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Ohlsdorfer Friedhof • Vom alten Wasserturm zum Eingang Kornweg:
Deutsche Soldatengräber 1914-1918 (X/Y,34-36)

Familiengrab Rachow ex Kiehn an der Kriegerehrenallee Historische Kriegerdenkmale
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Soldatengräber 1914-1918
Unser nächstes Ziel sind die deutschen Soldatengräber des 1. Weltkriegs in den Planfeldern (X/Y,34-36) auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Direkt östlich davon schließen sich die Soldatengräber des 2. Weltkrieges an.
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Soldatengräber 1914-1918
Die deutschen Soldatengräber 1914-1918 liegen unmittelbar östlich an der Krieger-Ehrenallee und berühren mit einer Südecke die Mittelallee. Wir folgen dem breiten Fußweg, der den Bereich in Ost-West-Richtung mittig durchschneidet.

Hier stehen über 3400 Grabsteine für Soldaten des Ersten Weltkriegs. Die überwiegende Mehrzahl der hier Beigesetzten waren deutsche Soldaten, die in und bei Hamburg ihren Kriegsverwundungen erlagen. Weiterhin wurden hier beigesetzt:

  • finnische Soldaten aus dem Ausbildungslager Hohenlockstedt bei Itzehoe,[siehe in der deutschen Wikipedia unter „Finnische Jäger”]
  • einige französische Kriegsgefangene und
  • einige russische Kriegsgefangene.

Auf einer Besichtigungstour in Luxemburg hatten wir unmittelbar nacheinander einen deutschen und einen US-amerikanischen Soldatenfriedhof besichtigt. Danach sagte der Busfahrer: „Jetzt dürfte klar sein, wer den Krieg verloren hat.”

Immer, wenn ich seitdem einen dieser karg ausgestatteten deutschen Soldatenfriedhöfe besichtige, fällt mir diese Episode wieder ein. Und jedesmal denke ich: Der Busfahrer hatte Recht!

Bild: Kriegergrab BrinckmannDer Soldat am Rande des Kriegsgräberfelds in AA35 trauert über John und Walter Brinckmann. Sie sind 1914 und 1916 gefallen.

Der Bildhauer Hans Dammann hat diese eindrucksvolle Darstellung aus Muschelkalk geschaffen. Wirklich einmalig ist sie nicht - er hat das gleiche Motiv mehrmals, wenn auch mit einigen Abweichungen, genutzt.

Hans Dammann (*1867; †1942) schuf vor allem Grab- und Kriegerdenkmale. Er wohnte damals in der Schinkelstraße 2 in Grunewald.

Das Grabmal stand urspünglich im Planfeld AC13.[225,Seite 98]


Letztes Upload: 18.05.2017 um 06:40:37