Home

Infoseite

Der kleine Ring

Vom Haupteingang
zum Seehof

Auswahl-
seite Ohlsdorf

Ohlsdorfer Friedhof • Vom Haupteingang zum Eingang Eichenlohweg:
Kapelle 3 bzw. Kapelle III

Schweizer Begräbnisstätte und Xaver Arnold Grabstätte Nordheim: Die Stätte des Scheidens
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Kapelle 3 (9.10.2002)
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Kapelle 3 (9.10.2002) Bild: Friedhof Ohlsdorf, Kapelle 3 (131.4.2017)
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Kapelle 3 (3.1.2003 Bild: Friedhof Ohlsdorf, Kapelle 3 (3.1.2003
An der Oberstraße lohnt sich ein kleiner Abstecher nach rechts: Man erkennt in der Straßenbiegung die Kapelle 3 aus dem Jahre 1894. Es ist die kleinste Kapelle auf dem Ohlsdorfer Friedhof. In dem Turm befand sich früher eine Glocke.

Gegenüber der Kapelle 3 liegt ein kleiner Teich, der ein hübsches Vordergrundmotiv zum Fotografieren der Kapelle 3 bildet. Auf älteren Friedhofsplänen wird Kapelle 3 auch als Kapelle III bezeichnet.

Bild: Friedhof Ohlsdorf, Kalzinierofem 1911Historisch ist interessant, dass im Jahre 1896 bei Kapelle 3 ein Calcinierofen - auch geschrieben als „Kalzinierofen”- in Betrieb genommen wurde.[206, Seite 98] Der Calcinierofen befand sich im Planfeld B16/17, genau dort, wo der  i „Ihlandweg” auf die Verlängerung der „Ilandkoppel” trifft. Heute (2002) ist hier ein Lagerplatz für Garten- und Friedhofsabfälle.
Foto links: Der Calzinierofen nach einer Postkarte (Verlag u. Lichtdruck v. Knackstedt & Näther, Hamburg, vermutlich 1911). Dieser Calcinierofen wurde für die Verbrennung von ausgegrabenen Leichen der Steintorfriedhöfe gebaut.
Calcinieren ist das Erhitzen eines festen Stoffes bis zu einem bestimmten Zersetzungsgrad.

Wilhelm Cordes hatte die Feuerbestattung als Anregung aufgegriffen und einen Ofen projektiert, in welchem Leichen- und Sargreste einem Glühprozess ausgesetzt wurden, bis sie pulverisiert waren. Dadurch konnte man die Leichenreste hygienisch und rationell entsorgen.

In dem Calcinierofen wurden ab 1909 auch die Leichenteile aus geräumten und wieder neu belegten Ohlsdorfer Gräbern verbrannt. Die Ruhezeit der Gräber betrug in den Anfangsjahren des Ohlsdorfer Friedhofs zunächst „vorläufig” 15 Jahre. Wohlgemerkt vorläufig - später praktiziert wurde eine 25-jährige Ruhezeit. Aber auch in 25 Jahren ist eine vollständige Verwesung nicht abgeschlossen, so dass die Verbrennung der Leichenteile Sinn machte.


Letztes Upload: 24.08.2017 um 13:30:17