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Zwei Loks der Bayerischen Zugspitzbahn in München:
Das Verkehrszentrum des Deutschen Museums in München

Für Eisenbahnfans ist das Deutsche Museum in München (vollständig: Deutsche Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik) eine Enttäuschung. Das liegt daran, dass dort keine Eisenbahnen ausgestellt sind.

Einige Schienenfahrzeuge findet man seit einige Jahren im Verkehrszentrum des Deutschen Museums. Das Verkehrszentrum ist mit den U-Bahnlinien U4 oder U5 über die Haltestelle Schwanthalerhöhe gut erreichbar. Es widmet sich - anders als der Name vermuten lässt - ausschließlich dem Landverkehr. Seine drei Hallen haben die Themen

  • Halle 1: Stadtverkehr,
  • Halle 2: Reisen sowie
  • Halle 3: Mobilität und Technik.
Außerdem sind Schienenfahrzeuge des Deutschen Museum in der „Lokwelt Freilassing” ausgestellt.

Straßenbahnen, U-Bahnen und S-Bahnen sind in der Stadtverkehrshalle zu finden. Eisenbahnen sind in der Halle beim Thema „Reisen” untergebracht. In der Halle „Mobilität und Technik” fristen Eisenbahnen ein Schattendarsein. Dort sind neben vielen Straßenverkehrsfahrzeugen lediglich ein Teil der  i Gewerbeausstellungsbahn von Siemens und ein Nachbau der Lokomotive  i „Puffing Billy” sowie eine Modelleisenbahnanlage zu sehen.


Im Deutschen Museum und in seinem Verkehrszentrum ist das Fotografieren für private Zwecke erlaubt. Man darf die Fotos jedoch nicht veröffentlichen (Stand Mai 2013). Allerdings wird auf diese Einschränkung nur sehr undeutlich hingewiesen. Sie wird deshalb wohl gelegentlich übersehen!

Glücklicherweise stehen von dem Verkehrszentrum zwei historische Schienenfahrzeuge - Fotos davon darf man veröffentlichen.

Zwei Loks der Bayerischen Zugspitzbahn

Bild: Lok 3 der Bayerischen Zugspitzbahn (3.5.2013Die Fotos zeigen die beiden vor dem Verkehrszentrum des Deutschen Museums ausgestellten Lokomotiven. Es handelt sich um die Elektrolokomotive Nr. 3 und die elektrische Zahnradlokomotive Nr. 11 der Bayerischen Zugspitz Bergbahn AG. Die Bahn wurde zwischen 1928 und 1930 erbaut. Auf einer Gesamtlänge von damals 18,6 km (seit 1987 alternativ 19,0 km) verbindet sie Garmisch-Partenkirchen mit der Zugspitze und überwindet dabei rund 1900 m Höhenunterschied.
Es ist eine Meterspurbahn. Sie wurde von Anfang an mit 1500 Volt Gleichstrom elektrisch betrieben wurde und ist in Reibungsbahn und Zahnradbahn unterteilt.

Für die ersten Betriebsjahre wurden 4 Tallokomotiven (wie die Lok Nr. 3) und 8 Zahnradlokomotiven (wie die Lok  11) beschafft.

Bild: Lok 3 der Bayerischen Zugspitzbahn lc(3.5.2013 Auf der 7,5 km langen Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Grainau wurden bis zu 6 Wagen lange Züge von den Tallokomotiven mit bis zu 50 km/h gezogen. Die maximale Neigung auf diesem Streckenteil beträgt 35,1 ‰.

In Grainau wurden die Züge geteilt. Ab hier bis zur Bergstation ging es mit Zahnradlokomotiven weiter. Die heute eingesetzten Triebwagen verkehren jedoch durchgehend auf der gesamten Strecke.

Der Betrieb auf der 11,5 km langen Zahnradstrecke, die über 4466 m Tunnelstrecke durch den Fels der Zugspitz-Nordwand bis zum unterirdischen Endbahnhof beim Schneefernerhaus führte, wurde am 8.7.1930 eröffnet.

1987 wurde die neue Bergstation „Zugspitzplatt” auf 2588 m Höhe eingerichtet. Die Strecke auf der dazu gebauten Tunnelabzweigung ist etwas länger als das Teilstück zwischen Abzweig stelle und Bahnhof Schneefernerhaus. Seit November 1992 wird die alte Bergstation Schneefernerhaus nicht mehr fahrplanmäßig angefahren. Die ausgestellten Lokomotiven 3 und 11 waren bis 2007 in Betrieb.

Bild: Lok 11 der Bayerischen Zugspitzbahn (3.5.2013)
Foto oberhalb: Mit einer Zahnstange System Riggenbach schaffte die Zahnradlokomotive eine Neigung von bis zu 25%!

Letztes Upload: 11.01.2017 um 08:39:14