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London's Underground
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Wie es begann- bis 1868 |
East London Railway - 1884 |
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| Was hat die Londoner U-Bahn mit Passagierschiffen zu tun?
Die Verbindung liegt in dem Namen Brunel. Im Brockhaus von 1923 steht dazu: Brunel (sprich brünnell), Sir Marc Isambard, Ingenieur, geb. 25.April 1769 in Hacqueville (Frankreich) war 1786-93 bei der franz. Marine, ging dann nach Neuyork, seit 1799 London, gest. das. 12.Dez.1849; baute (1825-42) den Themsetunnel. -- Sein Sohn Isambard Kingdom B., geb. 9.April 1806 in Portsmouth, gest. 15.Sept.1859 in Westminster, war bes. Brücken- und Schiffsbauer (Great Eastern). Seine Bewunderer Robert Stephenson bezeichnete Isambard Kingdom Brunel als „der handfeste, kleine, große englische Ingenieur“, denn Isambard Kingdom Brunel war nur 1,60 Meter groß.Aus dem alten Brockhaustext geht nicht hervor, dass Marc Isambard Brunel gute Gründe hatte, Frankreich zu verlassen. Er war ein königstreuer Franzose - in der Zeit der französischen Revolution konnte diese politische Auffassung leicht zum
vorzeitigen Tod führen. In dem alten Brockhaustext wird jedoch die Bedeutung von Isambard Kingdom Brunel für den Brücken- und Schiffsbau erwähnt. Hier beschränke ich mich auf ein Zitat aus dem Reiseführer Antonia Hebbert: Budget Guide Britain,
Basingstoke, 1992. Unter Bristol findet man u.a.: Clifton Suspension Bridge is a bus ride to town centre. It's another inspired Brunel design, with a 702 ft span, 245 ft above the Avon Gorge, it opened in 1864. Übersetzung: Die Clifton Hängebrücke ist mit dem Bus vom Stadtzentrum zu erreichen. Ihr Entwurf geht auf eine weitere Anregung Brunels zurück. Ihre Spannweite beträgt 215 m, ihre Höhe 75 m über der Avon Schlucht. Die Brücke wurde 1864 eröffnet. Genauer gesagt, wurde die Brücke im Dezember 1864 eröffnet. Die Baugeschichte der Brücke ist abenteuerlich. Der Bau begann 1831. Finanzierungsschwierigkeiten führten dazu, dass die Brücke zu Lebzeiten Brunels nicht vollendet wurde. 1851 mussten sogar Tragketten und Grundstücke verkauft werden, denn die Kreditgeber wollten Geld sehen. Erst der Tod von Isambard Kingdom Brunel bot den Anlass für die Vollendung des Brückenbaus: Die „Institution of Civil Engineers“ wollte Brunel ein Denkmal setzten. Noch heute bietet diese Hängebrücke ein imposantes Bild! Die Ketten für diese Brücke konnten aufgrund eines glücklichen Zufalls günstig beschafft werden - sie stammen von der kurz vorher abgebauten Hungerford-Fußbrücke in London.
Sir Marc Isambard Brunel erbaute den ersten Tunnel unter der Themse.
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| Der letzte Teil der Brunelschen Breitspur wurde erst 1892 auf Normalspur umgestellt. Innerhalb von nur 31 Stunden wurden die letzten 168 Meilen am 21. und 22.5.1892 umgespurt. Hieran waren 5000 Arbeiter beteiligt-
umgerechnet ergibt dies 55 m pro Arbeiter.
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| Hinweis: Falls Sie sich nicht für Schiffe interessieren: Hier ist eine i Abkürzung zu den Tunneln. Falls Sie sich für Schiffe interessieren: Hier ist eine kurze Darstellung der i Anfänge der Dampfschifffahrt |
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Die „Great Western“Gegen 1830 begann man, sich für die Einführung von Dampfschiffen auf der Route zwischen Großbritannien und Amerika zu interessieren. Es blieben zwei britische Gesellschaften im Rennen. Eine davon war die „Great Western Steamship Company“, eine Tochtergesellschaft der „Great Western Railway“. Für sie arbeitete Isambard Kingdom Brunel. Er erarbeite 1837 den Entwurf der „Great Western“ für den Einsatz auf dieser Route: Ein Schiff aus Holz, verstärkt mit Eisenbeschlägen, mit einer Zweizylinderdampfmaschine mit 750 PS für die zwei seitliche Schaufelräder von 8,8 m Durchmesser und einer zusätzlichen Schonerbeseglung. Die Great Western Steamship Co. in Bristol ließ vom Juli 1837 nach diesen Plänen von Isambard Kingdom Brunel das erste Passagierschiff mit Dampfantrieb bauen- die Great Western, Jungfernfahrt am 31.März 1838.1320 BRT groß, 71,9 m lang, 10,4 m breit, Maschinenleistung 750 PS, Geschwindigkeit 8,5 Knoten, 240 Passagiere. Das Schiff war sehr erfolgreich. Es überquerte den Atlantik zwischen Bristol und New York 64-mal und wurde 1857 in London zerlegt. |
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Die „Great Britain“ |
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| Bild links und oberhalb: SS Great Britain, Modell im Science Museum, London Die „Great Britain“ wurde mehrfach umgebaut. So zeigt sie ein Werbeplakat der Liverpool & Australian Navigation Co. von 1874 mit nur drei Masten, die allerdings mit Rahen versehen sind. Während ihrer Zeit auf der australischen Linie erhielt sie Aufbauten, eine neue Dampfmaschine und einen neuen Propeller. |
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| Kurz nach Inbetriebnahme der „Great Western“ bestellte die Great Western Steamship Co. bei Isambard Kingdom Brunel ein weiteres Dampfschiff. Die Great Britain war wiederum ein Meilenstein in
der Schifffahrtsgeschichte. Sie war das erste aus Eisen gebaute Großschiff, das erste schraubengetriebene Passagierschiff und letztlich das größte Frachtschiff der damaligen Welt. Die Bauzeit betrug 6 Jahre, die Jungfernfahrt fand 1845 statt: 3618 BRT groß, 98,1 m lang, 15,4 m breit, Leistung der Vierzylinderdampfmaschine 1500 PS, Geschwindigkeit 12 Knoten, 360 Passagiere, überwiegend in Doppelkabinen. Die Great Britain hatte keinen guten Start. Sie lief bereits auf der zweiten Fahrt auf Grund. Nach der Reparatur lief sie noch einmal auf Grund, aber diesmal richtig! Die zweite Befreiung dauerte fast ein Jahr, und sie war so teuer, dass die Great Western Steamship Co. das Schiff verkaufen musste. Die neue Reederei Gibbs, Bright und Co. hatte ihre Freude an dem Schiff: Sie betrieb das Schiff fast dreißig Jahre zwischen England und Australien. Danach war sie ein Frachtsegler, von 1886 bis 1937 ein schwimmendes Lager bei Port Stanley (Falkland). Sie kam 1970 an Deck eines Spezialpontons nach Bristol zurück. Heute ist sie eine der vielen Sehenswürdigkeiten in Bristol. |
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Die „Great Eastern“ |
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Bild links und oben: Das Science Museum in London ist zwar groß, aber das Original der „Great Eastern“ würde nicht ins Gebäude passen. Das Modell ist etwa 2 m lang.
Der Höhepunkt der Schiffsbauten von Isambard Kingdom Brunel hatte Schraubenpropeller und Schaufelräder als Antrieb. Es handelt sich um die Great Eastern. Sie wurde erst nach seinem Tod fertig gestellt - die Fertigstellung war 1860. Ihre Daten lesen sich wie die eines modernen Schiffes. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war es das größte Schiff der Welt: 18915 BRT groß,210 m lang, 25,3 m breit, Maschinenleistung 3410 PS auf zwei Seitenräder, 4890 PS auf die Schiffsschraube. Geschwindigkeit 14,5 Knoten, 2996 Passagiere (596 Kabinenplätze, 2400 Zwischendeckplätze). |
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| Das Schiff hatte einen Doppelboden, wie er bei neuzeitlichen Tankschiffen verwendet wird. Der Schiffsboden und die äußere Schiffshaut waren 900 mm voneinander entfernt. Die Längsspanten waren miteinander verstrebt und wasserdicht verbunden. Spanten und Oberdeck gaben mit ihrer Zellenkonstruktion dem Schiffsrumpf große Stabilität. Zwei wasserdichte Längs- und 10 wasserdichte Querschotte trugen zur Sicherheit bei. Für den Rumpf wurden rund 30000 vorgefertigte 2 cm dicke Stahlpatten verbaut. Am Bau des Schiffes arbeiteten 2000 Menschen - darunter viele Knaben im Doppelboden als Niethelfer. Es wurden 3 Millionen Niete verbraucht! | |||||||||||
| Brunel hatte errechnet, welchen Kohlevorrat ein Dampfschiff für den Weg von Großbritannien nach Australien mitnehmen musste. Das Ergebnis war das Projekt für ein riesiges Schiff. Damit ließ sich, wie er meinte,
gegenüber den Clippern Zeit einsparen und Geld verdienen. Er begann dies Projekt 1852. Im Februar 1854 war die Kiellegung auf der Werft von Ing. John Scott Russell (*1808; †1882) in Millwall bei London (Isle of Dogs). Die Kiellegung erfolgte
unter dem Namen „Leviathan“. Endgültig wurde das Schiff „Great Eastern“ genannt. Schaut man im Wörterbuch nach, so findet man unter „Leviathan“ Übersetzungen wie Seeungeheuer, etwas Riesiges, oder auch
Riesenschiff. Der Schiffsrumpf wurde auf einer Querhelling gebaut.
Beim Stapellauf am 3.November 1857 verkeilte sich der 12000 Tonnen schwere Rumpf. Man benötigte die Zeit bis zum 30. Januar 1858, um den Schiffsrumpf ins Wasser zu schaffen. Die zusätzlichen Kosten trieben die „Eastern Steamship Navigation Co.“ in den Konkurs. Ing. John Scott Russell bildete eine neue Gesellschaft, die „Great Ship Company“, und kaufte die „Great Eastern“. Unter der Leitung von John Scott Russell wurde die „Great Eastern“ für die Jungfernfahrt vorbereitet. Am 6. September 1859 sollte die „Great Eastern“ zur Probefahrt nach Holyhead an der Irischen See auslaufen. Doch Brunel erlitt am 5. September an Bord der „Great Eastern“ einen Schlaganfall und konnte demzufolge nicht an der Probefahrt teilnehmen. Die terminlich verschobene Probefahrt am 9.September 1859 verlief zunächst erfolgreich. Um 18:05 ereignete sich vor Dungeness eine Kesselexplosion. Dabei kamen fünf Heizer ums Leben. Sechs Tage später, am 15.September 1859 verstarb Brunel im Alter von 53 Jahren. Die „Great Eastern“ wurde weiterhin vom Unglück eingeholt: Während der Reparaturarbeiten in Holyhead riss sie sich bei einem schweren Sturm los und triebt manövrierunfähig im Hafen. Teile der Einrichtung gingen zu Bruch. Am 17. Juni 1860 begann die Jungfernfahrt von Southampton nach Sandy Hook an der Einfahrt zum New Yorker Hafen. Nach nur 11 Tagen kam das Schiff dort an. Die größte erreichte Geschwindigkeit war 14,5 Knoten. Allerdings wurden auf dieser Reise nur 43 Passagiere befördert. Das Schiff wurde weiterhin vom Pech verfolgt: Es rammte beim Anlegen die Pier. Ein Schaufelrad ging zu Bruch. Da für die Rückfahrt nach Europa kaum Buchungen vorlagen, wurde das Schiff für Vergnügungsfahrten und Kurzreisen an die amerikanische Ostküste eingesetzt. In den Häfen konnte es gegen Eintrittsgebühr besichtigt werden. Im September 1860 fuhr die „Great Eastern“ von ihrer unglücklichen Jungfernfahrt wieder nach England zurück. Der wirtschaftliche Erfolg als Passagierschiff blieb ihr versagt. Im Dezember 1863 wurde sie auf einer Auktion an der Baumwollbörse von Liverpool versteigert. Der neue Besitzer war Cyrus W. Fields (*1819; †1892). Er erwarb das Schiff für das Auslegen von Transatlantikkabeln. Seine Firma hieß „Great Eastern Company“. So wurde die „Great Eastern“ zum Kabelleger umgebaut. Am 4.Juni 1865 lief sie zur Kabelverlegung in den Atlantik aus. Es ließen sich 3200 Kilometer Kabel in ihrem Rumpf unterbringen. 1867 beförderte sie wieder Passagiere zwischen Brest und New York. Auch diesmal blieben die finanziellen Erfolge aus. 1869 war sie wieder als Kabelleger (Überseekabel zwischen Frankreich und den USA, zwischen Aden und Bombay) im Einsatz. Danach lag sie 7 Jahre beschäftigungslos in Milford Haven (Dyfed in Wales). Weitere Versuche, sie finanziell erfolgreich einzusetzen, scheiterten. Am 22.August 1888 lief sie das letzte Mal aus: zur Verschrottung. Angeblich fand man während der Verschrottung im Doppelboden zwei menschliche Skelette. Nun wissen wir, wieso dies Schiff vom Pech verfolgt wurde! |
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| ...und nun eine Übersicht über die beiden ersten Tunnel unter der Themse: 1843 Eröffnung des Themse-Tunnels, gebaut von den Brunels. 1870 Eröffnung des ersten Röhrentunnels vom Tower of London nach Bermondsey. Er wurde zuerst von einem Kabelwagen benutzt, dann in einen Fußgängertunnel umgebaut und 1894 bei Eröffnung der Tower Bridge geschlossen. Heute laufen Wasserrohre und Glasfaserkabel hindurch. |
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Im Detail: Der Themse-Tunnel von 1843Dieser etwa 400 m lange Tunnel ist der erste Tunnel, der einen schiffbaren Fluss unterquert. Brunel entwickelte dazu den Schildvortrieb.In London machte man sich gegen Ende des 18.Jahrhunderts das erste Mal an die Untertunnelung der Themse. Man ahnte Schwierigkeiten und holte den Bergingenieur i Richard Trevithick mit einer Gruppe von Bergleuten aus Cornwall nach London. Sie trieben ab 1807 einen Stollen von Rotherhithe zur anderen Themseseite nach Limehouse vor. Der Stollen lief 1808 voll Wasser, der Bau wurde abgebrochen. Es fehlten nur 60 m an der Fertigstellung! 1825 begann Brunel mit dem Bau seines Themsetunnels etwas weiter stadteinwärts zwischen Wapping und Rotherhithe. Es wurde ein rechteckiges Schild, das an einen großen Kasten mit offenen Enden erinnert, mit drei Arbeitsebenen eingesetzt. In diesem Schild befanden sich insgesamt 36 Einzelzellen, in denen je ein Minenarbeiter arbeiten konnte. In dem rechteckigen Tunnelquerschnitt wurden zwei hufeisenförmige Tunnelgänge gemauert.
Der Betrieb des ersten Tunnels unter der ThemseUrsprünglich war der 11,5 m breite und 6,7 m hohe Tunnel für Fußgänger und Pferdefuhrwerke gedacht. Aber nach 18 Jahren Bauzeit (1825-1843, nicht ganz korrekt - zwischendurch ging das Geld aus und erzwang eine 7-jährige Baupause) fehlte das Geld für die Zufahrtsrampen. Es war nicht einmal möglich, den Vortriebsschild für die Nachwelt zu erhalten. Er wurde verschrottet und brachte immerhin 900 £. So wurde der Tunnel notgedrungen als reiner Fußgängertunnel eröffnet. Für einen Penny Eintritt durften die Bürger hindurchgehen. Jedoch war es nicht Jedermanns Sache, auf jeder Seite etwa 100 Treppenstufen zu bewältigen.Im Tunnel wurden Verkaufsstände aufgestellt. Hier konnte man tagsüber billigen Ramsch kaufen. In der Nacht wurde im Tunnel das älteste Gewerbe der Welt betrieben. Der Tunnel wurde im Jahre 1865 für £200 000 von der East London Railway Company gekauft. Die ersten Züge liefen 1869 durch den Tunnel. Er wurde zu einem Teil der East London Line. Die East London Line war 2009 wegen umfangreicher Umbauarbeiten geschlossen. Sie ist nun ein Teil des S-Bahn-artigen Netzwerks London Overground (Stand 2011). Dem Tunnel ist seit 1980 ein eigenes Museum gewidmet: Brunel Engine House and Tunnel Exhibition. Man findet hier Fotos und Details über den Themsetunnel und Links zu weiteren Informationen über Isambard Kingdom Brunel und sein Lebenswerk. Howson schreibt in seinem Buch, dass der Zugang zur U-Bahn-Station Wapping der East London Line durch den Original-Schacht des alten Tunnels führt. In ihn sind Aufzüge und Treppen eingebaut. Er erwähnt eine Schiefertafel mit folgendem Text an einer Säule in der Station:
Howson schreibt weiterhin, dass der Spitzname des Tunnels „Brunel's White Elephant“ erst nach Übernahme des Tunnels durch die East London Railway im Jahre 1869 in Vergessenheit geriet. Die Geschichte des Tunnels wird anschaulich in dem Buch Andrew Matewson and Derek Laval: Brunel's Tunnel ... and where it led, published by Brunel Exhibition Rotherhithe, London 1992, ISBN 0 9504361 1 9 beschrieben. Das Buch ist am preiswertesten im oben erwähnten Tunnelmuseum erhältlich. |
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Im Detail: Der erste Röhrentunnel von 1870 (Tower Subway)
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New York: Die Broadway Subway von Alfred Ely BeachHeute erscheint uns die Tower Subway als ein sehr seltsames Vorhaben. Es ist eine überraschende Tatsache, dass am 26. Februar des gleichen Jahres 1870 in New York ebenfalls eine U-Bahn eröffnet wurde. Herr Beach schlug 1849 vor, die Straßen New Yorks zu untertunneln - an den Ecken der Straßenblöcke sollten sich Zugänge zu den Tunneln befinden. Die Tunnel sollten einen doppelten Schienenstrang und einen beidseitigen Fußgängerweg beinhalten. Die Stadtverwaltung war dagegen, aber Mr. Beach erhielt eine Baugenehmigung für einen Tunnel unter dem Broadway. Seine Firma, die „Beach Pneumatic Transit Company“ hatte 1868 vor, Briefe, Pakete und Handelswaren per Luftdruck in Rohren (fast wie Rohrpost) zu befördern. Die Idee war bereits damals nicht ganz neu: Es gab seit 1863 (eine andere Quelle gibt 1861 an) in London eine mit Luftdruck betriebene Schmalspurtunnelbahn zwischen dem Western Post Office in der Seymour Street und dem London Chief Post Office in der City für den Pakettransport. Nach Erhalt der Konzession mietete die Beach Pneumatic Transit Company am 1.12.1868 für 5 Jahre die beiden Kellergeschosse unter dem Bekleidungsgeschäft „Devlin's clothing store“ an der Ecke Murray Street mit Broadway. Dies war der Ausgangspunkt für die spätere kurze Demonstrationsstrecke. Die Konzession wurde im Mai 1869 nachgebessert. Die Nachbesserung genehmigte die Tunnelführung der Demonstrationsstrecke mit seinem großen Tunneldurchmesser. Über die Bauarbeiten wurde in der New Yorker Presse ausführlich berichtet. Die Behauptung, dass der Tunnelbau heimlich in Nacht- und Nebelaktionen erfolgte, entspricht nicht den Tatsachen. Der Aushub wurde in der Nacht abgefahren, da dann weniger Verkehr auf den Straßen herrschte. Am 26. Februar 1870 wurde die Broadway-U-Bahn feierlich eröffnet - für Alfred E. Beach war dies vielleicht der glücklichste Tag seines Lebens! Die Station befand sich unter dem Bekleidungsgeschäft, unmittelbar dem New Yorker Rathaus gegenüber. Der Tunnel mit 8 Fuß Durchmesser führte in einem 57 Fuß langen Bogen in den Broadway hinein und setzte sich mit einem 237 Fuß langen geraden Tunnel fort. Zum Antrieb des Wagens befand sich in der Station ein von einer Dampfmaschine angetriebenes großes Gebläse. So wurde der U-Bahnwagen an das andere Ende des Tunnels geblasen. Dann wurde das Gebläse umgeschaltet, und der Wagen wurde zurückgesogen. Die Wartehalle der Station war luxuriös ausgestattet, um den Fahrgästen die Angst vor der Tunnelstrecke zu nehmen. Der Betrieb auf der Demonstrationsstrecke währte jedoch nicht lange. Er wurde bereits im Jahre 1873 eingestellt. 1898 vernichtet das Feuer ein Gebäude und alles, was sich noch in der kleinen Untergrundbahnstation befand. Beach selbst hat von dem Feuer nichts mehr erfahren, denn er lebte vom 1.12.1826 bis zum 1.1.1896. 1912 übernahmen Beamte der Stadt und Vertreter der Baufirma für den Bau der Broadway Subway (in New York wird die U-Bahn als „Subway“ bezeichnet) den Tunnel. Sie fanden die Überreste zweier Wagen und am Ende des Tunnels das Vortriebsschild. Danach wurde der Tunnel abgerissen. Mehr über diese U-Bahn findet man in englischer Sprache auf der Website www.nycsubway.org. Eine sehr detaillierte Darstellung mit vielen Bildern und Text ist http://www.columbia.edu/~brennan/beach/ von Joseph Brennan. Mr. Beach kannte die i Pneumatic Despatch Company in London |
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