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Ohlsdorfer Friedhof • Links und rechts der Cordesallee:
Friedrich Jasper & Hein Köllisch

Die Christusstatue Grabmal Wichmann und Grabsymbole
Bild: Grab Friedrich Jasper auf dem Ohlsdorfer Friedhof (10.1.2009)Das älteste Reisebusunternehmen Hamburgs besteht seit 1902. Gegenwärtig heißt es „Friedr. Jasper - Rund- und Gesellschaftsreisen GmbH”. Es ist eine Tochtergesellschaft der Hamburger Hochbahn AG.

Das Grab des Firmengründers und seiner erheblich jüngeren Frau ist von der Christusstatue aus wie folgt zu finden: Man geht auf dem halbrunden Weg zur anderen Sandsteinstreppe. Oben hinter der Treppe zweigt ein Seitenweg vom halbrunden Weg ab. Im Seitenweg ist es auf der rechten Seite das zweite Grab.

Der Busbetrieb Friedrich Jasper war eng mit dem Ohlsdorfer Friedhof verbunden. Am 28.5.1923 nahmen die Firmen Nordmark und Jasper den Linienbusverkehr auf dem Ohlsdorfer Friedhof auf. Wegen der Inflation wurde er zunächst wieder eingestellt und im Sommer 1925 erneut aufgenommen.

Ab 1927 wurde er von der HHA durchgeführt.[201, Anmerkung 250]

Erneut betrieb Jasper von Mai 1929 bis 1934 eine Buslinie auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Das Busunternehmen Brand betrieb ab 1930 eine weitere Buslinie auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Sie wurde 1933 von der HHA übernommen und als Linie K betrieben.

Die Ohlsdorfer Jasper-Linie wurde 1934 von der HHA übernommen und als Linie J betrieben. Im gleichen Jahr wurde sie mit der Linie K vereinigt und als J weiter betrieben.[66, Seite 14 u.15]

Bild: Grab Friedrich Jasper auf dem Ohlsdorfer Friedhof (10.1.2009)
Bild: Relief Hein Köllisch (22.3.2011)Folgen wir dem Pfad nur etwa 25 m weiter, so blickt uns von links ein Herr mit Schnauzbart und Zylinderhut an. Das Relief ist 80 cm groß. Die Inschrift im Grabstein verdeutlicht, dass hier (Q6,40-46/R6,17) die Familie Heinrich Köllisch begraben liegt.

Der Hamburger Volkssänger und Humorist in plattdeutscher Sprache Heinrich Köllisch (*1857; ”1901) war besser als Hein Köllisch bekannt. Er schrieb eine Vielzahl von plattdeutsche Parodien, Liedern und Theaterstücken. Aufgetreten ist er mit Zylinderhut und Frack. „Für meine Muttersprache ist mir der beste Anzug gerade gut genug”, soll er dazu bemerkt haben.

1894 eröffnete er in St. Pauli das Varieté „Universum”. Sein früher Tod am 18. April 1901 geht auf eine Lungenentzündung zurück, die er sich während einer Erholungsreise in Rom zugezogen hatte.

1949 wurde nach ihm der Paulsplatz in Hein-Köllisch-Platz umbenannt. Der Platz ist nicht weit vom St.-Pauli-Fischmarkt entfernt. In der Traditionsrundfunksendung „Hamburger Hafenkonzert” werden gelegentlich von ihm geschriebene lustige Spottlieder dargebracht.

Bild rechts: Das Grab Hein Köllisch, offensichtlich kurz nach der Beisetzung fotografiert. Es handelt sich um einen Auszug aus einer zeitgenössischen Postkarte des Kunstverlags A.Neumann, Hamburg 6.

Bild: Grabstätte Heinrich Köllisch (1901)
Unser nächstes Ziel ist das Grab Wichmann. Dazu geht es den Seitenpfad zurück auf den halbrunden Weg. Hier geht es an der Christusstatue vorbei und dem Verlauf des Weges folgend weiter auf dem dann geraden Fußweg oben auf dem Abhang

Letztes Upload: 12.04.2017 um 12:30:09