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George Stephenson
1804: Killingworth


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George
Stephenson

1781 - 1802:
Umgebungskarte Newcastle,
Jugend und erste Heirat

1814: Mylord,
1815: Blücher
1804 oder Anfang 1805 zieht die Familie nach Killingworth, unmittelbar nördlich von Newcastle, um. George arbeitet als „Brakeman” im dortigen großen Bergwerk West Moor Colliery. 1806 wird eine Tochter geboren. Leider stirbt kurz darauf Frances an Tuberkulose. Die Tochter überlebt die Mutter nur um wenige Monate.

Dankbar, die jetzt traurige Umgebung verlassen zu können, nimmt George Stephenson einen neuen Job als Maschinenführer in einer Spinnerei bei Montrose in Schottland an. Zu Fuß(!) macht er sich auf den Weg.

Es gibt unterschiedliche Darstellungen darüber, was mit seinem Sohn Robert geschah. Robert blieb in Killingworth. Eine Seite besagt, dass Robert einem Nachbarn anvertraut wurde. Eine andere Seite weist darauf hin, dass die jüngere Schwester Eleanor des Vaters von Robert Stephenson in dem gleichen Haus wohnte und nach dem Kind schaute.

Bereits am Jahresende kehrt George zu Fuß nach Killingworth zurück. Er hat 28 £ zusammengespart.

Dort trifft ihn ein Schock, denn sein Vater hat während seiner Abwesenheit einen Arbeitsunfall erlitten und ist erblindet. Mit über der Hälfte des Geldes begleicht er die Schulden seines Vaters und unterstützt von nun an seine Eltern. George selbst arbeitet wieder in seinem alten Job als „Brakeman” im Bergwerk zu Killingworth.

Ein weiteres Problem tritt durch den Krieg mit Frankreich auf- Soldaten braucht das Land! George wird zum Militär gezogen. Glücklicherweise kann er eine Ersatzperson stellen - das kostet ihm all seine Ersparnisse.

Seine Schwester Ann und deren Mann wandern nach Amerika aus. George wäre gerne mit ausgewandert, aber nun fehlt ihm das Geld dazu.

Für seine Zeche, die West Moor Pit, macht er Verbesserungsvorschläge: So reduziert er beispielsweise durch Neuanordnung der Rollen die Seilabnutzung bei einer Winde.

Seine technische Begabung zeigt sich 1811, als eine alte, aber neu aufgestellte, Newcomen-Dampfpumpe in der benachbarten Killingworth High Pit schlecht läuft. Ihre Förderleistung ist zu gering, so dass sich die Grube nicht trockenlegen lässt. Mehrere Ingenieure bemühten sich vergeblich ein ganzes Jahr darum. George Stephenson bietet sich an. Da an der Sch..ßmaschine nichts mehr zu verderben ist, lässt man ihn machen. Er stellt sich ein Arbeitsteam zusammen. An einem Montagmorgen beginnt sein Team mit der Zerlegung der Maschine. Es wird einiges geändert und repariert. Am Mittwoch wird die verbesserte Pumpe wieder in Betrieb genommen. Bereits am Freitagnachmittag ist das Wasser aus der Grube gepumpt, die Bergleute können mit dem Abbau beginnen.

Der 27-jährige George erhält eine Sondervergütung von 10 £ und wird zum Maschinenführer (engineman) in der Killingworth High Pit befördert.

1812 erleidet Old Cree, der Maschinenbauer (appointed enginewright) der Grube, einen tödlichen Unfall. George wird sein Nachfolger. Sein Gehalt steigt auf 100 £ jährlich. Er darf ein Galloway zur Inspektion der Bergwerke der „The Grand Allies” benutzen.

In diesem Fall bezeichnet „Galloway” eine kleinwüchsige schottische Pferderasse. „The Grand Allies” ist der Name einer Gruppe von Bergwerksbetreibern um Killingworth. Genannt werden
  • Sir Thomas Liddel (der spätere Lord Ravensworth)
  • Earl of Strathmore
  • Mr. Stuart Worthley (der spätere Lord Wharncliffe).

1814 wird George der Chefingenieur der Bergwerksgruppe „The Grand Allies”.

Dank seines nun guten Einkommens kann George seinem Sohn Robert auf die höhere Schule schicken. Es gelingt ihm, an dem steigenden Wissen seines Sohnes teilzuhaben.

George Stephenson findet in John Wigham, dem Sohn eines benachbarten Bauern, einen Freund. John hat eine bessere Bildung als jeder Freund, den George bisher kennengelernt hat. John kennt sich ein wenig in Chemie und Physik aus, führt gerne entsprechende Versuche durch und kann seine Gedanken verständlich formulieren. George lernt manches von ihm. Besonders begabt erweist sich George für das technische Zeichnen.

Samuel Smiles[111] erwähnt, dass George erst durch John Wigham die Dreisatzrechnung erlernte. Smiles beschreibt das Haus von George und Robert Stephenson: Es ist vollgestopft mit Modellmaschinen, Maschinen und neumodischen Geräten. Zum Nachtangeln verwendet Stephenson eine Unterwasserlaterne, die die Fische anzieht und ihm einen reichen Fang beschert. Er kann die angelockten Fische mit der Hand fangen! Er beginnt, umgangssprachliche Kurse für seine Arbeiter abzuhalten.

Das kleine Wohnhaus an der Verbindungssstraße zwischen West Moor und Killingworth hatte ursprünglich nur ein Zimmer. George erweitert es im Laufe der Jahre in Eigenarbeit um 3 Zimmer.

George selbst verbessert den Betrieb in der Grube wesentlich. Dank der von ihm eingeführten Verbesserungen kann die Zahl der unter Tage eingesetzten Arbeitspferde von 100 auf nur 16 reduziert werden.

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Seite zuletzt geändert am 26.5.2012