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Kölner Friedhöfe Melaten und Südfriedhof:
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Friedhof Melaten

Der Friedhof Melaten in Köln liegt an der genau in Ost-West-Richtung verlaufenden Aachener Straße außerhalb der ehemaligen Stadtbefestigung rund 1,5 km westlich vom Hahnentor.

Die nordwestliche Ecke des Friedhofes Melaten wird durch den kleineren ehemaligen Ehrenfelder Friedhof gebildet. Eine gemeinsame Friedhofsmauer schirmt das 43,5 ha große parkähnliche Friedhofsgelände mit seinen rund 55500 Gräbern von der Außenwelt ab.

Die Friedhofswege sind überwiegend in einem rechteckigen Raster angelegt. Von zwei der drei Eingänge an der Aachener Straße führen Hauptwege nach Norden. Sie werden von einem in Ost-West-Richtung verlaufenden Hauptweg gekreuzt. Dieser Hauptweg hat den Spitznamen „Millionenallee” erhalten, da hier besonders aufwändige Grabmale stehen.

Bild: Grablichtautomat am Friedhofseingang Melaten (20.3.2012)Der Friedhof verdankt seine Gründung der französischen Besatzungszeit. Am 12.6.1804 erließ Napoleon I das „Décret sur les sépultures” (Dekret über die Begräbnisse). Aus hygienischen Gründen untersagte es Beerdigungen innerhalb von Städten, Dörfern und geschlossenen Gebäuden. So kam es, dass der neue Kölner Friedhof außerhalb der ehemaligen Stadtbefestigung angelegt wurde. Das Friedhofsgelände beinhaltet das vormalige Kölner „Leprosenheim”. Das Leprosenheim wurde in Köln „Maladen” genannt. Daraus entstand die Friedhofsbezeichnung „Melaten”.

Obwohl der neue Friedhof der „Gottesacker der Stadt Köln” war, durften dort zunächst nur Katholiken bestattet werden. Protestanten begrub man bis 1829 weiterhin auf dem alten Geusenfriedhof im Weyertal. Juden wurden bis 1903 im rechtsrheinischen Deutz begraben. Erst dann wurde ein jüdischer Friedhofsteil auf Melaten eingerichet.

Bild oben: Ein Ausgabeautomat für 3-Tages-Grablichter begrüßt die Friedhofsbesucher am Eingang. Ein Grablicht und das zugehörige Zündholz kosten 1,50 € (Stand März 2012).
Bild rechts: Der Friedhof Melaten wird von einem Freundeskreis betreut. Die beworbene Ausstellung war 2011.
Bild: Friedhof Melaten, Freundeskreis (20.3.2012)

Der Südfriedhof in Köln-Zollstock

Der Südfriedhof im Kölner Stadtteil Zollstock ist mit 61,5 Hektar der flächenmäßig größte Friedhof in Köln. Die Anzahl der Grabstätten beträgt 47400. Sie ist somit etwas geringer als die Anzahl Grabstätten des Friedhofes Melaten.

Angelegt wurde der Südfriedhof um die Jahrhundertwende 1900 nach Plänen des Gartenbaudirektors Adolph Kowallek. Eröffnet wurde der Friedhof am 1.4.1901.

Adolph Kowallek verstarb noch im Amt am 16.5.1902. Sein Grab liegt in der Nähe des Friedhofseingangs Höninger Platz.

Bereits fünf Jahre vor dem Südfriedhof war der Kölner Nordfriedhof im Stadtteil Weidenpesch eröffnet worden. Die beiden neuen Friedhöfe sollten weitere kommunale Begräbnisstätten zur Verfügung stellen, denn der Friedhof Melaten war vollständig belegt.

Der Südfriedhof wurde - wie der Friedhof Ohlsdorf - als Parkfriedhof mit landschaftlicher Gestaltung angelegt.

Hinsichtlich weiterer Informationen über den Kölner Südfriedhof sei auf den entsprechenden Eintrag in der deutschen Wikipedia verwiesen.


Letztes Upload: 11.01.2017 um 08:44:44