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Ohlsdorfer Friedhof • Beim Wasserturm an der Cordesallee:
Familiengrab Hävernick (R24,132)

Bild: Familiengrab HävernickWenn man das „hamburgmuseum” bzw. das Museum für Hamburgische Geschichte kennt oder wenn man sich für Museumseisenbahnen interessiert, bietet sich ein Besuch dieses Familiengrabs an. Von der Kreuzung Cordesallee mit Waldstraße aus gelangt man folgendermaßen dorthin:

Man geht die Waldstraße in nördlicher Richtung auf der rechten (östlichen) Straßenseite. Auf dieser Seite ist der erste Fußweg der breite Weg, der an den Gräbern Woermann (1), Hertz (2) und Bach (3) vorbei zum Gräberfeld (GF) führt (vergl. Übersichtskarte Wasserturm). Der zweite Fußweg nach rechts ist schmaler. Er macht eine Biegung eine links und verläuft dann parallel östlich zur Waldstraße. An diesem Weg nach etwa 50 Metern steht das Pfeilergrabmal Hävernick mit dem Segelschiff.

Vor dem Pfeiler liegt der Kissenstein für Prof. Dr. Walter Hävernick (*23.1.1905 in Hamburg; †23.1.1983 in Hamburg). Er ist genau an seinem 78. Geburtstag verstorben.

Er war Numismatiker, ab 1946 zunächst kommissarischer Leiter des Museums für Hamburgische Geschichte und am 1. April 1947 Direktor des Museums für Hamburgische Geschichte. 1973 ging er in den Ruhestand.

Eine Gruppe von Hamburger Gymnasiasten beschäftigten sich in den 1920er Jahren mit Modelleisenbahnen. So kam es, dass am 10.11.1931 sieben Schüler und Studenten den Verein Modelleisenbahn Hamburg e.V. (MEHEV) gründeten. Eines der Gründungsmitglieder war Walter Hävernick, damals Volontär im Museum für Hamburgische Geschichte. Als Walter Hävernick Museumsdirektor wurde, holte er den Verein in sein Museum. Die große Modellbahnanlage des MEHEV ging am 7.10.1949 in einem 600 m² großen Saal des Museums in Betrieb. Erweitert und modernisiert wird sie noch immer im  i Museum vorgeführt.

Auch Walter Hävernicks älterer und 1954 verstorbener Bruder Hans-Günther gehörte dem MEHEV an - vgl. Inschrift auf dem Grabmal.

Walter Hävernick veröffentlichte in Heft 1/1957 der „Hamburger Blätter für alle Freunde der Eisenbahn” den Aufsatz „Die Eisenbahn als Erlebnis”. Dieser Aufsatz beeinflusste die Gründung der ersten Museumseisenbahn Deutschlands wesentlich. Sie wird vom  i DEV in Bruchhausen Vilsen betrieben.

Walter Hävernick schrieb in einem Buchvorwort, dass sein nebenberufliches Interesse dem Verkehr und der Verkehrsgeschichte gewidmet sei.[48,Seite 7] Seine berufliche Biografie ist in der deutschen Wikipedia zu finden.


Letztes Upload: 30.04.2017 um 13:51:48