Home

Sitemap

Auswahlseite Museumsbahnen

Geesthachter Eisenbahn

Bild: Geesthacht, Bahnhof
Der Bahnhof Geesthacht wird jetzt (2003) anders genutzt. Aber an einigen Wochenenden im Jahr ist der Bahnhof Dreh- und Angelpunkt für den Betrieb der Museumseisenbahn der Arbeitsgemeinschaft Geesthachter Eisenbahn e.V. zwischen Hamburg-Bergedorf-Süd, Geesthacht und Krümmel.

Gegenüber dem Bahnhof steht auf einem mit Maschendraht eingezäunten Gelände ein Fahrzeugschuppen. Auf den Gleisen innerhalb dieses Geländes kann man auch an den Tagen ohne Bahnbetrieb einige Fahrzeuge sehen.

Fast alle Bilder auf dieser Seite hatte ich am 28.7.2003 während einer Wanderung von Geesthacht nach Lauenburg fotografiert.

Bild: Schwellen der Bahnstrecke Geesthacht-BergedorfBild links: Mich erinnert das Muster der Y-Stahlschwellen der Bahnstrecke Geesthacht - Bergedorf an Weißweingläser! Der Gleisbau wurde 1990 vollständig erneuert - den Castor-Transporten für die Ver- und Entsorgung der Brennstäbe des Kernkraftwerkes Krümmel ist wohl der Erhalt dieser nun kaum benutzten Strecke zu verdanken.
Auf der Website der Arbeitsgemeinschaft Geesthachter Eisenbahn e.V. findet man alles, was man als Interessent sucht: Streckenbeschreibung, Stadtplanauszug, Fahrzeugbeschreibung und Fahrplan. Die Informationen zu den nachfolgend aufgeführten drei Fahrzeugbeschreibungen stammen von der eben genannten Website. Die Informationen zur Beschreibung des Ci-Personenwagens stammen aus einer Broschüre des VVM.
Bild: GE54 der Geesthachter Eiosenbahn
GE54: Der Wagon wurde 1912 von der Wagonbaufabrik Görlitz für die BGE gebaut.
LüP:9600 mm
Achsstand:4500 mm
Gewicht:10,5 t
Ladefläche:21,3 m²
Bild: Geesthachter Eisenbahn, Wagon GE803
GE803: Dieser Wagon wurde zwischen 1948 und 1950 als Gms 35 gebaut. Ab 1967 wurde er durch die DB modernisiert. Insbesondere wurden die Wandbretter durch Kunstharzholzplatten ersetzt. 1997 kam er zur GE.
LüP:9940 mm
Achsstand:7000 mm
Gewicht:10,09 t
Ladefläche:23,2 m²
Bild: Geesthachter Eisenbahn, Dieseltriebwagen T3(?)
Das Foto des sich in Aufarbeitung befindlichen Esslinger Triebwagens ist historisch, denn der Triebwagen existiert nicht mehr.

Der Triebwagen wurde 1951 von der Maschinenfabrik Esslingen (Fabriknummer 23 384) für die Bergedorf-Geesthachter Eisenbahn (BGE) geliefert. Insgesamt beschaffte die BGE zwei Esslinger Triebwagen. Dieser Triebwagen lief unter der Betriebsnummer T3 zwischen Geesthacht und Bergedorf Süd und sogar weiter bis zum Hamburger Hauptbahnhof.

Am 26.Oktober 1953 stellte die BGE den Schienenpersonenverkehr ein. Ihre beiden fast nagelneuen Esslinger Triebwagen wurden von der benachbarten Altona - Kaltenkirchen - Neumünster Eisenbahn (AKN) angemietet. Das passte gut, denn die AKN besaß zwei baugleiche Triebwagen.

Im Juni 1957 ging der Triebwagen ins Eigentum der AKN über. Am 10.11.1963 erwarb ihn die Regentalbahn AG (Bayerischer Wald) und betrieb ihn als VT4. 1983 erlitt er einen schweren Motorschaden. Er lief noch bis 1985 als Steuerwagen.

1986 erwarb ihn die Arbeitsgemeinschaft Geesthachter Eisenbahn. Die dort vorgesehene Aufarbeitung kam nicht recht voran. Bei einer Feuerwehr- oder Katastrophenschutzübung wurde er im Jahre 2005 so schwer beschädigt, dass er im Sommer 2005 verschrottet wurde.

Mehr über die  i Esslinger Triebwagen.

Bild: VVM Schönberger Strand, Wagen 26 der Bergedorf Geesthachter Eisenbahn (BGE) Bauart Ci
Dieser Ci-Personenwagen („C” bedeutet dritter Klasse, „i” bedeutet mit offenen Übergängen) gehörte der Bergedorf Geesthachter Eisenbahn (BGE). Er steht allerdings am  i Museumsbahnhof Schönberger Strand, denn der dortige Trägerverein VVM hatte ihn 1975 von der Osthannoverschen Eisenbahn (OHE) gekauft. Die BGE beschaffte diesen Wagen 1915 von der „AG für Eisenbahnmaterial Görlitz”, da während des Ersten Weltkriegs ein erhöhtes Verkehrsaufkommen zu den Rüstungsbetrieben bei Geesthacht herrschte.
Im Mai 2003 erhielt die Arbeitsgemeinschaft Geesthachter Eisenbahn e.V. eine Dampfspeicherlok geschenkt. Es ist die B-fl, die von 1985 bis 2003 vor dem Museum „Electrum” in Hamburg stand.

Das „Electrum”, das Museum für Elektrizität, befand sich in Hamburg unmittelbar an der U-Bahn-Haltestelle „Hamburger Straße”. Aber es ist geschlossen worden. Schade, es war ein tolles Museum!

Hersteller:O&K, Fabriknummer 4959
Baujahr 1911 oder 1912
Diese feuerlose Dampflok begann ihr Arbeitsleben bei dem Kalibergwerk „Gewerkschaft Ilberstedt” in Staßfurt- Leopoldshall (dies liegt etwa in der Mitte zwischen Magdeburg und Halle). Von 1941 oder 1948 (ich habe widersprüchliche Angaben gefunden) bis 1975 war sie in den Elektrizitätskraftwerken Schulau und Alt Garge im Einsatz. Dort hat sie wohl auch nie Probleme gehabt, den Kessel mit Dampf gefüllt zu bekommen!
LüP:7550 mm
Achsstand:2200 mm
Gewicht:21 t
Bild: B-fl von vorneBild links: Die B-fl vor dem Museum „Electrum” in Hamburg.
Bild: B-fl in Geesthacht (28,7.2003)
Die B-fl bei der Arbeitsgemeinschaft Geesthachter Eisenbahn e.V. fotografiert am 28.7.2003.

Typisch für eine Dampfspeicherlok: Der Kessel ist besonders groß.


Letztes Upload: 07.12.2016 um 03:57:57