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Ohlsdorfer Friedhof • Krematorium und Nebenallee:
Das Familiengrab Eberbach/Neckelmann (V22,33-44)

Das Grabmal Ahlff Das Grabmal Bonne/Reye
Bild: Friedhof Ohlsdorf ,Familiengrab Eberbach/Neckelmann (10.11.2005)
Das Familiengrab Eberbach/Neckelmann liegt dem Grab Ahlff unmittelbar an der Nebenallee gegenüber. Es ist eines der seltsameren Grabdenkmale. Aus rotem Sandstein hat man eine Art Felsen mit einem Kreuz oben drauf gebildet. Ein Tor scheint hineinzuführen. Dieser Eindruck wird verstärkt, da die beiden Türflügel nicht ganz geschlossen zu sein scheinen.
Bild: Friedhof Ohlsdorf ,Familiengrab Eberbach/Neckelmann (10.11.2005)Auf den Stufen vor dem Tor sitzt seit 1895 ein Engel und zeigt in Richtung Himmel - oder hält er gerade eine Rede und die Haltung der Hand ist eine Geste?

Schräg hinter ihm, auf der anderen Seite des Tors, lehnt eine graue Schriftplatte an der Wand. Vielleicht zitiert der Engel den Text, den sie enthält:

Die Stätte, die ein guter Mensch betrat,
Ist eingeweiht; nach hundert Jahren klingt
Sein Wort und seine That dem Enkel wieder.

Nicht ohne Grund ist ein Komma in roter Schrift dargestellt. Dies Komma fehlt auf der Schrifttafel. Wäre es auf der Schrifttafel mit enthalten, so würde einem Kundigen sofort klar sein, woher das Zitat stammt: Aus dem Drama „TORQUATO TASSO”, Johann Wolfgang von Goethe, I. Aufzug, 1. Auftritt.

Die Szene im Drama zeigt einen Gartenplatz, der mit Hermen der epischen Dichter geziert ist. Die Prinzessin und Leonore werden durch Schauspielerinnen dargestellt. Im Text von Leonore tauchen die genannten Zeilen auf- wie erwähnt, mit einem zusätzlichen Komma.


Letztes Upload: 06.06.2017 um 20:52:45