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Ohlsdorfer Friedhof • Nordteich und Stiller Weg:
Kapelle 8, das Kolumbarium

Das Grab von Richard Josef Luksch Anonymer Urnenhain und Mausoleum Riedemann
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Kapelle 8, das Kolumbarium
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Kapelle 8, Bauschmuck
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Kapelle 8, BauschmuckBeim Überqueren der Straße „Westring” sehen wir links (Richtung Norden) die Kapelle 8 (Kapelle VIII) aus dem Jahre 1912. Aus dieser Entfernung und an einem düsteren Novembertag betrachtet, sieht die Kapelle 8 ganz und gar nicht feierlich aus, sondern es scheint eher ein etwas verwinkelter Zweckbau zu sein.

Nähert man sich der Kapelle, fallen die Fassadenschmuckelemente aus rotem Sandstein besser auf, der Eindruck des Gebäudes verbessert sich. Das Bild oben ist bei Sonnenschein fotografiert worden. Das linke Foto entstand an einem trüben Novembertag.

Als die Kapelle neu war, sah sie hübscher aus: sie wurde von einem Türmchen gekrönt, und das Dach war verspielter.

In ihrem Inneren befindet sich ein Kolumbarium. Die ersten Beisetzungen in den Urnennischen der Kapelle 8 erfolgten 1998.

Versammlungsraum in Kapelle 8 (spärisches Panoramafoto)

Bild: Friedhof Ohlsdorf, Kapelle 8, das Kolumbarium
Die Urnen werden nicht vergraben, sondern in Regalenwänden bzw. Urnennischen zur Schau gestellt. Die Einrichtung heißt „Kolumbarium”. Diejenigen, die Latein in der Schule gelernt haben, kennen die Übersetzung: Taubenschlag. Ähnlich wie bei den anonymen Gräbern entfällt für die Angehörigen die Notwendigkeit der Grabpflege.
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Kapelle 8, das Kolumbarium

So ganz billig ist die Nutzung einer solchen Urnennische nicht. In dem 1999er Prospekt ist sie mit 5000 DM für 25 Jahre angegeben. Die Nutzung eines anonymen Urnengrabs für 25 Jahre kostete dagegen „nur” 680 DM. Sie ist teurer als ein Urnen-Wahlgrab (625 DM), denn in einem Urnen-Wahlgrab haben mehrere Urnen Platz. Ein Sarg-Wahlgrab (für einen Sarg und mehrere Urnen) kostete 1325 DM für 25 Jahre.

Ich empfinde das Kolumbarium als befremdend. Wenn man die Schmuckurnen seiner Vorfahren in der Wohnung im Bücherregal aufstellt, kann man ihrer mindestens genauso gut gedenken, spart ein Vermögen und kann sie ohne nennenswerte Mehrkosten länger als 25 Jahre aufbewahren. Leider lassen die deutschen Gesetze so etwas nicht zu.


Letztes Upload: 15.05.2017 um 17:05:27