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Northern Line,
Frank Pick und das Rundschild

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Railway

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London's Underground:
Pre-1938 Tube Stock

In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen fehlte es der Londoner Untergrundbahn mehrmals am Geld. Generaldirektor (Chairman) war Lord Ashfield, Frank Pick war zum Präsidenten (Chief Executive) aufgestiegen. Ursache für den Geldmangel waren Perioden der Arbeitslosigkeit:
  • 1921 unterzeichnete das Finanzministerium einen 5 Mio. £ Plan zur Beschaffung neuer Fahrzeuge und zum Bau der auf der vorigen Seite erwähnten Northern Line.
  • 1930 garantierte das Finanzministerium 13 Mio. £ zur Erweiterung der Piccadilly-Line nach Cockfosters und Uxbridge und zur Renovierung von Stationen.
  • 1935 genehmigte der Schatzkanzler ein 40 Mio. £ schweres Ausbauprogramm.
Fast alle vor 1923 gebauten Fahrzeuge des Tube Stocks wurden im Zeitraum von 1923 bis 1939 ersetzt. Diese neue Wagengeneration wird als „Pre-1938 Stock” oder als „UERL Standard Stock” bezeichnet.

Diese Züge wurden auf praktisch allen Linien der UERL eingesetzt. Die letzten dieser Züge wurden erst Mitte der 1960er außer Dienst gestellt. Einige wurden danach an die British Railways verkauft, die sie auf der Isle Of Wight einsetzte.

Insgesamt wurden 1466 Wagen des „UERL Standard Stocks” gebaut.

Howard erwähnt, dass zwei 1906 gebaute Wagen der Great Northern, Piccadilly & Brompton Railway (Piccadilly Line) sich noch im Einsatz als Triebfahrzeuge zum Abstellen von Zügen befänden. (Stand: 1962)

Nach ausgiebigen Versuchen mit 6 Versuchswagen begann die Serienfertigung. Die Motorwagen waren 50 Fuß, also gut 15 m, lang. Sie wurden von zwei je 240 PS starken Motoren auf dem vorderen Drehgestell angetrieben. Oberhalb des Drehgestells befand sich eine Kabine für die elektrische Ausrüstung und eine für den Kompressor. Es blieb lediglich Platz für 30 Sitzplätze im Motorwagen. In den antriebslosen Beiwagen mit oder ohne Fahrerkabine war Platz für 48 Sitzplätze. Ein 6-Wagen-Zug bestand aus zwei Garnituren Triebwagen, Beiwagen und Steuerwagen.

Die Doppeltüren der Züge wurden mit Druckluft betätigt. Die Türen waren seitlich angebracht- es gab keine Einstiegsplattformen mit den seitlich angebrachten Gittern und keinen „Gateman” mehr. Die Türen wurden nun vom Zugschaffner geöffnet und geschlossen. Er hatte am Heck des Motorwagens die dazu erforderlichen Druckknöpfe und konnte von dort dem Fahrer das Abfahrsignal geben.

Für die Erweiterung der Piccadilly-Line in den Jahren 1932 und 1933 wurde ein verbesserter Fahrzeugtyp geordert. Bei diesen neuen Wagen wurde eine leichte Bauart durch Mitverwendung von Aluminium erreicht. Die Züge bestanden aus einer Garnitur Triebwagen, Beiwagen, Steuerwagen und aus einer Garnitur Triebwagen, Beiwagen, Beiwagen, Triebwagen. An der Fertigung beteiligt waren:

  • Metropolitan Carriage & Wagon Company
  • Birmingham Railway Carriage & Wagon Company
  • Gloucester Railway Carriage & Wagon Company
Die Aufbauten waren abgerundet, damit die Wagen möglichst störungsfrei durch die Waschanlagen liefen. Die elektrische Ausrüstung und der Kompressor saßen über dem angetriebenen Drehgestell im Aufbau.

Letztes Upload: 22.11.2016 um 18:48:18