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Ohlsdorfer Friedhof • Krematorium und Nebenallee:
Das Grab von Hans Albers (Y23,245-251,325-326)

Der Linneplatz Der Engel auf der Grabanlage Plesch/Ritz
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Grab Hans Albers (2003)
Vom Familiengrab Lippert aus ist es gar nicht weit zum Grab von Hans Albers. Man geht die Waldstraße ein Stück hinunter in Richtung Norden und findet auf der rechten (östlichen) Straßenseite einen entsprechenden Wegweiser.

Das Grab von Hans Albers (* 22.9.1891 in Hamburg; † 24.7.1960 in Starnberg) ist eher bescheiden. Sein Kissenstein ist auf dem gemeinsamen Grab der Familien Albers, Tölle und Kobrow zwar der größte Kissenstein, aber das ist es auch schon.

Bild: Friedhof Ohlsdorf, Grab Hans Albers (2003)
Der Volksschauspieler Hans Albers war zwar das jüngste von sechs(!) Kindern, hatte aber selbst keinerlei Nachkommen. Als die Nutzungsdauer der Grabstätte auslief, wurde durch Spenden ein Erhalt der Grabstätte ermöglicht.

Der Ohlsdorfer Friedhof hat neben der Grabstätte einen Gedenkstein mit einer dauerhaften Schriftplatte gelegt. Auf dieser Platte sind die Namen von Spendern aufgeführt.

Hans Albers war der Sohn des Schlachtermeisters und Großschlachtereibesitzers Wilhelm Philipp Albers und dessen Frau Johanna Dorothea. Wilhelm Philipp Albers war der „schöne” Wilhelm in St.Georg, Hans Albers wurde der „blonde Hans”. Am Haus Lange Reihe 71, dem Geburtshaus von Hans Albers, befindet sich eine kleine Gedenktafel.

Hans Albers hatte bereits in vielen (etwa 100?) Stummfilmen Nebenrollen gespielt, als er 1928 von Max Reinhard entdeckt wurde. Er war unter anderem der Star in dem ersten deutschen Farbfilm „Münchhausen”.

Hans Albers wollte in Hamburg beigesetzt werden, obwohl er überwiegend in Bayern gelebt hatte. Zu seiner Beerdigungsfeier am einem Freitag, den 29. Juli 1960, versammelten sich weit über zehntausend Menschen vor dem Krematorium.

Interessanterweise hatte er auch als Sänger Erfolge. Wie das geschehen konnte, ist mir ein Rätsel. Ich habe eine alte Singleschallplatte von ihm gefunden. Die Vorderseite enthält „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins”, die Rückseite „La Paloma”. Beide Lieder sind in dem für Hans Albers typischen Sprechgesang dargebracht.


Letztes Upload: 12.04.2017 um 12:30:10