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Ohlsdorfer Friedhof • Vom Haupteingang zum Eingang Eichenlohweg:
Vier Vögel auf dem Grabmal Schoenfeld

Revier Blutbuche, die Ehrengrabstätte der Hamburger Polizei Familiengrab Jollasse
Bild: Familiengrab Schoenfeld Bild: Familiengrab Schoenfeld
Wenn man weiß, wo dieser angeblich von Artur Bock gestaltete Grabstein[1] für Gertrud und Helmut Schoenfeld steht, ist er leicht zu finden: Ausgangspunkt ist die Ehrengrabstätte der Hamburger Polizei. Ab der dortigen Grabplatte mit Stahlhelm, Militärkoppel und Schwert umkreist man die Anlage gegen den Uhrzeigersinn und zählt die Grabplatten. Gegenüber der neunten Grabplatte führt ein schmaler Plattenweg aus der Anlage. Dem Plattenweg folgt man 27 Platten weit bis zum ersten Querweg. Dort biegt man nach links ein und steht nach etwa 7 m vor dem Grabmal.
Es ist ein wiederverwendetes Grabmal. Mit etwas Mühe lässt sich an der Säule noch Frida Schneider...1914 entziffern. Einen halbwegs passenden Eintrag findet man im Katalog mit einem vorhergehenden Standort in Planfeld AC24,80-91.[202, Katalog Nr. 774]
Bild: Familiengrab SchoenfeldDas Grabmal ist so ganz anders als die sonst von Artur Bock geschaffenen Grabmale. Die vier kleinen Vögel auf dem Blütenkranz verbreiten eher eine heitere als eine traurige Stimmung.

Wenn man sich für den Ohlsdorfer Friedhof interessiert, dann stößt man unweigerlich auf Helmut Schoenfeld (*7.3.1933; †14.12.2016). Bei etlichen Publikationen über den Friedhof Ohlsdorf ist er als Autor oder Mitautor angegeben. In vielen Reportagen über den Friedhof taucht sein Name auf.

In meiner Erinnerung lebt Helmut Schoenfeld als rüstiger älterer Herr mit prächtiger weißer Haartracht fort, der eine Reportergruppe über den Friedhof führt oder eine Veranstaltung des Förderkreises Ohlsdorfer Friedhof e.V. moderiert.

In Ohlsdorf trat Helmut Schoenfeld 1951 eine Gärtnerlehre an. Ab 1970 leitete er - nun als Diplomingenieur für Landespflege - die Planungsabteilung für die Friedhöfe Ohlsdorf und Öjendorf.

Er war 1989 einer der Mitbegründer Förderkreises Ohlsdorfer Friedhof e.V. und 1995 einer der Mitbegründer des 1996 eröffneten Ohlsdorfer Friedhosmuseums der Hamburger Friedhöfe - AöR. Das Museum und seine Einrichtungen werden von Mitgliedern des Förderkreises ehrenamtlich betreut.


Fußnote
[1] Angabe Arthur Bock laut [236, Hans-Jörg Mauss: „Helmut Schoenfeld zum Gedächtnis”, Ausgabe 136, I, 2017]

Letztes Upload: 08.12.2017 um 19:20:15