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Dampfbahnertreffen 2010
beim Dampf-Bahn-Club Holstein in Schackendorf

Der Dampf-Bahn-Club Holstein e.V. hatte zum Dampfbahnertreffen am 4.7.2010 auf seiner Fahranlage in Schackendorf bei Bad Segeberg eingeladen.

Die Fahranlage ist nicht gerade klein. Auf ihr sind 1,2 km Dreischienengleis verlegt, so dass sie von Eisenbahnmodellen mit 5 und 7¼ Zoll Spurweite befahren werden kann. Mit Eisenbahnmodellen in diesen Spurweiten lässt sich schlecht ein Fahrbetrieb im Wohnzimmer oder im Garten hinter dem Haus durchführen - dazu sind die Modelle zu groß. Diese Modellbahnen sind in der Lage, Fahrgäste zu transportieren!

Vor allem sind sie in der Lage, den Lokomotivführer zu transportieren. Üblicherweise sitzt er in leicht gebückter Haltung auf dem Tender. Er muss gebückt sitzen, denn das Führerhaus der Lokomotive mit den Bedienungseinrichtungen ist in der Höhe seiner Fußknöchel.

Passend zur Größe der Lokomotiven sind die üblichen Bahneinrichtungen auf der Anlage in Schackendorf vorhanden - dazu zählen Weichen, Lokschuppen mit Drehscheibe und Schiebebühne.

Beim Dampfbahnertreffen waren überwiegend Dampflokomotiven im Einsatz. Normalerweise wird kein Eintrittsgeld erhoben. Beim Dampfbahnertreffen 2010 wurde jedoch Eintrittsgeld vereinnahmt. Aber fürs Geld war sehr viel zu sehen und man durfte sich voller Erwartung in die lange Schlange der Wartenden zur Mitfahrt einreihen - und das sogar mehrfach!

Nachfolgend eine kleine Fotoauswahl.

Bild: Dampfbahnertreffen in Schackendorf, 4.7.2010Der Lokomotivführer trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift „Dampflokfreunde Sindelfingen”. Seine Lok ist relativ hoch, so dass er sich nicht allzu sehr bücken muss.
Bild: Dampfbahnertreffen in Schackendorf, 4.7.2010Hier ist das Führerhaus auf Höhe der Fußknöchel des Lokführers. Er fährt die Lok und seinen Sitzwagen gerade rückwärts auf die Drehscheibe.
Bild: Dampfbahnertreffen in Schackendorf, 4.7.2010Auch das Modell der 99 665 ist etwas höher. Der Lokführer sitzt seitlich und aus ergonomischer Sicht zu niedrig.
Bild: Dampfbahnertreffen in Schackendorf, 4.7.2010Bei den ganz niedrigen Lokomotiven kann der Lokführer nicht seitlich sitzen, denn er muss zwischen seinen beiden Beinen hindurchlangen können, um die Lokomotive zu bedienen.

Die eindeutig britische Satteltanklokomotive hat den Namen „Singapure”. Es waren Lokomotivteams aus mehreren europäischen Länder zum Dampfbahnertreffen gekommen.

Bild: Dampfbahnertreffen in Schackendorf, 4.7.2010Das Modell der Dampfstraßenbahn Kurfürstendamm - Grunewald ermöglicht es dem Fahrer, sein Fahrzeug vom Führerstand aus zu bedienen.

Vielleicht soll das Modell auf die „Kurfürstendamm-Gesellschaft” hinweisen. Die Gesellschaft führte 1884 auf dem Kurfürstendamm Versuche mit einem Rowanschen Dampftriebwagen durch. Bereits 1888 befanden sich alle im Westen Berlins betriebenen Dampfstraßenbahnen im Besitz des „Berliner Dampfstraßenbahn - Konsortiums”.[43,Seite 96ff]

Bild: Dampfbahnertreffen in Schackendorf, 4.7.2010Die Beschriftung des Modelles der Straßenbahnlokomotive „Dr. C. Lely” besagt
  • WESTLANDSCHE STOOMTRAMWEG - MAATSCHAPPIJ
  • HOHENZOLLERN A.G. DUSSELDORF
  • No 2813 GEBOUWD EN IN DIENST GESTELD 1911
Bild: Dampfbahnertreffen in Schackendorf, 4.7.2010„Holmside” heißt diese Satteltanklokomotive.

Wie die Straßenbahnlokomotive im vorherigen Foto, steht sie auf einem aufgeständerten Gleis. Dadurch ist es möglich, Arbeiten an der Lokomotive durchzuführen, ohne auf dem Erdboden herumkriechen zu müssen.

Bild: Dampfbahnertreffen in Schackendorf, 4.7.2010
Das Modell der Ge 6/6 I fährt mit Strom aus Akkumulatoren. Das Vorbild ist eine Elektrolokomotivbaureihe der Rhätischen Bahn (RhB). Wegen ihrer Form – sie ähneln den SBB-Krokodilen der Gotthardbahn – werden die C'C'-Loks von Eisenbahnfreunden auch Rhätisches Krokodil genannt. RhB-intern ist C-C die geläufige Bezeichnung.

Das Modell ist im Maßstab 1:4,5 und wiegt etwa 1000 kg. Angetrieben wird es von zwei Motoren zu je 1,5 kW. Das 2008 gebaute Fahrzeug ist um 3 m lang und zog einige mit Fahrgästen besetzte Wagen hinter sich her.

Das Vorbild ist 13,3 m lang, wiegt 66 t und hat 1000 mm Spurweite. Die Antriebsleistung beträgt 794 kW. Die RhB stellte 15 Exemplare in Dienst:

  • 1921 die 401 bis 406,
  • 1922 die 407 bis 410,
  • 1925 die 411 und 412 sowie
  • 1929 die Ge 6/6 I 413 bis 415.
Das Modell stellt die Lok mit der Dienstnummer 413 dar.

Mehr über diese Modelllok ist bei www.dampfbahn-aaretal.ch zu finden.


Bild: Dampfbahnertreffen in Schackendorf, 4.7.2010 Die Briten bezeichnen diese Art als „pannier tank”. „Pannier” kann mit Satteltasche übersetzt werden. Für „pannier tank locomotive” habe ich keine passendes deutsches Übersetzung gefunden.

Aus der Plakette am Modell geht hervor, dass das Vorbild 1891 gebaut wurde. Auf der Plakette ist das Wort „Eskilstuna” zu lesen - dies deutet auf Schweden hin.

Bild: Dampfbahnertreffen in Schackendorf, 4.7.2010Das Vorbild dieser Lokomotive fuhr für die R.B.D. Münster unter der Dienstnummer 99211.
Bild: Dampfbahnertreffen in Schackendorf, 4.7.2010
Das Vorbild dieses Modelles fuhr für die NS (Niederländische Staatsbahn) und hatte dort die Dienstnummer 4014. Gebaut wurde die Vorbild in Schweden. Die niederländischen Dampfmodellbahner scheinen mit ihrer Lokomotive häufiger auf Tour zu sein!
Bild: Dampfbahnertreffen in Schackendorf, 4.7.2010Das Stellwerk sieht auf dem ersten Blick ganz normal aus. Aber die geöffnete Tür (links im Bild) geht über beide Stockwerke!
Bild: Dampfbahnertreffen in Schackendorf, 4.7.2010
Auch der Lokschuppen hat zu hohe Türen. Ein Dampfmodellbahner beschäftigt sich gerade mit einer Lokomotive.

Die Drehscheibe wird von Hand betätigt. Deshalb kommt man ohne Maschinenhaus aus.


Letztes Upload: 24.08.2017 um 13:30:21