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Ohlsdorfer Friedhof • Beim Wasserturm an der Cordesallee:
Das Säulengrabmal Troplowitz-Mankiewicz

Werden - Sein - Vergehn Der Wasserturm
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Säulengrabmal Troplowitz-Mankiewicz (19.10.2002)
Unmittelbar neben dem alten Wasserturm an der Cordesallee steht dies von Fritz Schumacher 1918 entworfene Säulengrabmal der Familie Troplowitz-Mankiewicz. So, wie es aussieht, könnte es ebenso gut in einem Schlossgarten stehen!

In der Mitte des Säulendenkmals ist ein Stein mit quadratischem Querschnitt aufgestellt. Der Stein wurde vom Kunstprofessor Arthur Bock behauen - dies lässt sich an der Seite mit dem Wanderer ablesen.


Die nächstgelegene Skulptur - ebenfalls von Arthur Bock - steht nur wenige Meter neben dem Säulengrabmal auf dem Familiengrab Friedrichs.

Bild: Friedhof Ohlsdorf, Säulengrabmal Troplowitz-Mankiewicz (19.10.2002) Bild: Friedhof Ohlsdorf, Säulengrabmal Troplowitz-Mankiewicz (19.10.2002)
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Säulengrabmal Troplowitz-Mankiewicz (19.10.2002)
Die Reliefs auf dem Steinblock im Zentrum der Säulen stammen von Arthur Bock. Sie zeigen einen alten, mit einem Stock gestützten und einem Tuch nur spärlich gekleideten Mann, der einem Ziel entgegenstrebt. Das andere Relief zeigt den Sänger Orpheus und den Schatten seiner hingeschiedenen Gattin Eurydike. Beide versuchen gerade, aus der Unterwelt zur Oberwelt zurückzukehren.

Bekanntlich waren beide sehr glücklich verheiratet. Eine böse Natter baß die noch junge Eurydike, so dass sie starb. Orpheus wagte sich in die Unterwelt und erweichte durch seine Musikdarbietung den Totengott Hades und dessen Gemahlin Persephone, sie freizugeben. Es gelang ihm.

Gustav Schwab schrieb in seiner Darstellung der griechischen Sage „Orpheus und Eurydike” dazu: Persephone rief den Schatten Eurydikes, der mit unsicheren Schritten herankam. „Nimm sie mit dir”, sprach die Totenkönigin, „aber wisse: Nur wenn du keinen Blick auf die Folgende wirfst, ehe du das Tor der Unterwelt durchschritten, nur dann gehört sie dir; doch schaust du dich zu frühe nach ihr um, so wird dir die Gnade entzogen.”

Bild: Friedhof Ohlsdorf, Säulengrabmal Troplowitz-Mankiewicz (19.10.2002)
Dr. Oscar Troplowitz aus Gleiwitz:

Die Familie Troplowitz hatte in Gleiwitz mit Wein gehandelt und wurde reich.

Oscar war eines von zwei Kindern des Louis Troplowitz und der Agnes Mankiewicz. Er wurde am 18.1.1863 geboren. Oscar studierte Pharmazie in Breslau. 1890 kam er nach Hamburg. Hier kaufte er die Kosmetikfabrik von Paul Carl Beiersdorf. Von Dr. Isaak Lifschütz erwarb er 1911 das Patent an dem Emulgator Eucerit zur Verfestigung von Creme. In wenigen Monaten gelang es, eine neuartige Creme herzustellen: Sie sah schneeweiß aus. Ihr Name Nivea ist von dem lateinischen Wort „niveus” für schneeweiß abgeleitet. Er verstarb am 27. April 1918 im Alter von nur 55 Jahren an einem Gehirnschlag. Er war Apotheker und Unternehmer. Als Unternehmer war er gegenüber seinen Mitarbeitern offenbar sehr sozial eingestellt. Verheiratet war er mit seiner Cousine Gertrud Mankiewicz. Sie hatten keine Kinder.

Sein Name ist im Zusammenhang mit weiteren bekannten Markennamen wie Leukoplast, Hansaplast, Labello und Tesa zu sehen. Näheres über ihn findet man auf der Website der Beiersdorf A.G. nachdem man „Troplowitz” im Suchfeld eingetippt hat!


Skulptur „Diana mit Hunden” im Winterhuder Stadtpark

Bild: Stadtpark Hamburg-Winterhude, Skulptur „Diana mit Hunden” (31.10.2013)
Die hier betrachtete Statue „Diana mit Hunden” hat drei Gemeinsamkeiten mit dem Säulengrabmal Troplowitz-Mankiewicz: Identisch sind Architekt, Auftraggeber und Künstler. Die Statue ist 7 Jahre älter als das Säulendenkmal.
Bekannter als das Säulengrabmal Troplowitz dürfte die Statue „Diana mit Hunden” im Kurgarten des Stadtparks in Hamburg-Winterhude sein. Der Kurgarten liegt im Zipfel zwischen Südring und Hindenburgstraße in der Nähe der U-Bahn-Haltestelle Borgweg.

Hier wurde nach Plänen von Fritz Schumacher ein Brunnenhaus in Klinkerbauweise mit einer Dachkuppel erbaut. Das Gebäude beinhaltete eine Trinkhalle für den Ausschank von Mineralwasser. Es sollte die Möglichkeit anbieten, Trink- und Kneippkuren kostengünstig anzuwenden. Erbaut wurde es von 1910 bis 1912.

Bild: Stadtpark Hamburg-Winterhude, Skulptur „Diana mit Hunden” (31.10.2013)An das Brunnenhaus schließt sich ein länglicher leicht abgesenkter Garten an. Dessen Abschluss bildet eine Klinkermauer mit einem Brunnenbecken. Auf der Klinkermauer steht die lebensgroße Skulptur „Diana mit Hunden”. Geschaffen hatte sie der Bildhauer Arthur Bock angeblich 1911. Finanziert wurde sie von Dr. Oscar Troplowitz.

Bild: Stadtpark Hamburg-Winterhude, Skulptur „Diana mit Hunden” (31.10.2013) Bild: Stadtpark Hamburg-Winterhude, Skulptur „Diana mit Hunden” (31.10.2013)
Bild: Stadtpark Hamburg-Winterhude, Skulptur „Diana mit Hunden” (31.10.2013)Dem Künstler ist die Gestaltung der beiden Hunde gut gelungen. Die Göttin der Jagd sieht leider etwas starr aus. Möglicherweise hängt dies damit zusammen, dass sie gerade besonders tief eingeatmet hat, um das Hörnersignal blasen zu können.
Bild: Stadtpark Hamburg-Winterhude, Skulptur „Diana mit Hunden” (31.10.2013)

Letztes Upload: 12.04.2017 um 07:10:54