittlere Schiebetür vom V5. Im Inneren waren die Wagen wesentlich anders ausgestattet. Mit dem V6 wurde der Fahrgastfluss eingeführt. Die Fahrgäste mussten hinten einsteigen und gegebenenfalls im Auffangraum vor dem Schaffnerplatz warten, bis sie dort ihren Fahrschein erwerben konnten. Danach durften sie den eigentlichen Fahrgastraum betreten. Ausgestiegen wurde in der Wagenmitte oder vorne hinter der vom Fahrgastraum abgetrennten Fahrerkabine.
Bild: Personentriebwagen V7 der Hamburger Hochbahn AG im Zustand von 1955Das Modell stellt den Bauzustand des V7-Triebwagens um 1955 dar. Gebaut wurde die Fahrzeugserie im Zeitraum von ab 1953 bis 1957.
Statt der noch beim V6 verwendeten Schiebetüren hat der V7 Falttüren. Daraus resultiert die etwas andere Anordnung der seitlichen Fenster.
Bild: Personentriebwagen V7E der Hamburger Hochbahn AG im Zustand von 1965In den Jahren 1964 und 1965 wurden alle 91 V7-Triebwagen zum V7E für den schaffnerlosen Einmannbetrieb umgebaut.
Die doppelte Falttür wanderte zum Fahrer an die Wagenspitze. Hinten wurde eine einfache Falttür eingebaut und der Schaffnerplatz hinten im Wagen wurde entfernt. Der Fahrgastfluss wurde somit umgekehrt: Der Einstieg erfolgte vorne, auszusteigen war in der Mitte und hinten.

Der Umbau der V6-Triebwagen zum V6E für den schaffnerlosen Einmannbetrieb begann 1966 und zog sich bis April 1969 hin. Die V6-Triebwagen erhielten bei dieser Gelegenheit neue Falttüren. Die V6E und V7E waren leicht zu unterscheiden: Der V6E hatte drei Fenster zwischen der Vordertür und der doppelten Mitteltür.


Letztes Upload: 08.06.2017 um 08:52:20