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Ohlsdorfer Friedhof • Krematorium und Nebenallee:
Die Gemeinschaftsgrabstätte „Löwengrab” (T25,85-100)

Carl Lübbe, erster Kapitän der „Wilhelm Gustloff” Familiengrab Herrmann
Östlich des Lipperplatzes setzt sich die Kapellenstraße fort. Dort, gleich beim ersten Fußweg hinter der Einmündung der Kapellenstraße in den Kreisel geht nach rechts (nach Süden) ein Fußweg ab. Nur wenige Meter in den Fußweg hinein sind zwei lebensgroße Löwenstatuen zu bewundern.
Bild: Gemeinschaftgrabstätte Löwengrab, wachender LöweFoto links: Zwei Löwen bewachen die Gemeinschaftsgrabstätte „Löwengrab”. Sie lösen sich dabei ab: Der eine Löwe schläft immer, dieser Löwe ist hellwach! Seit 1916 liegen hier die beiden großen Löwen. Diese Grabstätte (T25,85-100) gehörte früher der Familie Bove-Rode, vergl.  i „Am Grabe in Polen”

Besonders während der Rhododendronblüte bietet die Gemeinschaftsgrabanlage ein prächtiges Bild. Die übrigen Fotos auf dieser Seite entstanden jedoch am 14.1.2016 bei leicht winterlicher Witterung.

Bild: Gemeinschaftgrabstätte Löwengrab (14.1.2017)
Gemeinschaftgrabstätte Löwengrab (14.1.2017)
Bild: Gemeinschaftgrabstätte Löwengrab, wachender Löwe (14.1.2017) Foto oberhalb: Der linke Löwe schläft, der rechte Löwe wacht!

Die Gemeinschaftsgrabstätte „Löwengrab” wurde 1999 eingerichtet. Es handelt sich um eine Urnengrabanlage für Paare. Die Urnen sind in einer halbrunden Rasenfläche vor den beiden Löwen beigesetzt. Die liegenden Kissensteine sind am halbkreisförmig umlaufenden Fußweg außen angeordnet.

Fotos links und unterhalb: Der wachende Löwe. Seine Augen und sein Maul sind geöffnet.

Bild: Gemeinschaftgrabstätte Löwengrab (14.1.2017)
Bild: Gemeinschaftgrabstätte Löwengrab, schlafender Löwe (14.1.2017)
Der schlafende Löwe auf der Gemeinschaftgrabstätte Löwengrab (Ohlsdorfer Friedhof)
Bild: Wappen am Sockel der schlafenden Löwenstatue auf der Gemeinschaftgrabstätte Löwengrab (14.1.2017) Bild: Wappen am Sockel der wachenden Löwenstatue auf der Gemeinschaftgrabstätte Löwengrab (14.1.2017)
Das Wappen am Sockel unter dem schlafenden LöwenDas Wappen am Sockel unter dem wachenden Löwen
Auch die Sockel unter den Löwen sind einen zweiten Blick wert: An ihren vorderen Stirnseiten sind Wappenreliefs(?) ausgearbeitet.

Am Sockel der wachenden Löwens ist die Jahreszahl 1916 eingeritzt.

An den beiden einander zugewendeten Seiten der Sockel ist das Gedichtfragment „Heerwagen, mächtig Sternbild der Germanen” von Gottfried Keller (*19.7.1819 Zürich; †15.7.1890 Zürich) eingeritzt. Er soll es kurz vor seinem Tode niedergeschrieben haben. Auf den Sockeln ist der Text nur noch zu erahnen. Sein Text dürfte lauten:

Heerwagen, mächtig Sternbild der Germanen,
das du fährst mit stetig stillem Zuge
über den Himmel vor meinen Augen deine herrliche Bahn,
von Osten aufgestiegen alle Nacht!

O fahre hin und kehre täglich wieder!

Sieh meinen Gleichmut und mein treues Auge,
das dir folgt so lange Jahre!

Und bin ich müde, o so nimm die Seele,
die so leicht an Wert, doch auch an üblen Willen,
nimm sie auf und lass sie mit dir reisen,
schuldlos wie ein Kind, das deine Strahlendeichsel
nicht beschwert, hinüber!

Ich spähe weit, wohin wir fahren.


Letztes Upload: 15.01.2017 um 11:06:26