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Rhododendronblüte auf dem Ohlsdorfer Friedhof 

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Bild: Friedhof Ohlsdorf, „Primus-”Opfer (29.5.2003)
Bei den Primusopfern (U30,9-59/ U31,1-41)
Bild: Grabmal-Freilichtmuseum der Ämtersteine (29.5.2003)
Bild: Grabmal-Freilichtmuseum der Ämtersteine (29.5.2003)
Das Grabmal-Freilichtmuseum der Ämtersteine (S27-28/T27-28) an der Kapellenstraße ist nicht nur am 29.Mai 2003 eine sehenswerte Anlage.
Bild: Grabmal-Freilichtmuseum der Ämtersteine (29.5.2003) Bild: Grabmal-Freilichtmuseum der Ämtersteine (29.5.2003)

Eines der Grabmale auf dem Grabmal-Freilichtmuseum der Ämtersteine ist dasjenige der
Ruhestätte
der
Begräbnis-Brüderschaft
der Ewerführer vom alten
Krahn.
Todtenlade N.6
gestiftet den 24.Juli
1611.

Auf der Rückseite des Steines haben sich die Vorsitzenden der Begräbnis-Brüderschaft von 1886 verewigt.

Hinweis für kritische Leser: Tatsächlich steht auf dem Grabstein „Brüderschaft”. Erwarten würde man eher die dudengerechtere Bezeichnung „Bruderschaft”. Möglicherweise hatte seinerzeit das Wort „Brüderschaft” im Zusammenhang mit einer Gruppe auch die Bedeutung von „Bruderschaft”.

Betrachtet man die große liegende Steinplatte mit dem Relief (Enterhaken kreuzt Paddel) genauer, wird sofort klar: Bei der letzten Reform der deutschen Rechtschreibung hat man übersehen, dass „Begräbnis” von „Erde” abgeleitet wurde, so dass es konsequenterweise als „Begrebnis” buchstabiert werden muss. Wieso wird „Recht” überhaupt mit e geschrieben? Kommt es nicht von dem Wort „Rache”???

Die Inschrift auf der Steinplatte lautet:
Dis ist bey dem alten Kran
der Ewerfuhrer Brüder-
schafft Erbbegrebnÿs
zu ewigen Tagen anno
1611 den 11 September

Ämter und Bruderschaften

Der Bereich des Grabmal-Freilichtmuseums der Ämtersteine war um 1900 ein „Denkmalhof”. Zusätzlich war er für die Beisetzung der Aschenreste der von den Friedhöfen vor dem Steintor geborgenen Toten bestimmt. Die Überreste der geborgenen Toten wurden in einem speziellen Calcinierofen in der Nähe der  i Kapelle 3 verbrannt.

Die Friedhöfe vor dem Steintor wurden wegen des Baus des Hamburger Hauptbahnhofs aufgelöst. Erhaltenswerte Grabmale dieser Friedhöfe kamen nach Ohlsdorf.

Später, um 1930, wurden die Friedhöfe vor dem Dammtor aufgehoben. Der „Denkmalhof” wurde dahingehend verändert, dass hier die Grabmale der „Ämter” und „Bruderschaften” blieben. Die anderen Grabmale wurden im  i Grabmal-Freilichtmuseum Heckengarten aufgestellt. Als Ämter wurden in Hamburg die Zunftvereinigungen der Handwerker bezeichnet. Begräbnisbruderschaften waren freie Vereinigungen, die eine gemeinsame Sterbekasse unterhielten und sich um das zum Totengeleit ihrer Verstorbenen kümmerten


Letztes Upload: 15.01.2017 um 04:28:38