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Der kleine Ring

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Ohlsdorfer Friedhof • Vom Haupteingang zum Eingang Eichenlohweg:
Der Simplontunnel - Familie Dencker (K14,77-78)

Der schräge Grabstein der Familie Noah Grabmal der Familie Emil Carroux
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Grabmal Dencker / Simplontunnel (19.7.2011)Welchen Umständen mag es zu verdanken sein, dass das südlichen, auf italienischer Seite gelegene, Tunnelportal des Simplontunnels als Motiv für den Grabstein auf dem Hauptfriedhof Ohlsdorf im weit entfernten Hamburg in Hamburg herhielt? Die Antwort auf diese Frage sei dahingestellt!

Vermutlich hatte der Baurat Paul Joh. Dencker etwas mit dem Bau des Tunnels zu tun. Mit der Ausführung des Tunnelbaus wurde das Hamburger Ingenieurunternehmen Brandt & Brandau (Karl Brandau und Alfred Brandt) beauftragt. Seinerzeit war es der längste Eisenbahntunnel der Welt.

Um den Grabstein zu finden, folgen wir dem breiten Fußweg vom Rosengarten Richtung Eingang Eichenlohweg bis zu einer Abdeckung im Pflaster. Hier geht nach rechts (Richtung Süden) ein Weg bestehend aus zwei Reihen Steinplatten mit einem Grünstreifen dazwischen ab. Gleich links am Anfang dieses Weges steht ein kleiner Grenzstein im Rasen. Er markiert die Grenze zwischen den Koordinaten L und K. In der Grabreihe dahinter fällt der roter Granitstein „Ruhestätte Familie W.Moor” besonders auf. Diesem Stein gegenüber steht der links abgebildete Grabstein mit dem Tunnelportal.

Um zur nächsten Station unserer Expedition zu gelangen, gehen wir zum breiten Fußweg zurück. Wir kruezen ihn und folgen dem sich in Richtung zur Cordesallee fortsetzenden ein Weg bestehend aus zwei Reihen Steinplatten mit einem Grünstreifen dazwischen.

Zum Simplontunnel:

  • Baubeginn 1898
  • Eröffnung der ersten Röhre von 19803 m Länge am 1.6.1906. Von Anfang an elektrischer Bahnbetrieb mit Drehstrom. Eine der drei Drehstromphasen wurde in die Schienen eingespeist, die beiden anderen Phasen wurden über zwei Fahrdrähte zugeführt.
  • Am 16.10.1922 wurde die zweite Tunnelröhre in Betrieb genommen. Sie ist mit 19823 m etwas länger als die erste Tunnelröhre.
  • Seit dem 2.3.1930 wird der Eisenbahnbetrieb mit Einphasenwechselstrom von 15 kV und 162/3 Hz durchgeführt.

Letztes Upload: 22.04.2017 um 10:49:22