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Stephenson

Bahnstrecke
Liverpool - Manchester

1829 bis 1835: Lokomotiven,
technischer Fortschritt

George Stephenson -
1830: Fahrzeuge der Liverpool & Manchester Railway

Bild: Fahrzeuge der Liverpool & Manchester Railway
Der colorierte Stich zeigt die Lokomotive „Northumbrian” mit ihrem Tender, die Personenwagen „Queen Adelaide”, „Wellington” und „Chinese”, einen sogenannten „Private Carriage” und zwei Wagen zum Transport lebender Tiere.
Bild: Fahrzeuge der Liverpool & Manchester Railway
Oben die Lokomotive „Jupiter” an der Spitze eines Personenzugs 1. Klasse. Darunter die Lokomotive „North Star” an der Spitze eines Personenzugs 2. Klasse.
Bild: Abteilwagen Liverpool - Manchester 1829
Das Bild zeigt den Abteilwagen 1. Klasse „HUSKISSON" der Liverpool Manchester Railway Company im National Railway Museum in York. Es ist ein Nachbau aus dem Jahre 1930.

Der Wagen besteht aus drei Kutschenaufbauten auf einem gemeinsamen Fahrgestell. Das Innere ist mit poliertem Holz ausgekleidet, an den Fenstern sind Vorhänge zu erkennen. In jedem der drei Abteile 1. Klasse finden vier Fahrgäste Platz. Das Gepäck der Reisenden wurde anfänglich auf dem Dach verstaut und an den erkennbaren Haltern angebunden. Davon kam bald ab, denn aus der Lokomotive flogen gelegentlich Funken. Alle Personenwagen hatten Namen (TRAVELLER, CHINESE, WELLINGTON, usf.) erhalten.

Es ist makaber, dass man ausgerechnet den Namen Huskisson an den ausgestellten Wagen geschrieben hat. Der Liverpooler Parlamentsabgeordnete W. Huskisson wurde während der Eröffnungsfahrt von der Lokomotive „Rocket”" erfasst. Er verstarb noch am gleichen Tag. Ausgerechnet Huskisson war für den Bau der Bahn eingetreten.
 i Eröffnungstag und Unfallhergang.
Bild: Private Carriage
Die wirklich vornehmen Fahrgäste reisten standesgemäß in ihren Kutschen, die auf Flachwagen in den Zug eingestellt wurden.

Die weniger vornehmen Fahrgäste fuhren 2. Klasse. Deren Wagen hatten zwar ein Dach, aber die Seiten des Wagons waren offen. In jedem der Abteile befanden sich 8 Sitzplätze.

Die Fahrgäste 3. Klasse saßen zwar, aber es fehlte das Dach über dem Wagen. Anfänglich wurden umgebaute offene Güterwagen für sie verwendet. In den Wagenboden wurden Löcher gebohrt, damit das Regenwasser ablaufen konnte. Die Engländer nannten diese Wagen „cauldron wagons”. Ein „Cauldron” ist ein großer offener Kochkessel. Es sticht bei dem Bild mit der Kutsche auf dem Flachwagen ins Auge, dass die Perspektiven zwischen Kutsche und Flachwagen vertauscht sind - an den Rädern ist es besonders gut zu erkennen!

Es existiert eine auf 1842 datierte Ansicht verschiedener Züge, wie sie auf der „künftigen" Eisenbahn zwischen Hannover und Braunschweig zum Einsatz kommen sollten. Vergleicht man diese Ansicht mit den hier gezeigten Bildern, ist offensichtlich, woher die Vorlagen für die Ansicht von 1842 stammen. Lustigerweise findet man auch den Flachwagen und die Kutsche wieder - diesmal haben Kutsche und Flachwagen eine gemeinsame Perspektive!

Bild: Güterzug
Obwohl der Güterzug nicht in seiner gesamten Länge gezeigt ist, fällt auf, dass es bereits 1831 eine Vielzahl von Wagonarten gab. Die Lokomotive „Liverpool” stammt nicht aus dem Hause Stephenson. Der Bedarf an Lokomotiven wuchs so schnell, dass die Lokomotivfabrik Robert Stephenson die Grenze ihrer Kapazität erreichte. Notgedrungen erwarb die Liverpool & Manchester Railway die erste Lokomotive des Herstellers Edward Bury. Dies ist die im letzten Bild gezeigte Lokomotive „Liverpool”.

Alle Bilder auf dieser Seite mit Ausnahme desjenigen vom Abteilwagen im National Railway Museum in York stammen aus dem Buch
Colored Views on the Liverpool and Manchester Railway, T.T.Bury, London 1831.

Das oberste Bild auf dieser Seite ist eine Gravur nach einer Zeichnung von T.T.Bury. Die anderen Gravuren entstanden nach Zeichnungen von I.Shaw aus Liverpool.

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Letztes Upload: 11.01.2017 um 08:39:27