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Der V2U2 der HHA

Der Z3B der HHA

H0-Modelle Hamburger Straßenbahnwagen:
Fast wie der Z3B der HHA (Liliput Austria)

Das auf dieser Seite gezeigte Modell soll vermutlich einen Beiwagen Z3B der HHA darstellen. Mehrere Indizien sprechen jedoch dafür, dass das Modell etwas Ähnliches wie einen  i Kriegsstraßenbahnbeiwagen darstellt. Hierfür sprechen seine Fensteraufteilung, die breiten Einfachschiebetüren vorne und hinten sowie seine äußere Form.

Z3B war die Typenbezeichnung der 10 Beiwagen, die die HHA speziell für den Betrieb mit den Straßenbahnmotorwagen Z2U2 (vergleiche vorige Seite) fertigen ließ. Es waren die einzigen Straßenbahnfahrzeuge in Hamburg, deren Seitenwände aus gesicktem Blech bestanden. Eine Sicke ist eine langgezogene Vertiefung, die zur Erhöhung der Steifigkeit in Blechtafeln eingeprägt wird.

Bild: H0-Modell ähnlich Z3B der HHA
Die Türseite des Modells fast wie der Z3B
Tatsächlich hatte der Z3B 4 große Fenster zwischen den beiden Türöffnungen. Anders als aus dem Modell ersichtlich, besaß der Z3B Doppelschiebetüren.
Bild: H0-Modell ähnlich Z3B der HHA
Die türlose Seite des Modells fast wie der Z3B
Jede Seitenwand hatte drei Sicken. Außerdem waren die Seitenwände zur weiteren Erhöhung der Festigkeit mit Strangprofilen verschweißt.
Bild: Die Vorderfront des Modells fast wie der Z3B Bild: Das Heck des Modells fast wie der Z3B
Der Z3B bot 24 Sitzplätze auf Durofolsitzen und viele Stehplätze. Aufgrund der fehlenden Seitenfenster und weil im Modell nur Einzelsitze vorhanden sind, kommt das Modell lediglich auf 12 Sitzplätze.

Der Vorbesitzer hat das Modell mit Personal und Fahrgästen dekoriert. Im rechten Foto ist die vermutlich zur Klingelleine greifende hochgestreckte Hand des Schaffners zu erkennen. Beim wirklichen Z3B war die Schaffnerglocke außen seitlich oben an der Stirnwand des Wagens angebracht.[53, Foto auf Seite 66]


Der Straßenbahnunfall in Hamburg-Harburg am 15.6.1965
Am 15.6.1953 gegen 8.50 Uhr konnte ein Straßenbahnzug der Linie 33 auf der abschüssigen Jägerstraße in Harburg nicht mehr bremsen. Beim Einbiegen in die Wilstorfer Straße kippte infolgedessen der Triebwagen (V2U2 Betriebsnummer 3003) um. Der erste Beiwagen (Z3B Betriebsnummer 3069) rammte einen Fahrleitungsmast, der zweite Beiwagen (Z3B Betriebsnummer 3068) rammte die Wand einer Gaststätte. Laut einem Bericht im Hamburger Abendblatt barg die Feuerwehr vier Schwerverletzte und 27 Leichtverletzte.

Vielleicht ist es Zufall gewesen, dass der Vorbesitzer des Modells ausgerechnet die Wagennummer 1069 für sein Modell gewählt hatte.


Letztes Upload: 18.11.2017 um 19:17:10